Studie zeigt

Nach dem Vorstellungsgespräch: So viele Bewerber werden wirklich eingestellt

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Wie viel Prozent der Bewerber erhalten tatsächlich einen Arbeitsvertrag? Das hat eine Studie herausgefunden.

Wie viele Bewerber unterschreiben nach dem Vorstellungsgespräch einen Arbeitsvertrag? Dieser Frage ist eine Studie nachgegangen - und bringt Erstaunliches zu Tage.

422 Bewerbungen landen laut einer Studie jedes Jahr auf dem Schreibtisch von Personalern. Und das ist nur der deutschlandweite Durchschnitt, quer durch alle Unternehmensgrößen. In großen Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sollen sogar 2.054 Bewerbungsunterlagen im Schnitt eingehen. Doch wie viele davon führen tatsächlich zu einer Einstellung?

Rund ein Viertel aller Vorstellungsgespräche enden mit einem Arbeitsvertrag

Dieser Frage ist eine Studie des Recruiting-Softwareanbieters Personia nachgegangen und hat interessante Ergebnisse zu Tage befördert. Im Schnitt führen rund ein Viertel Prozent aller Vorstellungsgespräche (23 Prozent) zu einem Anstellungsverhältnis. Das Erstaunliche: Während bei großen Unternehmen (mehr als 500 Mitarbeiter) 35 Prozent aller Bewerber nach dem Vorstellungsgespräch eingestellt werden, müssen kleinere Unternehmen (50 bis 99 Mitarbeiter) im Verhältnis weit mehr Bewerber für eine Stelle einladen. Hier führen lediglich elf Prozent aller Vorstellungsgespräche zu einem Arbeitsvertrag.  

Unternehmensgröße

Durchschn. Anteil der Vorstellungsgespräche,

die zu einem Anstellungsverhältnis führen

50-99 Mitarbeiter

11 %

100-499 Mitarbeiter

18%

mehr als 500 Mitarbeiter 

35%

Lesen Sie auch, welche Fehler Bewerber im Vorstellungsgespräch unbedingt vermeiden sollten.

Warum in großen Unternehmen mehr Einstellungen aus den Vorstellungsgesprächen resultieren

Doch woran liegt das? Die Auftraggeber der Studie vermuten, dass große Unternehmen eventuell besser vorselektieren. Aber natürlich ziehen große Konzerne auch mehr und vor allem auch hochqualifizierte Bewerber an, aus denen Personaler die Besten der Besten auswählen und zum Vorstellungsgespräch einladen können.

Mehr Jobsuchende als gedacht lehnen allerdings eine angebotene Stelle ab. Welche Gründe dahinterstecken, zeigt eine Studie.

Video: Personaler verraten den größten Fehler in einem Vorstellungsgespräch

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Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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