Recruiting Trends 2018

Studie enthüllt: So suchen Personaler wirklich nach Bewerbern

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Wer auf Jobsuche ist, sollte wissen, wo sich Recruiter bevorzugt aufhalten.

Kürzlich hat das ICR seine Ergebnisse der Studie "Recruiting Trends 2018" vorgestellt. Sie zeigt, wie und wo Personaler wirklich nach geeigneten Jobkandidaten suchen.

Das "Institute for Competitive Recruiting" (ICR) hat wie jedes Jahr ihre Recruiting-Trends 2018 Ende Januar präsentiert. In der Studie fassen sie ihre jährlichen Ergebnisse zusammen, was sich in der Human-Resources-Welt so tut. Zudem zeigt sie auf, wie Personaler heutzutage bei der Rekrutierung vorgehen, wie und wo sie am liebsten Jobangebote platzieren und warum es so schwierig geworden sei, gute Bewerber zu finden.

Recruiting-Studie enthüllt: Akuter Fachkräftemangel zwingt Arbeitgeber zu aktiver Bewerbersuche

So sollen etwa 96 Prozent der Arbeitgeber 2017 einen akuten Fachkräftemangel aufgewiesen haben. Viele sollen deshalb immer öfter Probleme haben, über die Runden zu kommen.

Diejenigen, die gerade auf Jobsuche sind, können von den veröffentlichten Ergebnissen profitieren. Schließlich sollen immer mehr Firmen in ihrer Verzweiflung nicht mehr nur auf Stellenanzeigen und Personalberater zurückgreifen, sondern suchen auch selbst aktiv nach interessanten, potentiellen Mitarbeitern.

Zwar liegen Online-Jobbörsen und die eigene Karriereseite immer noch auf Platz Eins und Zwei der Recruiting-Trends, doch fast 80 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie bereits explizit auf diversen Social-Media-Business-Netzwerken (allen voran Xing, dicht gefolgt von Linkedin) sowie Facebook & Co. oder sogar über die Google-Suche nach potentiellen Kandidaten Ausschau gehalten haben.

"Active Sourcing" - soziale Netzwerke rücken immer mehr in den Fokus von Personalern

So soll bereits mehr als jedes zweite Unternehmen "Active Sourcing" ausprobiert haben. Um passende Bewerber herauszufiltern, kommen hierzu immer öfter Software wie "Xing Talent Manager" oder "Linkedin Recruiter" zum Einsatz. So habe sich der Gebrauch der innovativen Recruiting-Technologie zum Vorjahr gesteigert haben und soll sich gerade auf einem Allzeithoch befinden.

Auch das Platzieren von Jobangeboten auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit oder auch das Anwerben auf Jobmessen werden gerne genutzt. Dasselbe gilt für interne Mitarbeiterausschreibungen und –empfehlungen. Stellenausschreibungen in Printmedien oder über Personalberater sowie externe Sourcing-Dienstleister haben dagegen an Bedeutung weiter verloren.

Mehr Professionalisierung im Recruiting in Zukunft wünschenswert

Außerdem stellte die Studie fest, dass der Wunsch nach einer höheren Professionalisierung im Recruiting groß sei. So gaben mehr als acht von zehn Personalern zu, dass sie sich eine besser ausgearbeitete Strategie wünschen. Außerdem schlossen drei von vier der Befragten, dass das Controlling des Recruitings stärker in den Fokus rücken müsse.

Für die Studie wurden über 10.000 Personaler aus Unternehmen aller Größenklassen und Branchen befragt.

Lesen Sie hier, ob Xing oder Linkedin das bessere Netzwerk ist, um einen Job zu suchen.

jp

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier: 
Wie sieht der perfekte Bewerber aus? Diese Frage stellte das Staufenbiel Institut und Kienbaum 300 Personalern in Deutschland. Das Ergebnis sehen Sie hier:  © pexels
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt.
Der perfekte Bewerber ist Wirtschaftswissenschaftler. Rund 79 Prozent aller befragten Unternehmen suchen Kandidaten dieser Fachrichtung. Auch Informatiker und Ingenieure haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. © dpa
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent überzeugt Erfahrung mehr als gute Abschlussnoten.
Während seines Studiums war er Praktikant. 73 Prozent der Personaler bevorzugen Bewerber, die bereits im Studium Praxiserfahrung gesammelt haben. Und sogar 81 Prozent ist Erfahrung wichtiger als gute Abschlussnoten. © dpa
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie.
Apropos Abschlussnoten: Für 58 Prozent der Personaler sollte der perfekte Bewerber einen guten Abschluss haben. Hier spielt aber die Branche eine große Rolle: Banken und Finanzdienstleister legen mit 68 Prozent mehr Wert auf gute Noten. Der höhere Master-Abschluss zählt vor allem im Bereich Gesundheit, Chemie und Pharmazie. © dpa
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent).
Wer einmal ein Jahr im Ausland verbracht hat, kann sich glücklich schätzen: Recruiter schätzen Zusatzqualifikationen wie Englischkenntnisse (77 Prozent) und Auslandserfahrung (38 Prozent). © pixabay
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent).
Der perfekte Bewerber muss außerdem mit einem ganzen Katalog an Soft Skills aufwarten. Besonders gefragt bei Personalern: Eigeninitiative (100 Prozent), Leistungsbereitschaft (98 Prozent), Kommunikationsfähigkeit (95 Prozent) und Teamfähigkeit (94 Prozent). © iStockphoto / AndreyPopov
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus. 
Bei der Bewerbung erwarten Personaler Perfektion: Rechtschreibfehler sind ein absolutes No-Go - rund 60 Prozent aller Personaler sortieren eine fehlerhafte Bewerbung sofort aus. Ein falscher Ansprechpartner oder Unternehmensname führt bei 54 Prozent zum Aus.  © dpa
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.
Das Herzstück einer Bewerbung ist der Lebenslauf, auch CV (kurz für "Curriculum Vitae") genannt. Etwa drei Viertel aller Personaler widmet sich erst dem Lebenslauf - allerdings nehmen sich dafür rund 40 Prozent nur fünf Minuten oder weniger Zeit.  © pixabay
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design. 
Nach dem Lebenslauf kommt das Anschreiben. Hier bevorzugen Personaler eine übersichtliche Struktur statt kreativem Design.  © pixabay
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media. 
Über das private Facebook-Profil müssen sich Bewerber allerdings keine Sorgen machen: Nur drei Prozent der befragten Personaler checken Kandidaten über Social Media.  © pexels

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