Zwischen Optimismus und Risiko

Tesla als Arbeitgeber in Deutschland: Kritik trifft auf hohe Erwartungen – was ist dran?

Das von Tesla zur Verfügung gestellte Handout zeigt eine graphische Darstellung der Tesla Gigafactory Berlin in Grünheide.
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In Grünheide, Berlin, entsteht die Tesla Gigafactory.

Was für eine Art von Arbeitgeber wird Tesla hier in Deutschland sein? Aktuell herrscht viel Optimismus – doch es knirscht auch schon im elektrischen Getriebe.

Elon Musk und das von seinen Visionen getriebene Unternehmen Tesla polarisieren. Das taten sie zwar schon vor Jahren, seit der Bekanntgabe vom Bau der neuen Tesla-Autofabrik, der Gigafactory in Grünheide, Berlin, ist ihnen aber eine noch viel größere Aufmerksamkeit zuteil geworden. Und das mit Grund: Nicht nur handelt es sich bei dem neuerdings reichsten Menschen der Welt* um eine mehr als interessante Persönlichkeit, auch versprechen sich unzählige Leute enorm viel von der Gigafactory – auch als Arbeitgeber. Noch in diesem Jahr soll die Autofabrik fertig werden. Und entsprechend viele Menschen haben sich bereits bei Tesla beworben. Das bisherige Feedback? Durchwachsen.

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Tesla als Arbeitgeber: Optimismus im Land, Kritik im Netz

Über den Bewerbungsprozess bei Tesla wurde schon viel berichtet. Zum Beispiel, auf welchen Typ von Mitarbeiter Elon Musk besonders Wert legt. Oder mit welcher kniffligen Frage der Unternehmer seine Bewerber regelmäßig auf dem falschen Fuß erwischt. Natürlich gibt es auch schon Berichte über die angeblichen Arbeitsbedingungen bei Tesla, die sich aber teilweise sehr stark voneinander unterscheiden: Während ein Mitarbeiter berichtet, Angestellte bei Tesla hätten eigene Regeln, um Elon Musk bei seinen Wutausbrüchen zu entkommen, erzählt ein anderer ehemaliger Mitarbeiter, wie beeindruckt er von dessen Art zu führen gewesen sei.

Die Wahrheit? Liegt wahrscheinlich wie immer irgendwo in der Mitte. Die Faktenlage sieht derzeit folgendermaßen aus: Die Gigafactory bei Berlin soll noch dieses Jahr fertig werden und für ihre erste Ausbaustufe, die bis 2022 geht, sucht Tesla bis zu 12.000 Mitarbeiter. Der Tagesschau bestätigt die Arbeitsagentur-Sprecherin Clarissa Matos Bernal, dass Menschen aus ganz Deutschland zumindest in Erwägung ziehen, nach Brandenburg zu kommen, um für Tesla zu arbeiten. Die Euphorie in der Region ist groß, auch aufgrund der vielen ehemaligen Brandenburger, die unter anderem wegen Strukturschwächen wegzogen und nun erwägen, wiederzukehren. Man erhofft sich, erzählt Bernal der Tagesschau weiter, einen Schub für den gesamten regionalen Arbeitsmarkt.

Andererseits werden auch kritische Stimmen laut. Neben dem Hin und Her rund um den Waldrodungsstopp tauchen nun immer mehr kritische Stimmen im Netz auf, die sich vor allem um Tesla als Arbeitgeber drehen. Bei dem Bewertungsportal Kununu sind zahlreiche Beschwerden über Tesla eingegangen. Den Führungspersönlichkeiten und Personalern wird vorgeworfen, schlecht zu kommunizieren, das familiäre Privatleben der Mitarbeiter nicht zu würdigen, und schlichtweg ‚schlimm‘ zu sein. Weil das Werk aber seine Produktion noch nicht einmal aufgenommen hat und Kununu völlig anonyme Kommentare zulässt, sind diese Kritiken natürlich mit Vorsicht zu genießen.

Lesen Sie auch: Bewerbung: Auf diese Fragen sollten Sie vorbereitet sein – sonst ist es schnell vorbei.

Hohe Erwartungen, anonyme Kritik – und was macht Tesla?

Viel Trubel rund um die Gigafactory. Natürlich schauen da auch die deutschen Gewerkschaften genauer hin. So hat die IG Metall Elon Musk bereits ein erstes Gesprächsangebot unterbreitet. Das ist jedoch inzwischen ein Jahr her, eine Antwort blieb der Visionär bis jetzt schuldig. Die Tagesschau berichtet weiter, dass die Bindung an einen Tarifvertrag noch nicht einmal zur Sprache kam. In den USA, so stellten deutsche Gewerkschafter mit Sorgenfalten auf der Stirn fest, wurden zum Beispiel kurz vor Weihnachten Tesla-Mitarbeiter in eine gewisse Form von Kurzarbeit geschickt – jedoch ohne Lohnfortzahlung. Wie berechtigt die Sorgen nun sind, lässt sich Stand jetzt schwer beurteilen. Eines ist aber sicher: Ruhig wird es um die Tesla-Fabrik in Deutschland erstmal nicht. (fh) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Zu wem zählen Sie sich? A-Spieler oder B-Spieler: Schon der Bewerbungsprozess verrät viel über den künftigen Mitarbeiter.

Wie werde ich Bergführer/in?

Bergführer als Beruf
Nach ihrer Ausbildung arbeiten staatlich geprüfte Bergführer überwiegend auf freiberuflicher Basis. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Trainingstouren
Motivieren gehört zum Job: Der angehende Bergführer Manuel Haff übt auf Trainingstouren, sich auf unterschiedliche Charakter einzustellen. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Bergwelt
Bergführer müssen sich ebenso trittsicher im Gebirge bewegen wie ein Gams. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Bergführeranwärter Manuel Haff
Sicherheitcheck: Der Bergführeranwärter Manuel Haff überprüft auf einer Trainingstour nähe des Aggenstein im Tannheimer Tal einen Achterknoten. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Bergführer als Beruf
Damit auf der Bergtour alles sicher verläuft, müssen angehende Bergführer schon vor ihrer Ausbildung viel Alpin-Erfahrung nachweisen. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Routenplanung
Auch die Routenplanung liegt in seiner Verantwortung: Als angehender Bergführer begleitet Manuel Haff Gäste sicher durchs Gebirge. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Ausrüstung für Bergführer
Zur Ausrüstung für Bergführer gehören zum Beispiel Gurt, Seil, Reepschnüre, Karabiner und Eispickel. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Bergführer als Beruf
Angehende Bergführer müssen extrem fit sein - und sich im Gebirge bestens auskennen. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Manuel Haff
Klettern und Bergsteigen sind seine Leidenschaften: Manuel Haff darf sich nach Abschluss seiner Ausbildung staatlich geprüfter Berg- und Skiführer nennen. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Manuel Haff
Er ermöglicht seinen Gästen den Weg zum Gipfel: Manuel Haff ist angehender Bergführer. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Bergführer Manuel Haff
In diesem Beruf wird man mit Traumkulissen belohnt: Der angehende Bergführer Manuel Haff übt auf einer Trainingstour nahe des Aggenstein im Tannheimer Tal das Führen am kurzen Seil. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth
Bergführer als Beruf
Bergführer wissen, wo sie ihren Gästen die schönsten Naturschauspiele zeigen können. Foto: Angelika Warmuth/dpa-tmn © Angelika Warmuth

Artikelquelle: tagesschau.de, kununu.de

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