Ergebnis einer Studie

Migrantenkinder: Schlechtere Noten bei gleicher Leistung

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Eine Studie ergab, dass Migrantenkinder trotz gleicher Leistung im Fach Mathe schlechter bewertet werden. Foto: Christian Charisius/dpa

Kinder aus Einwandererfamilien schneiden in der Schule oft schlechter ab als ihre deutschen Mitschüler. Fraglich ist, ob dies immer an mangelnden Kenntnissen liegt. Laut einer Studie könnte ein ganz anderer Grund dahinter stecken.

Mannheim (dpa/tmn) - Migrantenkinder werden laut einer Studie in Mathe schlechter benotet, obwohl sie in Tests die gleichen Leistungen erzielen wie ihre Mitschüler. Das haben Forscher vom Lehrstuhl Pädagogische Psychologie der Uni Mannheim herausgefunden.

Für die Studie wurden 1500 Gymnasiasten im Verlauf von zwei Schuljahren untersucht. Die Schüler bekamen standardisierte Tests vorgelegt, die sie insgesamt dreimal im Verlauf der fünften und sechsten Klasse machen mussten. Die Ergebnisse verglichen die Forscher anschließend mit den Noten in Klassenarbeiten und Zeugnissen. Das Ergebnis der Studie: Migrantenkinder wurden im Vergleich zu anderen Mitschülern trotz gleicher Sprachfertigkeit und sozialer Herkunft schlechter bewertet - obwohl die Kinder in den standardisierten Tests gleich gut abgeschnitten hatten.

Die Forscher wollen nun herausfinden, wie die Urteilsprozesse der Lehrer bei der Notenvergabe ablaufen und was die Gründe für die Unterschiede sind.

Abstract der Studie

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