Sport und keine Säfte mehr

Übergewicht bei Kindern reduzieren

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Mehr Sport und eine ausgewogene Ernährung verhelfen übergewichtigen Kindern ca. nach sechs Monaten zum Normalgewicht. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild

Sind Kinder erst einmal an viel süßes und fettes Essen gewöhnt, ist es nicht ganz einfach, sie auf eine gesunde Ernährung umzustellen. Dennoch führt bei Übergewicht kein Weg daran vorbei. Auch mehr Bewegung ist dann ein Muss.

Köln (dpa/tmn) - Stellen Eltern fest, dass ihr Kind übergewichtig ist, sollten sie sofort seine Ernährung umstellen. Sind sie dabei konsequent, ist das Kind in der Regel nach circa sechs Monaten wieder normalgewichtig.

Ob ein Kind zu dick ist, können Eltern leicht selbst feststellen: Im gelben Untersuchungsheft finden sie die sogenannten Perzentilen. Sie geben an, wie schwer Kinder in welchem Alter im Schnitt sind, erklärt Hermann Josef Kahl, Bundespressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

"Liegt das Gewicht des Kindes auf der 50. Perzentile, ist alles in Ordnung", erläutert Kahl. Die Hälfte der Kinder ist dann genauso schwer oder leichter, die Hälfte schwerer. "Nähert sich ein Kind der 90. Perzentile an, müssen die Eltern handeln." Da immer mehr Kinder und Jugendliche übergewichtig sind, verschieben sich auch die Perzentilen, gibt Kahl zu bedenken. Deshalb handeln Eltern besser früher als später.

Bei kleinen Kindern unter vier Jahren heißt das: deutlich weniger Süßigkeiten und möglichst gar keine zuckerhaltigen Getränke mehr. Stattdessen sollten die Kleinen nur noch Wasser und ungesüßten Tee bekommen.

"Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren sollten mindestens ein Mal pro Woche zum Kindersport gehen", ergänzt Kahl. Ältere Kinder suchen sich am besten einen Sport aus, der ihnen Spaß macht. Es liegt aber in der Verantwortung der Eltern, das Kind immer wieder zu motivieren, am Sport teilzunehmen, betont der Kinder- und Jugendarzt.

Wie ein Kind aussieht, ist nicht ganz so entscheidend. "Es gibt Kleinkinder, die noch Babyspeck haben", sagt Kahl: "Das sind Reserven, die die Kinder, wenn sie zum Beispiel einen Magen-Darm-Infekt haben, gut gebrauchen können." Entscheidend ist, ob das Gewicht altersgemäß ist.

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