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Münzen-Mythos aufgeklärt – wie viel Kleingeld müssen Kassierer bei Aldi, Lidl und Co. annehmen?

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Von: Tobias Becker

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Aldi – Es gibt viele Mythen, die sich um den Einkauf bei Aldi, Lidl und Co. ranken. Einer davon: Mit zu viel Kleingeld zahlen, kann Konsequenzen haben. Ist da was dran?

Nach der Arbeit noch schnell einkaufen, zu Hause wartet die Familie auf das Essen und im Discounter an der Kasse zieht sich alles in die Länge. Kaum ist man dann doch fast an der Reihe bei Aldi, Lidl und Co., fängt die Person vor einem an, wie wild im Geldbeutel zu suchen und Münze für Münze rauszuholen. Dauert zum einen ewig, zum anderen ist es gerade in der Corona-Zeit gar nicht mal gerne gesehen, wenn Menschen mit Bargeld bezahlen. Diese Situation kennen viele Menschen und erleben sie nicht nur in Heidelberg* und Mannheim*, sondern deutschlandweit immer wieder.

Sogar viele Bäckereien, die zuvor noch auf die Bezahlung mit Bargeld geschworen haben, sind in der Pandemie auf bargeldloses Zahlen umgestiegen. Zudem ist es in vielen Geschäften, Supermärkten und Discountern möglich, komplett kontaktlos zu bezahlen. Mit dem Smartphone beispielsweise, aber auch mit Girokarten, Master Card und weiteren Karten, wenn sie denn NFC-fähig sind. Zudem gibt es Situationen, in denen Discounter-Riese Aldi, der mit einigen Vorwürfen auf Facebook viel Geduld* zeigt, das Kleingeld nicht akzeptieren müssen.

Aldi: Verbraucherportal klärt über Kleingeld-Mythos auf

Nimmt man sich die „typisch deutschen Eigenarten“ zu Herzen, dürfte es nun erstmal einen Aufschrei geben. „Was? Ich kann bei Aldi nicht mehr mit Kleingeld zahlen?“ Das wäre allerdings falsch, denn es ist natürlich möglich mit Kleingeld zu zahlen. Auch wenn viele Menschen inzwischen auf Kartenzahlung umgestiegen sind, bleiben Münze und Schein des Deutschen liebstes Zahlungsmittel. Eine Studie der Bundesbank zeigte: 60 Prozent der Einkäufe werden mit Bargeld abgewickelt - auch wenn es dem ein oder anderen an der Aldi-Kasse vielleicht etwas zu lange dauert.

Die Dauer ist auch kein Kriterium, aber: Es gibt Momente, in denen könnte Discounter-Riese Aldi Süd, der sich vor kurzem zum Thema 2G im Einzelhandel geäußert hat*, auch „Nein“ sagen und das Kleingeld ablehnen. Das bestätigte das Verbraucherportal Baden-Württemberg. In der Erläuterung heißt es: „Größere Beträge sollten an der Supermarktkasse nicht nur mit Kleingeld bezahlt werden.“

Aldi: Aufgepasst, zu viel Kleingeld geht nicht beim Bezahlen

So die Warnung, denn Kassiererinnen und Kassierer bei Aldi Süd müssen das Geld dann nicht annehmen. Als Regel gibt das Verbraucherportal Baden-Württemberg* an: „ Kundinnen und Kunden, die mit mehr als 50 Münzen bezahlen, müssen damit rechnen abgelehnt zu werden, denn mehr müssen Kassierer pro Einkauf nicht akzeptieren.“ Wer also das Sparschwein ausraubt, um den nächsten Einkauf mit den Münzen zu bezahlen, könnte eiskalt erwischt werden, denn das ist kein Mythos.

NameAldi
SitzEssen
Gründung1946
GründerKarl und Theo Albrecht

HEIDELBERG24*-Leser Thomas B. ist ein solches Erlebnis schon passiert. Er schreibt: „Bei mir war es zwar nicht Aldi, aber ein Getränkemarkt. Ich wollte ein Fass Bier kaufen und hatte dafür Münzen zusammengesammelt. Es war ein Gag mit Freunden.“ Allerdings waren es zu viele Münzen. „Wir mussten zu einer Bank und das Geld wechseln“, erklärt Thomas B. weiter. Das Kleingeld ist dennoch nicht verloren, denn „Kleinvieh macht auch Mist“ und „Wer den Penny nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“ sind nunmal auch keine leeren Sprüche.

Tipps und Tricks: So sparen Sie Kleingeld nach dem Aldi-Einkauf

So gibt es durchaus verschiedene Tipps und Tricks, mit denen man beim nächsten Aldi-Einkauf auch gleich ein bisschen Geld auf die Seite legen kann und sich so am Ende des Jahres belohnt. Ein Trick: Wer mit Bargeld bei Aldi Süd bezahlt, hebt jeden Fünf-Euro-Schein auf. Da kommt am Jahresende einiges zusammen.

Ein anderer Tipp, den einige Sparer wie die Seite talerbox.com schon gegeben haben: Kleingeld bis zu Ein-Euro-Münzen in ein großes Glas werfen. Einmal im Jahr wird das Glas geleert und eingezahlt. Speziell für Einkäufe bei Aldi*, Lidl und Co.: Wer Pfandflaschen abgibt, lässt das Pfand nicht verrechnen oder gibt ihn aus. Pfand wird auf die Seite gelegt. So kann auch mit Kleingeld einiges angefangen werden - ohne an der Kasse im Supermarkt abgelehnt zu werden. (tobi)*HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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