Gesetze in 2021

Neuerungen im Dezember: Schnelles Internet, Handyverträge und höhere Bahnpreise

Im Dezember 2021 kommen Änderungen auf die Menschen in Deutschland zu. Kinder-Impfungen, Bahnpreise, Handy und Medikamente – hier gibt es einen Überblick.

Dortmund – Der Dezember läutet das Ende des Jahres 2021 ein. Verbraucher müssen sich auf Änderungen einstellen. RUHR24* gibt einen Überblick.

Änderungen im Dezember 2021: Handyverträge sollen verbraucherfreundlicher werden

Zahlreiche Menschen haben einen laufenden Handyvertrag. Ab Dezember soll die Möglichkeit, diesen Vertrag zu kündigen, einfacher werden. Ein neues Telekommunikationsgesetz ermöglicht, Handy- und Internetverträge nach Ablauf einer zweijährigen Laufzeit monatlich zu kündigen.

Für Handy- und Internetnutzer wird es einfacher, einen Vertrag zu kündigen.

Bei den meisten Internet- und Mobilfunkanbietern verlängert sich ein laufender Vertrag meist um ein weiteres oder weitere zwei Jahre, hin und wieder auch zu höheren Konditionen. Zudem beinhaltet das neue Gesetz, wie der Focus berichtet, auch das Recht auf schnelles Internet.

Änderungen im Dezember 2021: Recht auf schnelles Internet für alle User

Das Recht auf schnelles Internet bedeutet im Umkehrschluss, dass Kunden eine Entschädigung bekommen können, wenn anstatt der versprochenen 100 Megabit pro Sekunde nur 50 ankommen. Das muss, beispielsweise via Speedtests, nachgewiesen werden.

Falls sich bei einer Störung kein Techniker blicken lässt, beziehungsweise die Störung nicht innerhalb von zwei Tagen behoben ist, kann ein Verbraucher mit Entschädigungen rechnen.

Änderungen im Dezember 2021: Medikamente werden teurer

Allerdings gibt es ab Dezember 2021 auch Nachteile für Verbraucher. Rezeptpflichtige Medikamente werden ab dem 15. Dezember um 20 Cent teurer. Wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) berichtet, sollen die 20 Cent in den Nacht- und Notdienstfonds des Apothekerverbandes fließen.

Am 25. November gab die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) grünes Licht für Impfungen von Kindern von 5 bis 12 Jahren. Theoretisch könnte das Unternehmen Biontech/Pfizer den Impfstoff am 20. Dezember an die EU-Länder liefern. Was noch fehlt: die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Die Empfehlung könnte im Dezember kommen, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)* berichtet hat.

Änderungen im Dezember 2021: Preiserhöhung und Neuerungen bei der Deutschen Bahn

Ab dem 12. Dezember gilt der neue Winterfahrplan 2021/2022. Wie aus einer Mitteilung der Deutschen Bahn hervorgeht, gibt es mehr ICE-Sprinterverbindungen, eine neue Intercity-Linie von Frankfurt nach Dortmund/Münster, eine Fernverkehrsanbindung nach Bremerhaven, neue Nachtzugverbindungen und den Einsatz weiterer ICE 4-Züge.

Ab Bochum gibt es ab Dezember neue Zug-Verbindungen innerhalb Deutschlands.

Für Pendler ist zudem noch wichtig, dass die Tickets, die in NRW schon jetzt nicht günstig sind* sind, teurer werden. Die Preise werden im Fernverkehr im Schnitt um 1,9 Prozent steigen. Die Preise im Nahverkehr steigen um 1,7 Prozent bei den Monatstickets und um 1,9 Prozent bei den Einzeltickets, heißt es vom Verbund der Regionalbahnen (TBNE).

Änderungen im Dezember 2021: Neue Tierversuch-Richtlinien und mögliches Verbot von Feuerwerk

Aufgrund neuer EU-Richtlinien gibt es im Dezember 2021 Neuerungen bei Tierversuchen. Diese müssen jetzt nicht mehr nur gemeldet, sondern auch behördlich genehmigt werden. Das umfasst sowohl die Arzneimittelzulassung, als auch Tierversuche zur Aus-, Fort- oder Weiterbildung, berichtet das RND.

Gibt es ein Verbot von Feuerwerk im Dezember 2021?* Die Gewerkschaft der Polizei, zahlreiche Ärzte, Tier- und Umweltschützer würden, genau wie 2020, ein Verbot von Silvesterfeuerwerk begrüßen. Die Entscheidung wird in den kommenden Wochen fallen.

Außerdem gibt es noch folgende Änderungen: Die 0180er-Service-Telefonnummern werden vereinheitlicht und aus dem Mobilfunknetz günstiger. Das Gesetz zur Regelung des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre in der Telekommunikation und bei Telemedien (TTDSG) tritt in Kraft. User sollen über den Zugang ihrer Informationen selbst entscheiden können. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Dennis Liedschulte/RUHR24, Menahem Kahana/AFP, Zacharie Scheurer/dpa; Collage: RUHR24

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