„Dringend benötigte Kampagne“

Möbelgigant IKEA schockt mit Werbespot - doch Facebook-User sind begeistert

Das Logo der Marke IKEA.
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Möbelgigant IKEA produzierte ein Werbespot um für das Thema der häuslichen Gewalt zu sensibilisieren.

Möbelgigant IKEA hat mit einem Werbespot die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der Inhalt ist erschreckend. Doch die Facebook-User bedanken sich.

  • IKEA thematisiert in einem Video das Thema der häuslichen Gewalt.
  • Das Video gleicht einem Horrorszenario.
  • User zeigen sich begeistert.

München - „Jeden Tag in Deutschland versucht ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Jeden dritten Tag gelingt es ihm“, schriebt Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bei Twitter. Hintergrund war der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November. „Es braucht uns alle, diese Verbrechen zu beenden“, so Maas. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel rief dazu auf, Gewalt gegen Frauen niemals hinzunehmen: „Jeder Einzelne ist aufgefordert, sich einzuschalten, wenn Gewalt droht oder gar geschieht“. Schon am 12. November machte der schwedische Möbelgigant IKEA auf das Thema der häuslichen Gewalt aufmerksam. Der produzierte Werbespot gleicht einem Horrorszenario und soll für das Thema sensibilisieren.

Werbespot von IKEA: „Häusliche Gewalt ist real. Auch wenn sie nicht immer sichtbar ist“

IKEA postete einen Werbespot auf Facebook. Darin wird der Zuschauer durch den Tag einer Frau mitgenommen. Das Video visualisiert das Thema der häuslichen Gewalt auf erschreckende Art und Weise.

Als die Frau zu Beginn des Videos vor einem Spiegel steht, hört man plötzlich ein lautes Klirren. Die Frau erschrickt, dreht sich um. Zu sehen ist ein auf den Boden geworfenes Glas. Sie kniet sich hin und sammelt die Scherben auf. Mit einem lauten Krachen fliegt kurz darauf die Tür des Badezimmers zu - scheinbar aus dem Nichts wie in einem Horrorfilm.. Als die Frau das Haus schließlich verlässt und in ihr Auto steigt, setzt langsame Musik ein.

Sie wirft einen Blick auf das Haus - scheinbar froh zu entkommen. Doch von Entkommen kann eigentlich gar keine Rede sein. In der Arbeit blitzen immer wieder Erinnerungen an die Geschehnisse auf. Beim Abendessen kommt es dann zum Eklat. Wie aus Geisterhand wird ihr der Inhalt ihres Glases in das Gesicht geschüttet, jemand scheint sie mit Gewalt an ihrem Cardigan vom Stuhl zu zerren. Panisch flüchtet die Frau die Treppen hinauf, schließt sich ein, während im Esszimmer der Teller vom Tisch fliegt. Sie greift mit der Hand zum Telefon und wählt eine Nummer.

Bis zu diesem Zeitpunkt ist das gesamte Video über nicht sichtbar, wer der Frau das antut. Das zeigt bildlich auf, wie unsichtbar häusliche Gewalt nach außen oftmals ist. Erst in dem Moment, in dem die Frau zu Hörer greift, wird ein Mann sichtbar. „Häusliche Gewalt ist real. Auch wenn sie nicht immer sichtbar ist“, erscheint kurz darauf in dem Werbespot.

IKEA schockt mit Horror-Werbespot: Facebook-User begeistert

Ikea schrieb dazu auf Facebook: „Bei IKEA glauben wir, dass Zuhause ein sicherer Ort für alle sein soll. Deshalb haben wir beschlossen, in den nächsten Jahren Gewalt bedrohte Frauen zu unterstützen.“

Unter dem Posting pflichten viele User dem Unternehmen bei und sprechen ihr Lob für den Werbespot aus: „Danke, IKEA!“ oder „Tolles Video und dringend benötigte Kampagne!“ Ein anderer Facebook-User schrieb: „Bisher habe ich IKEA als Laden angesehen, in dem ich einfach Möbel und Wohnaccessoires kaufe. Eine angenehme Überraschung für mich und Sie haben ein großes Plus für diese Aktion und Aktivität.“ Indes sorgt der „Black Friday“ für großes Aufsehen. Auf Ebay gibt es eine fiese Betrüger-Masche. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks (mbr)

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