FaceID mit Gesichtsmaske?

Apple und Google mit enormen Corona-Updates - steht der Tracing-App jetzt nichts mehr im Weg?

Die Software-Riesen Apple und Google veröffentlichen ihre großen Corona-Updates. Der Weg für die Corona-Warn-App ist damit frei.

Cupertino, Kalifornien - Die großen Hard- und Softwareentwickler stellen sich derzeit auf die veränderten Umstände angesichts der Coronavirus-Pandemie* ein. Nach einer erfolgreichen Testphase stellte Apple sein neues iPhone-Update iOs 13.5 nun offiziell all seinen Nutzern zur Verfügung. Auch Google veröffentlichte ein neues Android-Betriebssystem. Die Updates beider Hersteller enthalten viele Neuerungen, besonders im Blick auf die Corona-Tracing-App*.

Corona-App auf dem Weg: Apple und Google mit weitreichenden System-Neuerungen

Die größte und meistdiskutierte Veränderungen sind wohl die neuen Smartphone-Schnittstellen von Google und Apple für Corona-Warn-Apps, die nun offiziell verfügbar sind. Der Zugang wurde bereits von 22 Ländern zugesagt, kommende Woche dürften weitere hinzukommen. Pro Land soll nur eine App auf die Schnittstellen zugreifen können, womit ein Flickenteppich aus verschiedenen Anwendungen vermieden werden soll. 

Die Funktion der Apps zur Eindämmung des Coronavirus ist vor allem die Nachverfolgung von Ansteckungen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Anhand der gesammelten Daten soll sich feststellen lassen können, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Beim neuen Konzept der beiden Unternehmen werden Entfernungen per Bluetooth-Signalstärke gemessen. Dafür müssen die Geräte stetig Krypto-Schlüssel austauschen, die sich alle 10 bis 20 Minuten ändern. So werden Bewegungen nachverfolgt, ohne dass einzelne Nutzer nachverfolgbar wären. 

Corona-App auf dem Weg: Deutsche Telekom und SAP entwickeln gemeinsam Warn-App

Konkret würden Nutzer, die den entsprechenden Schlüssel in den vergangenen Tagen empfangen haben, im Falle einer bestätigten Infektion eine Benachrichtigung erhalten. Doch eine Benachrichtigung erhält man erst dann, wenn die Handys mehr als fünf Minuten auf geringem Abstand verbrachten. So könnten ungefährliche Situationen, wie etwa das Vorbeigehen an einem Auto mit infiziertem Fahrer, herausgefiltert werden. 

In Deutschland kann man die brandneue Corona-Tracing-Funktion noch nicht aktivieren, da dies ausschließlich in Verbindung mit einer zugelassenen App möglich ist. Die deutsche Corona-Warn-App* wird aktuell noch von der SAP und der Deutschen Telekom entwickelt, soll jedoch erst in einigen Wochen einsatzbereit sein. Die Entscheidung, ab welcher Nähe und Aufenthaltsdauer von einem Infektionsrisiko ausgegangen wird, liegt dabei bei der lokalen Gesundheitsbehörde.

Corona-App auf dem Weg: Apple überrascht mit mehr Features 

Eine weitere Funktion von iOs 13.5 ist die aktualisierte Face ID, die nun Schutzmasken* im Gesicht feststellt. Das Gerät führt den Nutzer bei Erkennung eines Mund-Nase-Schutzes* direkt auf die Passcode-Eingabe, womit das Entsperren künftig schneller geht. Im Group Facetime wird nun automatisch auf die Person gezoomt, die gerade spricht. Zudem wurden auch Sicherheitslücken geschlossen, wie etwa die Mail-Lücke, die potenziellen Angreifern den Zugang zum Postfach des Handynutzers ermöglichte. 

ajr

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das Coronavirus kann auch leicht auf Säuglinge übertragen werden, wie deutsche Forscher herausfanden.

Rubriklistenbild: © dpa / Liu Changchang

Auch interessant:

Meistgelesen

Staub wischen: Mit diesen effektiven Tipps wird die lästige Hausarbeit zum Kinderspiel
Staub wischen: Mit diesen effektiven Tipps wird die lästige Hausarbeit zum Kinderspiel
Lidl-Mitarbeiterin klagt über erschreckende Corona-Fehler - „Vielleicht muss erst einer sterben“
Lidl-Mitarbeiterin klagt über erschreckende Corona-Fehler - „Vielleicht muss erst einer sterben“
Wireless-Kopfhörer bei Stiftung Warentest: Das taugen die Airpod-Imitate
Wireless-Kopfhörer bei Stiftung Warentest: Das taugen die Airpod-Imitate
Pflaster im Rückruf: Achtung! Hansaplast warnt vor Bakterien
Pflaster im Rückruf: Achtung! Hansaplast warnt vor Bakterien

Kommentare