Produkte werden bundesweit verkauft

Verzehr kann krebserregend sein: Schimmelpilzgift in Fruchtriegeln entdeckt

Enthalten eine gefährliche Zutat: Zwei Fruchtriegel-Sorten aus dem Hause Lubs werden zurückgerufen.
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Enthalten eine gefährliche Zutat: Zwei Fruchtriegel-Sorten aus dem Hause Lubs werden zurückgerufen.

Gleich zwei Sorten Fruchtriegel ruft ein Unternehmen aus der Bio-Branche zurück. In diesen steckt eine Zutat, die zu Nierenschädigung und Krebserkrankung führen kann.

  • Zwei Fruchtriegel-Sorten werden wegen einer Zutat zurückgerufen.
  • In den betroffenen Chargen wurde ein krebserregendes Gift festgestellt.
  • Das Unternehmen beliefert bestimmte Supermärkte bundesweit.

Lübeck/München - Eigentlich sollen sie für eine Erfrischung im Mund sorgen und mit ihrem fruchtigen Geschmack überzeugen. Doch von einigen der Fruchtriegel aus dem Hause der Lübecker Lubs GmbH geht stattdessen Gefahr für die Gesundheit des Konsumenten aus. Dabei handelt es sich um die Geschmacksrichtungen Mandel-Vanille und Banane-Mandel. Diese werden zurückgerufen.

Dem norddeutschen Unternehmen zufolge wurde bei einer routinemäßigen Überprüfung in einer Charge türkischer Feigen ein erhöhter Gehalt an Ochratoxin-A - kurz: OTA - festgestellt. Dieses Schimmelpilzgift kann „bei stark erhöhter Langzeitaufnahme“ die Nieren schädigen und krebserregend wirken. Zugleich teilt Lubs mit, dass der Wert bei „den zuvor vorliegenden Analysen des Lieferanten“ deutlich unterhalb der erforderten Grenze gelegen habe.

Rückruf von Fruchtriegeln: Insgesamt sieben Chargen betroffen

Beim Fruchtriegel Mandel-Vanille sind die Artikel mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 14. Oktober 2020, 11. November 2020 und 12. Dezember 2020 betroffen, bei Banane-Mandel sind es Produkte, die bis zum 23. September 2020, 20. Oktober 2020, 13. November 2020 und 12. Dezember 2020 haltbar sind. Diese Riegel können nach Unternehmensangaben gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbelegs zurückgegeben werden.

Die Riegel bestehen zu etwa 20 Prozent aus Feigen. Lubs arbeitet nach eigenen Angaben ausschließlich mit Zutaten aus ökologischem Anbau. Die betroffenen Produkte werden bundesweit in erster Linie in Bio-Supermärkten verkauft. Das 1982 gegründete Unternehmen liefert aber auch in mehr als 20 weitere Länder, darunter Österreich, Polen, Frankreich, Spanien, Japan oder Singapur.

Rückruf von Fruchtriegeln: Unternehmen gibt Informationen via Mail und Telefon

Für weitere Informationen zum Rückruf können sich Interessierte auf zwei Wegen an Lubs wenden: per Mail über info@lubs.de oder per Telefon unter der 0451/5860670.

Weil auf den Packungen ein falsches Verbrauchsdatum ausgewiesen wird, ruft ein Großhändler ein Wildlachs-Produkt umgehend zurück. Ein Fahrrad-Kindersitz birgt Gefahr für die Kleinen und wird deshalb ebenfalls zurückgerufen. Ein weiterer Rückruf betrifft ein beliebtes Babyprodukt von Philips - hier besteht Brandgefahr.

Nachdem eine Kundin einen gefährlichen Fund in einem Rewe-Lebensmittel macht, reagiert das Unternehmen umgehend. Mit einem eigenartigen Foto von einem Bio-Produkt sorgt eine andere Rewe-Kundin zunächst für Verwunderung und dann für Ekel.

Auch frisches Obst kann natürlich von einer Rückrufaktion betroffen sein: Derzeit rufen die Supermarktketten Rewe und Penny Trauben zurück. Wer dort also kürzlich in der Obstabteilung eingekauft hat, für den gilt Vorsicht. Nicht nur Lebensmittel werden zurückgerufen, auch Mundschutz-Masken sind aktuell von einem Rückruf betroffen, darüber berichtet hna.de*.

mg

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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