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Gesundheitsgefahr: Rückruf nach gefährlicher Entdeckung in populärem „Italien-Snack“

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Von: Patrick Huljina

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Grissini-Brotstangen sind ein beliebter Snack aus Italien. Ein Unternehmen aus Österreich ruft nun drei Produkte zurück, bei denen der Sesam verunreinigt ist.

München/Mäder - Immer wieder gibt es Produkt-Rückrufe* von Lebensmitteln, die auf eine Gefährdung durch verunreinigten Sesam zurückzuführen sind. Diesmal ist ein bekannter „Italien“-Snack betroffen.

Produkt-Rückruf: Sesam in Grissini-Brotgebäckstangen mit Ethylenoxid belastet

„Während einer Eigenkontrolle wurde festgestellt, dass bei dem im Produkt enthaltenen Sesam der Maximalwert der Substanz Ethylenoxid überschritten wurde“, heißt es in der Mitteilung der österreichischen Gunz Warenhandels GmbH. Bei den zurückgerufenen Produkten der Marke „STIRATINI“ handelt es sich um drei verschiedene Ausführungen von Grissini-Brotgebäckstangen, die den verunreinigten Sesam enthalten. Die dünnen Brotstangen zählen in Italien zur kulinarischen Tradition und sind ein beliebter Snack.

Laut der Mitteilung des Unternehmens, gilt der Rückruf* für folgende Produkte:

Die Gunz Warenhandels GmbH teilt zudem mit, dass lediglich Produkte mit einem der folgenden Mindesthaltbarkeitsdaten von der Gefährdung betroffen sind:

Verbraucher werden gebeten, die entsprechenden Produkte in die Verkaufsstätte zu retournieren. „Der Kaufpreis für das Produkt wird Ihnen selbstverständlich rückerstattet“, versichert das Unternehmen. „Alle notwendigen Maßnahmen wurden bereits getroffen, um einen solchen Vorfall für die Zukunft zu vermeiden.“

Grissini-Brotgebäckstangen zählen in Italien zur kulinarischen Tradition und sind ein beliebter Snack.
Grissini-Brotgebäckstangen zählen in Italien zur kulinarischen Tradition und sind ein beliebter Snack. (Symbolbild) © YAY Micro/imago-images

Produkt-Rückruf: Ethylenoxid ist hochgefährlich - verunreinigter Sesam kein Einzelfall

Die Substanz, die zur Verunreinigung des Sesams in den betroffenen Snacks geführt hat, ist hochgefährlich. Ethylenoxid wird als Desinfektionsmittel für Nahrungsmittel, organische Dämmstoffe, Textilfasern und medizinische Geräte verwendet. Die Chemikalie ist giftig und krebserregend. Zu den kurzfristigen Symptomen werden Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Übelkeit und in schlimmeren Fällen Zuckungen und Krämpfe bis hin zu einem komatösen Zustand gezählt. In Deutschland ist der Einsatz von Ethylenoxid im Lebensmittelbereich seit 1981 verboten.

Bereits im vergangenen Dezember gab es einen Rückruf für einen „Italien“-Snack. Damals hat ein Unternehmen aus Tschechien ebenfalls Grissini-Stangen aufgrund von Rückständen von Ethylenoxid im Sesam zurückgerufen. (ph) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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