Rettung für die Pflanzen

Spinnmilben bekämpfen: Befallene Zimmerpflanzen mit Öl-Trick behandeln

Spinnmilben zählen zu den hartnäckigsten Schädlingen an Zimmerpflanzen. Ein einfacher Trick kann helfen, sie fernzuhalten.

Deutschland – Wenn der Garten im Herbst und Winter karg und braun daherkommt, sorgen Zimmerpflanzen auf der Fensterbank für Farbtupfer. Ärgerlich nur, wenn die Topfpflanzen plötzlich von Spinnmilben befallen sind. Wer dem Befall vorbeugen möchte, sollte auf einen einfachen Trick setzen, weiß RUHR24*.

Spinnmilbenwissenschaftlicher Name: Tetranychidae
UnterklasseMilben (Acari)
Artenca. 1.200

Spinnmilben-Befall: Häufiges Problem bei Zimmerpflanzen

Spinnmilben sind typische Schädlinge an Zimmerpflanzen im Winter. Nicht nur Zierpflanzen, die das ganze Jahr über auf der Fensterbank stehen, können davon betroffen sein, sondern auch Pflanzen wie beispielsweise der Oleander*, die zum Überwintern reingeholt werden.

Die winzigen Schädlinge sind dabei nicht nur unschön anzuschauen, sie können für die Pflanzen auch gefährlich werden. Meistens verbreiten sie sich sehr schnell. Und ist der Befall erst einmal stark ausgeprägt, können die Zimmerpflanzen eingehen.

Spinnmilben bekämpfen: So erkennt man die winzigen Schädlinge

Wie mdr.de erklärt, saugen die Tierchen sich an den Blättern fest und sondern dabei Gift ab. Erste Anzeichen sind demnach kleine silbrige oder gelbliche Punkte auf den Blättern. Die Tierchen selbst sind mit einer Größe von 0,25 bis 0,8 Millimeter ohne Lupe kaum sichtbar, erklärt Mein-Schöner-Garten.de.

Sind bereits ihre Gespinste zu erkennen, ist die Bekämpfung der Spinnmilben zumeist sehr aufwendig und zeitintensiv, wie 24garten.de weiß*. Oftmals sind die Pflanzen dann gar nicht mehr zu retten.

Spinnmilben loswerden: Pflanzen vor dem Überwintern absuchen

Das beste Mittel gegen Spinnmilben ist es dementsprechend, sie direkt fernzuhalten. Für Blumen, die aus dem Garten* zum Überwintern reingeholt werden, gilt daher grundsätzlich: Bevor sie ins Winterquartier kommen, sollten sie gründlich abgesucht werden, damit sich die Schädlinge nicht weiter vermehren.

Pflanzen, die im kühlen Keller oder der unbeheizten Garage über den Winter gebracht werden, sind insgesamt aber weniger anfällig für einen Befall als die Zierpflanze auf der Fensterbank. Der Grund: Spinnmilben lieben es warm und trocken.

Spinnmilben an Zimmerpflanzen: Die Schädlinge mögen es warm und trocken

Gerade Zimmerpflanzen, die an einem warmen Standort stehen, sind demnach häufig von den Schädlingen befallen. Daher gilt: Wer seine Heizung, wie oft üblich, direkt unter der Fensterbank hat, sollte für seine Zierpflanzen im Winter bestenfalls einen anderen Platz suchen. Sie sind dann auf einem Regal oder einem Hängeschrank besser aufgehoben.

Zudem sollte die Raum-Temperatur zwischen 20 und 22 Grad liegen – nicht darüber. Pflanzen-Liebhaber, die auf die Fensterbank als Stellplatz nicht verzichten möchten oder es grundsätzlich gern warm im Raum haben, können aber im Winter einen anderen Trick ausprobieren, um Spinnmilben dennoch fernzuhalten.

Gefahr durch Spinnmilben – Zimmerpflanzen sind häufig befallen.

Simpler Trick gegen Spinnmilben – die Luftfeuchtigkeit erhöhen

Konkret geht es dabei um die Luftfeuchtigkeit im Raum. Denn stehen die Pflanzen im Winter auf einer Fensterbank über der Heizung, kann es helfen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Dabei sind verschiedene, simple Methoden möglich:

  • Das Portal plantopia.de empfiehlt, einen breiten Pflanzen-Untersetzer zu wählen und diesen mit Wasser zu füllen. Das langsam verdampfende Wasser sorgt für feuchtere Luft.
  • Gartenjournal.net rät dazu, stets ein Schälchen mit Wasser auf die Heizung zu stellen. Auch damit lässt sich die Luftfeuchtigkeit erhöhen.
  • Ebenfalls empfehlenswert gegen Spinnmilben sind spezielle Luftbefeuchter für die Heizung.
  • Zusätzlich kann es hilfreich sein, die Pflanze regelmäßig mit einer Sprühflasche mit Wasser zu benetzen.

Die höhere Luftfeuchtigkeit rund um die Pflanze sorgt dafür, dass sich die Milben nicht wohlfühlen – und sie bleiben ihr fern.

Sollte die Zimmerpflanze trotz dieser Maßnahmen von Spinnmilben heimgesucht werden, ist es möglich, dass sie bereits geschwächt ist. Kranke Pflanzen sind grundsätzlich anfälliger für Schädlinge.

Spinnmilben bekämpfen: Hausmittel mit Speiseöl und Spülmittel haben sich bewährt

Ist es zum Vorbeugen bereits zu spät, empfehlen Gartenexperten verschiedenste Hausmittel und Methoden gegen Spinnmilben. Laut gartenjournal.net sind Lösungen mit Speiseöl und Spülmittel am effektivsten.

Mdr.de empfiehlt beispielsweise dieses Mittel mit Rapsöl und Spülmittel: Einen Teil Rapsöl mit vier Teilen Wasser und etwas Spülmittel mischen und damit die Pflanze im Abstand von zehn Tagen besprühen. Da nicht alle Zimmerpflanzen das Rapsöl vertragen, die Methode zunächst an einem Blatt ausprobieren.

Spinnmilben bekämpfen: Befallene Pflanzen müssen in Quarantäne

Eine weitere Methode ist es, der befallenen Pflanze eine Quarantäne aufzuerlegen. Sie sollte unbedingt separat stehen, sodass sich der Befall nicht auf andere Pflanzen ausbreitet.

Um die Schädlinge abzutöten, empfehlen sowohl Utopia.de als auch gartenjournal.net dann folgendes Vorgehen:

  • Die Pflanze in der Dusche gründlich abbrausen. Dabei mit den Fingern vorsichtig die Blätter abstreifen.
  • Einen transparenten Kunststoffbeutel über die Pflanze stülpen und ihn über dem Erdballen festbinden.
  • Die Pflanze so zwei Wochen stehen lassen.

Auch bei dieser Methode hilft Luftfeuchtigkeit gegen die fiesen Tierchen. Im Inneren des Beutels erhöht sich die Luftfeuchtigkeit, sodass die Spinnmilben absterben. *RUHR24 und 24garten.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa, D. Harms/dpa; Collage: RUHR24

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