Energiepreise in Deutschland steigen

Strom- und Heizkosten explodieren: Mit diesen Tricks sparen Verbraucher

Die Preise für Strom und Gas in Deutschland schießen in die Höhe. Doch Verbraucher können mit ein paar einfachen Tricks jede Menge Geld sparen. 

Update, 20. April 2022: Schon Ende 2021 wuchs die Sorge aufgrund von steigenden Strom- und Gas-Preisen. Durch den Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland spitzt sich die Lage immer weiter zu. Auch die Spritpreise sind in die Höhe geschossen*, wie echo24.de* berichtete. Experten geben eine düstere Prognose für die weitere Entwicklung der Energiekosten* ab und sprechen von einer regelrechten Panikentwicklung auf den Märkten.

Umso wichtiger ist es, momentan nicht das Geld unnötig zum Fenster raus zu werfen und mit den Ressourcen bewusst umzugehen. Mit einigen Tricks können Verbraucher beim Heizen und Strombeziehen viel Geld sparen.

Hohe Strom- und Heizkosten: Mit diesen Tricks sparen Verbraucher viel Geld

Weiter unten im Artikel wird auf die Tipps und Tricks genauer eingegangen. Hier schon mal eine Übersicht über einige Punkte, die Verbraucher beachten sollten, um Energie und letztendlich bares Geld zu sparen:

  • Stoßlüften statt Dauerlüften, gezielt Heizen statt Dauerheizen.
  • Ein- und Ausschaltzeiten an der Heizung einprogrammieren.
  • Digital programmierbare und steuerbare Heizkörperthermostate nutzen, um in jedem Raum den Heiz-Rhythmus individuell an den Bedarf anzupassen.
  • Licht ausmachen beim Verlassen eines Raumes.
  • Geräte ausschalten, nicht im Stand-By-Modus lassen.
  • Nutzung von Mehrfachsteckdosen.
  • In stromsparende Geräte investieren.
  • Energieeffiziente Glühbirnen verweden.

Viel mehr machen, als die Tipps zu beherzigen und Energie zu sparen, können Verbraucher derzeit nicht tun. Auf die Frage der Deutschen-Presse-Agentur (dpa), was Verbraucher tun können, wenn sie eine Erhöhungsmitteilung bekommen, antwortete Udo Siverding, Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: „Gucken und vergleichen, wie schrecklich es ist.“ Gegebenenfalls kann es helfen, den Anbieter zu wechseln. Doch allzu große Hoffnungen, dass es bei einem anderen Anbieter deutlich billiger ist, sollten sich Verbraucher nicht machen.

Bleibt nur noch, auf das im Februar von der Ampel-Koalition beschlossene Entlastungspaket zu hoffen: Ein zentraler Baustein ist die auf Juli vorgezogene Abschaffung der EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom. Die Koalition erwartet, dass die Energieversorger die Entlastung in vollem Umfang an die Haushalte weitergeben. Laut Verivox würde dies für einen Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4000 Kilowattstunden in diesem Jahr für rund 89 Euro Entlastung sorgen.

Steigende Strom- und Gaspreise: Entlastungspaket der Ampel reicht laut Experten nicht

Teil des Entlastungspakets ist auch ein einmaliger Heizkostenzuschuss für Geringverdiener. Er soll im Sommer ausgezahlt werden. Ein Single-Haushalt soll im Sommer einen Zuschuss in Höhe von 135 Euro bekommen, Familien entsprechend mehr. Viel zu wenig, sagen Verbraucherschützer.

„Bei weiter stark steigenden Energiepreisen müssen insbesondere Haushalte mit niedrigem Einkommen auch stärker unterstützt werden als noch vor wenigen Wochen angenommen“, schrieb Energieexperte Thomas Engelke vom Verbraucherzentrale Bundesverband am Dienstag auf Twitter. Der Heizkostenzuschuss müsse seiner Meinung nach auf deutlich über 500 Euro angehoben werden, wie die dpa berichtet.

Steigende Energiepreise: So sparen Verbraucher Strom und Gas

Erstmeldung, 4. November 2021: Die Strom- und Gaspreise schießen in Deutschland weiter in die Höhe. In der Politik werden Forderungen nach Entlastungen für Verbraucher lauter. Die Linke beispielsweise schlägt eine Einmalzahlung von 200 Euro vor, die zum 1. Dezember an rund 13 Millionen armutsgefährdete Menschen ausgezahlt werden sollte. Doch abgesehen von den Bemühungen der Politik gibt es ein paar Dinge, die Verbraucher selbst beachten können, um die jährliche Strom- und Heizkostenabrechnung zu senken – echo24.de* verrät, welche.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat einige hilfreiche Tipps veröffentlicht, mit denen Strom sowie Gas und damit bares Geld gespart werden kann. Zuerst zum Thema Heizen: Die Heizung sollte individuell auf den tatsächlichen Wärmebedarf des Haushalts eingestellt sein, schreibt die Verbraucherzentrale. Dabei sollten die programmierten Ein- und Ausschaltzeiten der Heizung überprüft werden.

Strom- und Gaspreise steigen: So können Verbraucher Heizkosten aktiv verringern

Vor allem die individuellen Aufsteh- und Schlafenszeiten spielen eine große Rolle. Idealerweise sollte die Raumtemperatur vor allem im Schlafzimmer nachts auf etwa 17 Grad Celsius absinken. Das ist nicht nur die beste Temperatur zum Schlafen, sondern spart auch Strom und Gas. Auch tagsüber sollte das Schlafzimmer nicht hochgeheizt werden, da sonst am Abend die Wärme nur unnötig rausgelüftet werden muss.

Um gezielter kontrollieren zu können, auf wie viel Grad wann geheizt wird, kann es auch Sinn ergeben, etwas Geld in die Hand zu nehmen und einen digital programmierbares und steuerbares Heizkörperthermostat zu kaufen. Die sind zwar nicht ganz billig, dafür kann allerdings auf lange Sicht gespart werden. Denn statt die Heizung beispielsweise konstant auf Stufe 5 laufen zu lassen, erkennt ein smartes Heizkörperthermostat die Raumtemperatur und heizt automatisch weniger, wenn die eingestellte Wohlfühltemperatur im Raum erreicht ist.

Zudem kann auch programmiert werden, zu welchen Tagen und Uhrzeiten auf welche Temperatur geheizt werden soll. Sie sind immer zwei Tage im Büro und drei Tage im Homeoffice? Dann ist es möglich, den Regler so zu programmieren, dass das Arbeitszimmer nur an den drei Homeoffice-Tagen beheizt wird. So können langfristig unnötige Heizkosten verringert werden, da nicht mehr daran gedacht werden muss, den Heizkörper zuzudrehen.

Hohe Strom- und Heizkostenabrechnung: So sparen Verbraucher Strom

Und nun zum Thema Strom sparen: Licht ausmachen, wenn der Raum verlassen wird und Geräte nach dem Benutzen ausschalten, versteht sich eigentlich von selbst. Dennoch gibt es einen wichtigen Punkt, den Verbraucher unbedingt beachten sollten. Denn der Stand-By-Betrieb von Elektrogeräten – etwa von Fernsehern, Stereoanlagen oder der Kaffeemaschine – „von 20 bis 24 Stunden am Tag kann in einem durchschnittlichen Haushalt Kosten von über 70 Euro im Jahr verursachen“, schreibt die Verbraucherzentrale.

„Die Stereoanlage hat mit 20 Euro den größten Anteil an diesem Verbrauch. Ein Computer mit angeschlossenem Drucker verursacht immerhin Kosten von 17 Euro im Stand-By-Betrieb“, heißt es. Daher der Tipp: Zwischen den Elektrogeräten und der Steckdose sollten Steckerleisten installiert werden, so können mehrere Geräte gleichzeitig ausgeschaltet werden, statt sie nur in den Stand-By-Modus zu setzen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sie einen „echten“ Aus-Schalter besitzen. Alternativ kann natürlich auch bei jedem einzelnen Gerät nach dem Benutzen klassisch der Stecker gezogen werden.

Hohe Strom- und Heizkostenabrechnung? Geld sparen mit diesen Tricks

Zum Thema Licht rät die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: „Achten Sie beim Kauf auf die Kelvin-Angabe (K): 2.700 K versprechen ein warmes Licht und senken dennoch die Stromrechnung. Wer tageslichtweiß bevorzugt, wählt 5.000 K und mehr.“ Allgemein sollten alte Glühbirnen durch moderne LEDs ausgetauscht werden.

Zuletzt sollte generell bei Neuanschaffungen auf einen niedrigen Verbrauch geachtet werden. Auch wenn die Produkte beim Kauf eventuell in der Stromspar-Variante etwas teurer sind, rechnet sich das Einsparen von hohen Stromkosten auf viele Jahre gesehen eindeutig – vor allem bei Energie-Fressern wie Kühl- und Gefrierschränken, Waschmaschinen und Trockner.

Übrigens: Nicht nur beim Heizen und Stromverbrauch kann mit ein paar wenigen Tricks ordentlich gespart werden. Auch im Supermarkt gibt es ein paar fiese Einkaufsfallen, durch die Kunden tiefer in die Tasche greifen müssen. *echo24.de verrät, welche Tricks Kunden kennen sollten, um beim Einkaufen zu sparen*. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Robert Günther/dpa

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