Vor Weihnachten und Silvester

Rückruf von TK-Lebensmittel: Experten entdecken Antibiotika-Rückstände

Eine Packung eines Antibiotikums liegt auf einem Tisch einer Apotheke.
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In einem TK-Lebensmittel wurden Rückstände eines Antibiotikums gefunden. Das Produkt befindet sich deshalb im Rückruf. (Symbolbild)

Ein TK-Lebensmittel ist derzeit wegen der Belastung mit Antibiotika von einem Rückruf betroffen. Das Produkt kann an jeder Verkaufsstelle zurückgegeben werden.

  • Aktueller Rückruf*: Zu hoher Wert an Antibiotika festgestellt.
  • Ein beliebtes TK-Lebensmittel ist vor Weihnachten im Rückruf.
  • Das Lebensmittel war zwischen März und Juli 2020 im Handel erhältlich.

Kassel - Gerade zu Weihnachten oder Silvester kommen in vielen Haushalten Garnelen auf den Tisch. Oft wird das beliebte Lebensmittel auch in tiefgekühlter Variante (TK) gekauft und länger aufbewahrt.

Doch Vorsicht: Derzeit gibt es einen Rückruf* für TK-Garnelen aus dem Hause All-Fish Handelsgesellschaft mbH. In diesen ist ein zu hoher Gehalt von Antibiotika festgestellt worden. Es wird vom Verzehr abgeraten.

Von Rückruf betroffen: TK-Garnelen-Spieße von All-Fish.

Rückruf von TK-Garnelen: Dieses Produkt ist von dem Lebensmittel-Rückruf betroffen

Der Rückruf betrifft das Produkt „TK-Garnelen-Spieße, 800g netto“. Auf dem Verbraucherportal lebensmittelwarnung.eu wurde der Rückruf veröffentlicht. Auch auf dem Verbraucherportal produktwarnung.eu ist der Rückruf zu finden. Laut diesem war das Produkt zwischen März und Juli 2020 erhältlich. Als Haltbarkeitsdatum ist auf dem Produkt Ende des Jahre 2020 angegeben.

Zudem findet sich die Losnummer L 1/20/F-16-ALL-FISH VN016II001 auf den betroffenen TK-Lebensmitteln. In welchen Märkten das TK-Lebensmittel konkret erhältlich war, ist aus dem Rückruf nicht ersichtlich. Es wird lediglich darauf verwiesen, dass es vor allem bei Großmärkten zu kaufen war. Hier finden Sie alle Eckdaten des betroffenen Lebensmittels auf einen Blick:

  • Hersteller: All-Fish Handelsgesellschaft mbH
  • Artikel-Name: TK- Garnelen-Spieße
  • Gewicht: 800g netto
  • Los Nummer: L 1/20/F-16-ALL-FISH VN016II001
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): Bis Ende 2022
  • EU-Zulassungsnummer: DL 16 – Vietnam 
  • Zeitraum des Vertriebs: März bis Juli 2020

TK-Rückruf: Garnelen sind mit Antibiotika verunreinigt

Von dem TK-Rückruf sind nur Produkte mit den oben aufgelisteten Daten betroffen. Die Verunreinigung von dem Lebensmittel ist bei einer betriebsinternen Kontrolle festgestellt worden. Eine getestete Probe wies eine Überschreitung eines Grenzwertes von Antibiotika auf.

Aufgrund dieser Probe hat die All-Fish mbh das betroffene Lebensmittel umgehend aus dem Verkauf nehmen lassen. Die vom Rückruf betroffenen Produkte können in der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgegeben werden. Die Website des Bundes und der Länder lässt darauf schliessen, dass das Lebensmittel in folgenden Bundesländern erhältlich war:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Bremen
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

TK-Garnelen sind kein Einzelfall: So kommt es zu Rückrufen in Deutschland

Wenn ein Lebensmittel zu einer Gesundheitsgefährdung führen kann, kommt es in Deutschland zu einem Rückruf. Das betroffene Produkt wird meist von dem Hersteller selbst zurückgerufen. Hierzu ist der Hersteller nach dem Produktsicherheitsgesetz verpflichtet, wenn ihm eine Gefahr auffällt.

Auf dem Online-Portal lebensmittelwarnung.de veröffentlichen die Länder und der Bund Rückrufe. Auch auf dem Portal produktwarnung.eu werden Rückrufe veröffentlicht. Wenn der Hersteller nicht zurückruft, werden die Verbraucher von der zuständigen Behörde informiert. 

Rückruf von Lebensmitteln: Eine Rücknahme im Lebensmittelbereich ist nicht immer verpflichtend

Die Rücknahme von Produkten aus dem Lebensmittelbereich ist nur verpflichtend, wenn diese nicht zum Verzehr geeignet sind oder eine Schädigung der Gesundheit durch sie entstehen kann. Bei reinen Qualitätsmängeln ist es also reiner Kundenservice, wenn das Produkt zurückgegeben werden kann.

Zu Rücknahmen kommt es häufig auch, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Wenn ein Unternehmen vor dem Verkaufsstart eines Produktes Mängel feststellt, können sie das betroffene Produkt aus dem Handel zurückziehen. So umgehen sie einen Verlust ihres Images. (Lucas Maier) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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