Zoff im Hausflur

Bewohner macht aus Treppenhaus einen Marktplatz - "Spießer" beschweren sich

Was die Nutzung des Treppenhauses angeht, scheiden sich oft die Geister - das zeigt sich gerade in Berlin, wo ein Bewohner sich partout nicht an die Hausordnung hält.

Das Treppenhaus ist oft der Quell von Nachbarschaftsstreitigkeiten - die einen hinterlassen es dreckig, die anderen stellen ihre Sachen unerlaubt dort ab und behindern damit andere Bewohner. So wie auch in einem Fall in Berlin, der gerade durchs Netz geistert.

Bewohner wird abgemahnt - aber keine Einsicht?

Hier versuchte ein Bewohner wohl das Treppenhaus als Marktplatz zu nutzen und eigene Habseligkeiten zu verkaufen oder zu verschenken. Dies stieß jedoch der Hausverwaltung sauer auf - und es folgte prompt die Abmahnung: "Wir bitten die Verursacher, diese Gegenstände unverzüglich, spätestens bis zum 15.04.2018, fachgerecht zu entsorgen. Das Treppenhaus ist kein Marktplatz. Treppenhäuser sind im Notfall auch Fluchtwege. Daher ist das Ablagern von Gegenständen aller Art polizeilich verboten."

Der Verursacher oder ein anderer Bewohner - genau ist dies nicht bekannt - zeigte sich jedoch uneinsichtig. Nun finden sich unter dem Hinweis der Hausverwaltung in Handschrift folgende Worte: "Spießer! Freut euch lieber, dass es in dieser Welt noch Menschen gibt, die (sich aus-)tauschen wollen."

Auch interessant: Nachbar hinterlässt wütenden Zettel - und macht sich lächerlich.

Dürfen Dinge einfach im Hausflur abgelegt werden?

Allerdings ist die Hausverwaltung mit ihrer Forderung durchaus im Recht. Das Treppenhaus und der Hausflur zählen zu den Gemeinschaftsflächen der Bewohner und unterliegen deshalb besonderen Einschränkungen, wie es auf dem Online-Portal Anwalt.de heißt. So darf in der Hausordnung verboten werden, bestimmte Gegenstände, die andere Mieter hindern oder Fluchtwege versperren, dort abzustellen.

Nur, wenn in der Hausordnung nichts genaueres geregelt ist, dürfen zumindest Kinderwagen, Rollator und Rollstuhl oder auch Schuhe dort platziert werden, solange sie niemandem im Weg sind – was bei dem oberen Fall wohl nicht zutraf.

Wer Dinge zu verschenken hat, darf dies außerdem nur auf dem eigenen Grundstück, wie etwa der Garageneinfahrt machen - nicht jedoch auf der Straße.

Passend dazu: Nachbar beschwert sich über Kinderwagen - und bekommt heftige Quittung.

So reagiert das Netz auf den Aushang

Ähnlich sehen es auch die Instagram-Nutzer, die auf den Aushang aufmerksam wurden: "Naja, lieber Spießer als im Brandfall über eine Matratze oder eine Kommode gestolpert und die Treppe runtergefallen, nur weil irgendein Idiot keinen Sperrmüll ordnungsgemäß entsorgen wollte. Zur Not einfach einen Zettel mit 'Sofa/Matratze zu verschenken!' ans schwarze Brett im Hausflur hängen und das Zeug solange noch in der eigenen Wohnung aufbewahren, bis es jemand haben will, anstatt ganze Möbel so sorglos zu deponieren, für deren Entsorgung man zu faul ist", heißt es dort zum Beispiel.

Lesen Sie auch: Hilfe, Trotzphase! Dieser kuriose Aushang sorgt für Lacher im Netz.

Rubriklistenbild: © Instagram/notesofberlin

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