Faktencheck

Diesen Fehler beim Frühjahrsputz machen auch Sie

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Hätten Sie's gedacht? Beim Frühjahrsputz kann man auch viel falsch machen.

Alle Jahre wieder geht es an den Frühjahrsputz - und jedes Mal machen wir denselben Fehler. Alles dazu und weitere interessante Fakten zum Großputz finden Sie hier.

Verstaubtes Thema "Frühjahrsputz"? Von wegen: Immer noch 80 Prozent der Deutschen widmen sich bei den ersten Sonnenstrahlen dem großen Reinemachen. Doch warum findet es ausgerechnet im Frühjahr statt und gibt es Dinge, die Sie trotz alljährlicher Routine immer noch falsch putzen?

Das Online-Portal Helpling verrät zehn wissenswerte Fakten für einen rundum gelungenen Putzeinsatz. Denn wussten Sie, ... 

1. ...was Sie beim Putzen garantiert immer falsch gemacht haben?

Ihr Putzwasser stellen Sie mit einer Kappe Allzweckreiniger und warmem Wasser her? Vorsicht - grober Fehler. Die meisten Allzweckreiniger enthalten Alkohol, der bei Wärme verdampft und so seine Reinigungskraft verliert. Diese Mittel sind Kaltreiniger und entfalten dementsprechend ihre volle Wirkung nur in kaltem Wasser! Besondere Vorsicht ist bei Sanitärreinigern geboten: Durch warmes Wasser können giftige Dämpfe aufsteigen.

2. …warum der Großputz ausgerechnet im Frühjahr stattfindet?

Der Frühjahrsputz ist in vielen Kulturen eine jahrhundertealte Tradition und dient gleichzeitig einem pragmatischen Zweck: Als noch mit Holz und Kohle geheizt wurde, sind die Möbel durch den Ruß stark eingestaubt. Mit dem Frühjahr endete die Heizsaison - es lohnte sich also, groß sauber zu machen. Heutzutage widmen sich 60 Prozent der Deutschen dem Frühjahrsputz. Zudem nehmen sich über 80 Prozent vor, von Grund auf auszumisten.

3. ...warum Sie den Frühjahrsputz auf keinen Fall ausfallen lassen sollten?

Schon unsere Eltern mahnten: "Ist dein Zimmer aufgeräumt, ist auch dein Kopf aufgeräumt." Darin steckt ein Fünkchen Wahrheit. Insbesondere unser Körper reagiert auf jede Räumlichkeit mit Signalen, wie zum Beispiel einer anderen Puls- oder Atemfrequenz. Der Frühjahrsputz ist also wahrhaftig Balsam für die Seele!

4. …wie viele Tage Sie wirklich für den Frühjahrsputz benötigen?

15 gegen vier Stunden: Während Frauen ein knappes Wochenende mit dem Frühjahrsputz verbringen, befassen sich Männer durchschnittlich einen Nachmittag lang mit dem Staubwedel. Doch eine magische Zahl für die Dauer eines Frühjahrsputzes gibt es nicht.

Unser Tipp: Halten Sie sich nicht an feste Stundenvorgaben, sondern gehen besser Raum für Raum vor. Kümmern Sie sich zuerst um das Bad, dann um die Küche, usw. So dauert der Frühjahrsputz zwar etwas länger – doch Sie schaffen auch das, was Sie sich vornehmen.

Hier finden Sie eine Schritt für Schritt Anleitung für Ihren Frühjahrsputz.

5. ...was Sie beim Frühjahrsputz auf jeden Fall reinigen sollten?

Legen Sie selbst fest, worauf es Ihnen wirklich ankommt. Laut einer amerikanischen Umfrage steht der Fensterputz ganz oben auf der Liste, gefolgt vom Waschen der Gardinen. Nehmen Sie sich im besten Fall das vor, was bei Ihrer Putzroutine sonst immer außen vor bleibt: Die verstaubte Ecke hinter dem Bett, die graue Schicht auf den hohen Küchenschränken oder der Teppich, der dringend ausgeklopft werden sollte.

6. ...Sie spätestens zum Frühjahrsputz den Wischmopp austauschen sollten?

Haare, Staub und Essensreste - der Tatort des Frühjahrsputzes ist der Wischmopp. Rund eine Milliarde Keime tummeln sich in den Fransen. Überlegen Sie also einmal, wann Sie Ihren Wischmopp zuletzt gründlich gereinigt haben? Sollte das schon länger her sein, nutzen Sie den Frühjahrsputz und geben Ihren Wischer bei 60 Grad ohne Weichspüler in die Waschmaschine.

7. ...warum Sie bei den ersten Sonnenstrahlen auf keinen Fall Fenster putzen sollten?

Die Sonne scheint - sofort werden Schlieren und Schmutz auf den Fensterscheiben sichtbar? Widerstehen Sie der Versuchung, direkt los zu putzen. Warten Sie auf einen trüben Tag, denn Sonnenstrahlen sind Gift für blitzblanke Fenster. Durch die Wärme verdunstet das Wasser auf den Scheiben schneller und es entstehen die berühmten Schlieren. Genießen Sie die sonnigen Stunden lieber im Freien.

8. …welche Stelle Sie selbst beim Frühjahrsputz immer übersehen?

Durch die stete Feuchtigkeit und Nässe ist er besonders anfällig für Kalk und Schimmel: der Duschvorhang. Diesen sollten Sie mindestens einmal im Jahr durchwaschen - warum also nicht zum Frühjahrsputz? Wichtig ist hierbei, dass Sie den Vorhang bei 30 Grad ohne Waschmittel im Feinwaschgang waschen. Bei besonders hartnäckigen Flecken sollten Sie ihn hingegen austauschen.

9. ...wie Ihnen der Frühjahrsputz zu einem besseren Schlaf verhilft?

Nehmen Sie Ihr Bett zum Frühjahr genau unter die Lupe: Allein in Ihrem Kopfkissen tummeln sich über 400.000 Milben. Befreien Sie sich von diesem Alptraum und frischen das Kopfbett bei 60 Grad im Feinwaschprogramm auf. Um die Federn beweglich zu halten, geben Sie einen Tennisball in die Wäschetrommel. Trocknen Sie das Kissen an der frischen Luft und schütteln es mehrmals auf.

Lesen Sie hier, wie oft Sie Ihre Bettwäsche wirklich wechseln sollten.

10. …dass der Frühjahrsputz Singles zu neuer Liebe verhelfen kann?

Laut einer Studie ist für 63 Prozent der Alleinstehenden eine saubere Wohnung ein wichtiges Kriterium bei der Partnerwahl. Besonders wichtig für Flirtwillige ist ein glänzendes Bad und eine aufgeräumte Küche. Kein Wunder - denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Geht es ums Eingemachte, legen knappe 60 Prozent großen Wert auf Sauberkeit im Schlafzimmer. Also: Nutzen Sie den Frühjahrsputz, um Ihren Schwarm zu beeindrucken.

Wie oft wechseln Sie eigentlich Klobürste, Putzlappen & Co.?

Mit dem Schwamm verteilen Sie den Schmutz eher, als dass Sie ihn entfernen. Wechseln Sie Ihn wöchentlich. Wahlweise können Sie ihn auch heiß in der Waschmaschine waschen, dass alle Keime entfernt werden.
Mit dem Schwamm verteilen Sie den Schmutz eher, als dass Sie ihn entfernen. Wechseln Sie Ihn wöchentlich. Wahlweise können Sie ihn auch heiß in der Waschmaschine waschen, dass alle Keime entfernt werden. © pixabay
In den Furchen der Schneidebretter können sich Essensreste ansammeln, die sich selbst durch sorgfältiges Säubern nicht entfernen lassen. Deshalb sind sie nach zwölf Monaten auszutauschen.
In den Furchen der Schneidebretter können sich Essensreste ansammeln, die sich selbst durch sorgfältiges Säubern nicht entfernen lassen. Deshalb sind sie nach zwölf Monaten auszutauschen. © pixabay
Geschirrtücher sind hervorragende Nistplätze für Keime. Um dem Vorzubeugen sollten sie regelmäßig bei 60 Grad gewaschen und zweimal in der Woche ausgetauscht werden.
Geschirrtücher sind hervorragende Nistplätze für Keime. Um dem Vorzubeugen sollten sie regelmäßig bei 60 Grad gewaschen und zweimal in der Woche ausgetauscht werden. © pixabay
In Kopfkissen sammelt sich über die Jahre Talg und Harnstoff von verlorenen Haaren, Schuppen und durchschwitzten Nächten an. Deshalb ist es zu empfehlen, nach drei Jahren neue zu kaufen.
In Kopfkissen sammelt sich über die Jahre Talg und Harnstoff von verlorenen Haaren, Schuppen und durchschwitzten Nächten an. Deshalb ist es zu empfehlen, nach drei Jahren neue zu kaufen. © pixabay
Zahnbürsten sind nach drei Monaten auszutauschen - und nicht erst, wenn die Borsten in alle Richtungen abstehen. Nach einer Erkältung sollten Sie sich sofort Ersatz suchen.
Zahnbürsten sind nach drei Monaten auszutauschen - und nicht erst, wenn die Borsten in alle Richtungen abstehen. Nach einer Erkältung sollten Sie sich sofort Ersatz suchen. © pixabay
Auch Cremes sind auszuwechseln - und zwar alle zwölf Monate. Generell sollte nur mit sauberen Händen in die Creme gefasst werden. Durch die feuchte Umgebung haben Bakterien nämlich einen guten Nährboden.
Auch Cremes sind auszuwechseln - und zwar alle zwölf Monate. Generell sollte nur mit sauberen Händen in die Creme gefasst werden. Durch die feuchte Umgebung haben Bakterien nämlich einen guten Nährboden. © dpa
Toilettenbürsten bekommen in ihrem Leben auch so einiges zu sehen - und sollten deswegen zweimal im Jahr gewechselt werden. Bei längerer Nutzung werden Keime auch nicht mehr entfernt, sondern nur noch weiter verteilt.
Toilettenbürsten bekommen in ihrem Leben auch so einiges zu sehen - und sollten deswegen zweimal im Jahr gewechselt werden. Bei längerer Nutzung werden Keime auch nicht mehr entfernt, sondern nur noch weiter verteilt. © pixabay
Behälter aus Plastik sollten alle acht bis zwölf Monate neu gekauft werden. Durch häufiges Waschen oder Aufwärmen in der Mikrowelle tritt der Weichmacher Bisphenol A heraus - und der ist krankheitserregend. Behälter mit der Kennzeichnung "BPA free" sind frei von dieser Substanz.
Behälter aus Plastik sollten alle acht bis zwölf Monate neu gekauft werden. Durch häufiges Waschen oder Aufwärmen in der Mikrowelle tritt der Weichmacher Bisphenol A heraus - und der ist krankheitserregend. Behälter mit der Kennzeichnung "BPA free" sind frei von dieser Substanz. © iStock / joebelanger
Kontaktlinsenbehälter sind alle drei Monate zu wechseln, da sich in der Lösung gerne Pilze und Keime ansiedeln. Diese gelangen über kurz oder lang auf die Linsen und somit auch auf die Augen.
Kontaktlinsenbehälter sind alle drei Monate zu wechseln, da sich in der Lösung gerne Pilze und Keime ansiedeln. Diese gelangen über kurz oder lang auf die Linsen und somit auch auf die Augen. © iStock / marietjieopp
Auf Platz 1 der schmutzigsten Haushaltsutensilien steht der Wischmopp. Circa eine Milliarde Bakterien tummeln sich darauf herum und sollte deshalb alle zwei Monate ausgetauscht werden. Abnehmbare Lappen müssen nach jeder Nutzung unter 60 Grad ohne Weichspüler gewaschen werden.
Auf Platz 1 der schmutzigsten Haushaltsutensilien steht der Wischmopp. Circa eine Milliarde Bakterien tummeln sich darauf herum und sollte deshalb alle zwei Monate ausgetauscht werden. Abnehmbare Lappen müssen nach jeder Nutzung unter 60 Grad ohne Weichspüler gewaschen werden. © pixabay

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