Gartenmythen erklärt

Frostschäden vermeiden: Gehölze vor der Sonne schützen

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Frostschutz bedeutet Sonnenschutz. Foto: Angelika Warmuth/dpa

Natürlich hilft eine Decke aus Vlies oder Reisig, um Gehölze im Garten vor Kälte zu schützen. Doch zusätzlich sollte man sie vor allem vor der Wintersonne schützen. So kann man Erfrierungen vermeiden.

Berlin (dpa/tmn) - Es klingt paradox, ist aber ganz logisch: Gehölze sollte man im Winter vor der Sonne schützen.

Längere Frostperioden sind kein Problem für winterharte Pflanzen. Sie können mit der Kälte umgehen - ihr Überleben sichert zum Beispiel das Herunterfahren ihres Stoffwechsels auf ein Minimum, erklärt Michael Koop, Mitglied im Bund deutscher Baumschulen (BdB) in Berlin.

Aber an Wintertagen mit Sonnenschein steigen die Temperaturen. Bei Wärme kurbeln die Gehölze ihren Kreislauf wieder an. Doch meist folgen schon in der Nacht darauf wieder bitterkalte Temperaturen. Diesen Wechsel vertragen die Pflanzen nicht. So erleiden sie Frostschäden.

Daher gilt: Der wichtigste Frostschutz ist der Schutz vor der Sonne. Am besten wird dafür eine Mulchschicht beispielsweise aus Herbstlaub auf den Boden gelegt. Das verhindert dessen Erwärmung im Sonnenschein, erklärt Koop.

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