Üppige Blütenpracht

Geranien richtig pflegen: Soll man verwelkte Blüten überhaupt entfernen?

Geranien blühen in der Regel den ganzen Sommer über, bis in den Oktober hinein. Damit die Blüte üppiger ausfällt, sollte man die verwelkten Blüten entfernen – oder?

Ob Hobby- oder Profi-Gärtner: Die Standard-Tipps kennen wahrscheinlich die meisten Pflanzenfreunde. Zum Beispiel, dass es viele Arten gibt, die direkte Sonne nicht gut aushalten können, Blattläuse auch mit Hausmitteln bekämpft werden können oder dass Rosenbüsche von verwelkten Blüten befreit werden sollten. Aber gilt das für die beliebte Geranie ebenfalls? Unbedingt, erklärt Sandra von Rekowski, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde e. V., gegenüber dem Portal Myhomebook.de.

Warum die verwelkten Blüten der Geranie gekappt werden müssen? „Nach der Blütezeit bilden sich die Samen aus. Diese sollen der Pflanze zur Produktion von Nachkommen dienen. Die Samenbildung kostet der Pflanze jedoch viel Kraft. Diese kann dann allerdings nicht mehr in die Ausbildung neuer Blüten gesteckt werden“, erklärt die Expertin. Außerdem steige das Risiko, dass die Pflanze krank wird, wenn man die verwelkten Blütenstiele nicht entfernt: „Durch einen Regenguss matschig gewordene Blüten bilden beispielsweise einen wunderbaren Nährboden für Krankheiten oder Schimmel- und Pilzbefall und sollten daher zügig entfernt werden“, so Rekowski.

Geranien verschönern nicht nur Bauernhäuser: Die rote oder pinke Blütenpracht schmückt unzählige Balkone und Terrassen.

Zupfen oder schneiden: So entfernen Sie verblühte Geranien-Blüten

Doch was ist besser: verwelkte Blüten abzupfen oder abschneiden? Im Fall von Geranien braucht man nicht zu Messer oder Schere greifen: Zupfen Sie die welken Blüten einfach vorsichtig mit den Fingern ab. Greifen Sie dafür die zu entfernende Blüte und ziehen Sie am Stiel. Meist fällt die Blüte dann von selbst ab. Falls sie noch nicht ganz verblüht ist, kann ein Knicken entgegen der Wuchsrichtung erforderlich sein.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Frau gießt ihre Blumen. Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. ©  Westend61/Imago
Frau wässert Blumen mit Gartenschlauch. Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. ©  Westend61/Imago
Mann mäht seinen Rasen. Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Shotshop/Imago
Kübelpflanzen auf einer Terrasse. Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Shotshop/Imago
Mann gießt Jungpflanzen im Hochbeet. Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imagebroker/Imago
Gartenbewässerung. Das Wasser sollte beim Gießen nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Panthermedia/Imago
Frau bearbeitet ihr Blumenbeet. Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © Westend61/Imago
Blumenmeer. Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss/Imago
Frau düngt ihren Salat mit Kompost. Zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihre Pflanzen düngen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © Redeleit-L./Imago
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © YAY Images/Imago

Wer seine Geranien nicht regelmäßig von braun gewordenen Blüten befreien möchte, der kann auch zu sogenannten selbstausputzenden Arten greifen. Die bekanntesten sind die „Ville“- und „Decora“-Sorten, die seit Jahrzehnten vor allem im öffentlichen Grün zu Hause sind. Sie blühen auch ohne spezielle Pflege durch, wie Pelargonium for Europe als Marketinginitiative europäischer Geranienzüchter informiert. (jg)

Rubriklistenbild: © H.Tschanz-Hofmann/Imago

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Lohnt der Kauf einer Immobilie als Geldanlage noch?
Wohnen
Lohnt der Kauf einer Immobilie als Geldanlage noch?
Lohnt der Kauf einer Immobilie als Geldanlage noch?
Tomaten anbauen: Das Ausgeizen ist ein Muss für eine reiche Ernte
Wohnen
Tomaten anbauen: Das Ausgeizen ist ein Muss für eine reiche Ernte
Tomaten anbauen: Das Ausgeizen ist ein Muss für eine reiche Ernte
Nachbarn kann Rauchen auf Balkon zeitweise verboten werden
Wohnen
Nachbarn kann Rauchen auf Balkon zeitweise verboten werden
Nachbarn kann Rauchen auf Balkon zeitweise verboten werden
So blüht die Becherprimel wochenlang
Wohnen
So blüht die Becherprimel wochenlang
So blüht die Becherprimel wochenlang

Kommentare