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So stutzen Sie Rote und Weiße Johannisbeeren richtig zurecht

Rote Johannisbeeren hängen bei Landsberg am Lech (Bayern) im Regen.
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Rote Johannisbeeren sind Klassiker im heimischen Garten.

Johannisbeeren gibt es in deutschen Gärten nicht zu selten. Für eine große Ernte sollten Sie den Strauch regelmäßig zuschneiden. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Johannisbeersträucher* liefern jedes Jahr leckere Früchte zum Naschen oder Verarbeiten. Um die Ernte besonders groß ausfallen zu lassen und langfristig zu gestalten, sollten Sie Ihrer Pflanze regelmäßig einen Schnitt gönnen. Dabei müssen Sie beachten, dass Rote und Weiße Johannisbeeren anders geschnitten werden als Schwarze. Wir zeigen Ihnen, wie Sie erstere beiden zurechtstutzen.

Wann werden Rote und Weiße Johannisbeeren geschnitten?

Die größten Früchte tragen Rote und Weiße Johannisbeeren an den einjährigen Seitentrieben von zwei bis drei Jahre alten Haupttrieben. Darum müssen mit dem Schnitt die Seitentriebe gut gestärkt werden, um auch in den kommenden Jahren eine gute Ernte zu erzielen.

Der Schnittzeitpunkt hängt davon ab, wie alt der Strauch ist und was Sie damit bezwecken wollen. Ein Erziehungsschnitt findet zum Beispiel im Frühjahr an einer ein- bis zweijährigen Pflanze statt. Der Erhaltungsschnitt kommt ab dem 3. Standjahr nach der Ernte zum Einsatz. Wenn Sie eine alte Pflanze verjüngen wollen, dann müssen Sie im Spätwinter die Schere ansetzen. Wählen Sie zum Schneiden am besten einen Tag mit milden Temperaturen aus.

Erfahren Sie hier: So schneiden Sie Ihren Schmetterlingsflieder im Herbst zurecht.

Erziehungsschnitt an Roten und Weißen Johannisbeeren

Mit dem Erziehungsschnitt verhelfen Sie Ihrem jungen Johannisbeerstrauch, in die richtige Form zu wachsen und etablieren dazu Gerüsttriebe. Dabei handelt es sich um die vom Boden ausgehenden Triebe, an denen sich die früchtetragenden Seitentriebe bilden. Sobald der Strauch gepflanzt ist, schneiden Sie zunächst die schwachen Triebe heraus. Im folgenden Frühjahr wählen Sie die stärksten fünf bis sechs Bodentriebe und kürzen diese um ein Drittel ein, wie das Gartenjournal rät. Setzen Sie den Schnitt an einer nach außen gerichteten Knospe im Abstand von zwei bis drei Millimetern an. Die übrigen Bodentriebe schneiden Sie weg. Etwa im Herbst im Jahr nach der Pflanzung oder im darauffolgenden Februar entfernen Sie die schwachen oder nach innen wachsenden Triebe.

Erhaltungsschnitt an Johannisbeeren – so gehen Sie vor

Der Erhaltungsschnitt dient dazu, die alten Triebe zu entfernen und das junge Fruchtholz zu fördern. Schneiden Sie dazu kurz nach der Ernte oder im nächsten Frühjahr ein paar der ältesten Gerüsttriebe an der Basis ab und lassen Sie dafür junge Bodentriebe in gleicher Menge stehen. So kann sich die Pflanze darauf konzentrieren, mehr Energie in die jungen Triebe zu stecken, als in die alten, an denen mit den Jahren immer kleinere Johannisbeeren nachwachsen. Alle überflüssigen Triebe aus dem Wurzelstock werden entfernt. Die abgeernteten Seitentriebe an den übrigen Gerüsttrieben kürzen Sie auf eine Länge von ein bis zwei Zentimeter ein.

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Wenn Johannisbeeren über Jahre nicht gestutzt wurden, entwickelt sich schnell ein undurchdringliches Astwerk, dass nicht nur unschön ist, sondern auch kaum noch Wachstum zulässt – stattdessen entwickeln sich nur noch mickrige Beeren an den Trieben. Um dem vergreisten Johannisbeerstrauch noch eine Chance zu geben, bietet sich ein Verjüngungsschnitt an: Kappen Sie die alten, dunklen Triebe direkt oberhalb einem tief sitzenden, jungen Seitentrieb oder kürzen Sie diese auf ein bis zwei Knospen ein – die Knospen sollen dabei nach außen zeigen.

Beachten Sie zudem, dass ein solcher Radikal-Schnitt nicht zwischen dem 1. März und 30. September stattfinden sollte. Dort dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz nur Formschnitte erledigt werden. Für den Verjüngungsschnitt eignet sich der Spätwinter, also zum Beispiel im Februar. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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