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Kirschen essen und Wasser trinken? Das ist kein Problem

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Von: Ines Alms

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Im Sommer ist es gut Kirschen essen – auch mit Wasser? Ja. Der Mythos bleibt auch ein solcher, wenn man die Früchte vor dem Verzehr gründlich wäscht.

München – Jedes Jahr zur Kirschensaison taucht wieder diese Frage auf: Darf man Kirschen essen und dazu Wasser trinken? Die Großmütter haben davon abgeraten, aber gilt das heute auch noch? Im Großen und Ganzen nicht. Eigentlich ist dies ein Mythos, allerdings mit einem kleinen wahren (Kirsch-)Kern.

Kirschen essen und darauf Wasser trinken? Kein Problem

Im Sommer haben Kirschen Hochsaison. Und wer es mit dem Naschen nicht übertreibt, bleibt beschwerdefrei.
Im Sommer haben Kirschen Hochsaison. Und wer es mit dem Naschen nicht übertreibt, bleibt beschwerdefrei. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Warum sollte man Bauchschmerzen bekommen, wenn man Kirschen isst und dazu oder danach Wasser trinkt? Eine Theorie: Auf der Schale von Kirschen und anderen Steinobstfrüchten siedeln häufig Hefepilze und Bakterien. Pflückt man die Kirsche direkt vom Baum und isst sie, werden die Pilze in der Regel im Magen von der Magensäure abgetötet. Es sei denn, man kennt kein Halten und verzehrt so viele Kirschen auf einmal, dass der Magen damit überfordert ist, die Mikroorganismen aus dem Verkehr zu ziehen.

Ähnlich wie bei der Weinherstellung fangen die Hefepilze an, den Zucker aus dem Obst zu vergären und es entstehen Alkohol und Kohlendioxid. Letzteres kann zu Bauchschmerzen und Blähungen führen. Trinkt man nun noch Wasser, wird die Magensäure zusätzlich verdünnt und kann weniger Hefepilze unschädlich machen und die Wirkung wird verstärkt. Ob etwas dran ist oder nicht, dieses Problem umgeht man jedoch ganz einfach, indem man die Kirschen vor dem Verzehr gründlich wäscht.

Kirschen enthalten sehr viel Fruchtzucker, der in größerer Menge Bauchschmerzen verursacht

Diese Theorie wurde noch durch die früher mangelnde Trinkwasserqualität untermauert: Auch die darin befindlichen Keime können mit den Kirschen in Magen und Bauch eine durchschlagende Reaktion provoziert haben. Allerdings wäre das auch bei reinem Wasserverzehr möglich gewesen. Heute stellt dies auf jeden Fall kein Problem mehr dar, da die Wasserqualität in Deutschland sehr gut ist. Ob mit oder ohne Wasser, auf jeden Fall gibt es keinen Grund, auf den Genuss der süßen Kirschen zu verzichten.

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Sollte man auf den Kirschgenuss dennoch Bauchschmerzen oder Blähungen bekommen, ist die Ursache vermutlich eine Fruktose-Unverträglichkeit. Da Kirschen sehr viel Fruchtzucker enthalten, können nicht nur dafür empfindliche Menschen darauf stark reagieren, weil der Dünndarm es nicht mehr schafft, den Fruchtzucker ins Blut zu schleusen. Der Zucker gelangt stattdessen in den Dickdarm und verursacht dort Turbulenzen.

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