Warme Herbsttage locken Käfer raus

Marienkäfer-Plage: Lästige Insekten krabbeln in Wohnungen - wie man sie los wird

Marienkäfer können gerade zur echten Plage werden. Die Käfer sind derzeit besonders häufig in Wohnungen anzutreffen. Aus einem ganz bestimmten Grund.

Eigentlich sind sie ganz niedlich. Mit ihren roten Körpern und den schwarzen Punkten gelten Marienkäfer ja sogar als Glücksbringer. Doch wenn sie wie jetzt im Herbst plötzlich in Schwärmen auftreten, hört auch bei Marienkäfern der Spaß auf. Doch gerade in den nächsten Tagen könnte eine regelrechte Invasion von Marienkäfern über uns herfallen. Denn: Das goldene Herbst-Wetter* lockt die Insekten in Scharen an warme Plätze - und, wie echo24.de* berichtet, manchmal auch in Wohnungen und Häuser.

FamilieMarienkäfer
UnterordnungPolyphaga
OrdnungKäfer
FamilieInsekten

Marienkäfer in Schwärmen unterwegs: Warum die Insekten gerade überall krabbeln

Grund dafür ist das natürliche Verhalten der Tiere. „Alle Marienkäfer nutzen die letzten Sonnentage, um sich auf ihre Wanderungen in wärmere Regionen Europas zu begeben oder sich hier Überwinterungsplätze zu suchen. Wer jetzt zahlreiche Marienkäfer an einer Hauswand beobachtet und am nächsten Tag vergebens danach sucht, der hat sehr wahrscheinlich einen Marienkäfertrupp auf Wanderpause gesehen“, erklärt der Naturschutzbund Deutschland (NABU) auf seiner Homepage.

Demnach seien meist die heimischen Siebenpunkt-Marienkäfer oder Asiatische Marienkäfer zu sehen. Der aus Asien stammende Harlekin-Marienkäfer macht dem einheimischen mittlerweile heftige Konkurrenz. Denn: Er frisst ihn. Eigentlich waren die Harlekin-Marienkäfer wie beispielsweise die Samurai-Wespe auch zur Schädlingsbekämpfung* geholt worden. Doch mittlerweile sei der Harlekin-Marienkäfer laut NABU auch bundesweit verbreitet und „dank seiner enormen Vermehrungsfreudigkeit vielerorts bereits häufiger als die alteingesessenen Marienkäferarten“.

Marienkäfer als Plage: Insekten krabbeln „eher zufällig“ in Wohnungen und Häuser

Gefährlich für den Menschen sind beide Arten, im Gegensatz zu den noch im Spätsommer sehr aggressiven Wespen* oder den Virus-tragenden Stechmücken*, nicht. Im Gegenteil: Marienkäfer fressen Blattläuse und tragen deshalb auch im eigenen Garten zur biologischen Schädlingsbekämpfung bei. Wenn sie wie jetzt im Herbst allerdings in Schwärmen auftreten, können die Insekten trotzdem zur regelrechten Plage werden. Auch 24garten.de* berichtet über die Marienkäferplage im Herbst*.

„Krabbeln Marienkäfer durch offene Fenster in unsere Wohnungen, so geschieht das eher zufällig.“

NABU Deutschland

„Krabbeln sie dabei durch offene Fenster in unsere Wohnungen, so geschieht dies eher zufällig“, erklärt der NABU. Die Marienkäfer suchten ein geeignetes Winterquartier. Wohl fühlen sie sich in warmen, engen Räumen wie zum Beispiel in Dachsparren oder auch Laubhaufen in Gärten.

Viele Marienkäfer in Wohnung oder Haus - Das kann man dagegen tun

Doch selbst wenn sie dort schon einmal eingezogen waren - die warme Oktobersonne lockt derzeit und wohl auch in den nächsten Tagen noch einmal viele Marienkäfer wieder hinaus., die dann nicht selten in Schwärmen unterwegs sind. Unter Umständen gelangen diese dann eben auch in die eigene Wohnung oder ins Haus. wa.de *erklärt, warum es sich bei der Marienkäfer-Invasion eigentlich nicht um eine Plage* handelt.

Doch hier will man die Sechsbeiner natürlich schnellstmöglich wieder loswerden. Mit einfachen Tricks lassen sich Marienkäfer bekämpfen und aus Haus oder Wohnung wieder vertreiben.

Marienkäfer in Haus oder Wohnung: So vertreibt man die lästigen Insekten am besten

Wer vermeiden will, dass Marienkäfer - egal ob einzeln oder in Schwärmen - überhaupt in Haus oder Wohnung eindringen können, der kommt ihnen am besten mit Fliegengittern an Fenstern und Balkon- oder Terrassentüren zuvor. Da sich die Tiere besonders gern in Spalten aufhalten, die dort oft groß genug sind, lauern sie nicht selten am Fensterrahmen. Fliegengitter verhindern, dass die Marienkäfer in die Wohnung krabbeln können. Auch wer etwaige andere Spalten oder Löcher beispielsweise mit Silikon dicht macht, beugt einer Plage vor.

Vanille-Schoten sollen wegen ihres Geruchs ein gutes Mittel gegen Marienkäfer sein.

Auch bestimmte Düfte sollen Marienkäfer abschrecken und draußen halten. Geeignet dafür: Lorbeerblätter, Lavendel oder auch Vanille. Verteilt auf Fensterbänken oder angebracht an Türrahmen sollen diese Gerüche die Marienkäfer aus Haus und Wohnung fernhalten.

Marienkäfer-Plage loswerden: Genialer Trick hilft, Insekten tierfreundlich zu vertreiben

Einzelne Marienkäfer lassen sich, einmal im Haus, vorsichtig per Hand oder mit einem Glas auffangen und nach draußen bringen. Für das Einsammeln mehrerer Insekten gibt es einen einfachen und tierfreundlichen Trick.

Statt die Tiere mit einem Staubsauger einfach einzusammeln - und damit nicht nur einen Teil der nützlichen Schädlingsbekämpfer zu töten, sondern auch zu riskieren, dass überlebende Insekten doch wieder in die Wohnung krabbeln - schafft eine Socke Abhilfe.

Marienkäfer bekämpfen: Tierfreundlicher Trick vertreibt Plage

Diese einfach fest am Staubsaugerrohr befestigen und wie einen kleinen Beutel in das Rohr hineinhängen lassen. Dann die Marienkäfer ansaugen. Anschließend die Socke mit den aufgesammelten Käfern im Freien entleeren.

Übrigens: Wenn alles nicht gegen die lästige Marienkäfer-Plage hilft, dann verschwinden die Insekten wohl auch von selbst bald wieder. Wenn das Wetter spätestens in der kommenden Woche wieder umschlägt, krabbeln die Käfer wieder in ihre Winterquartiere.

Und die befinden sich in der Regel nicht in Wohnungen oder Häusern - hier wird es den Marienkäfern nämlich auf Dauer zu warm. *echo24.de, wa.de und 24garten.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Lajos Nagy

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