Gartenmythen erklärt

Muss man Wildtriebe an der Rose entfernen?

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Wenn Rosen Wildtriebe bilden, sollten sie entfernt werden. Foto: Arno Burgi

In vielen Gärten blühen jetzt die Rosen und verbreiten dort ihren typischen Duft. Gestört wird die Blütenpracht jedoch häufig durch lange Triebe, die aus dem Beet herausragen. Sollte man sie einfach abschneiden?

Berlin (dpa/tmn) - Es kommt vor, dass veredelte Gartenrosen plötzlich merkwürdig aussehende Triebe bilden. Das können feine, siebenteilige Blätter sein. Ein üblicher Tipp für Gärtner lautet, diese Triebe zu entfernen. Stimmt das denn?

Ja, auch der Bund deutscher Baumschulen in Berlin rät dazu. Es kann sich bei diesen Trieben um die sogenannte Unterlage handeln, die zum Veredeln der Rose verwendet wurde. Sie wächst so stark und ist so robust, dass sie hin und wieder auch eigenes Grün bildet. Das Problem: Diese Triebe rauben der Rose Nährstoffe und Wasser.

Entfernt werden diese Wildtriebe den Angaben nach am besten, indem der Wurzelhals freigelegt und das Grün direkt an seiner Ansatzstelle abgerissen oder abgeschnitten wird.

Veredelung ist eine Form der ungeschlechtlichen Vermehrung. Dabei wird eine Knospe der Gartenrose auf Bodenhöhe hinter die eingeschnittene Rinde einer Wildrose geschoben. So kann der Gärtner die Pflanzen schnell mit gleichmäßiger Qualität vermehren, außerdem sind die Pflanzen robuster.

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