Frühjahr & Herbst

Wann und wie oft muss ich den Rasen düngen?

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Der Frühling ist da - die perfekte Zeit zum Rasendüngen.

Wenn der Rasen keinen Gefallen findet, wird erst einmal zum Düngemittel gegriffen. Doch wann und wie oft braucht das Gras eigentlich chemische Hilfe?

Kaum ist der Schnee endgültig geschmolzen, erlebt so mancher Hobbygärtner einen Schreck: Der Rasen ist nicht sattgrün, sondern bleich verfärbt und der reinste Fleckenteppich.

Damit das Gras wieder anständig wächst und aufblüht, greifen deshalb viele zum Dünger. Doch dabei gilt es einiges zu beachten: Wann und wie oft muss der Rasen überhaupt gedüngt werden?

Diese Nährstoffe und Mineralien können dem Rasen fehlen

Bevor Sie schnurstracks in den Baumarkt rennen und das erstbeste Düngemittel besorgen, müssen Sie erst einmal herausfinden, was dem Rasen überhaupt fehlt. Oft sind es grundlegende Nährstoffe wie

  • Wasser,
  • Sauerstoff,
  • oder Kohlendioxid.

Doch auch folgende Mineralien benötigt Ihr Rasen, um sich in ein sattes Grün zu verwandeln:

  • Stickstoff
  • Phosphor
  • Kalium
  • Magnesium

Diese vier Elemente werden hauptsächlich in Düngemitteln angewandt. Um herauszufinden, welches dieser Mineralien Ihrem Rasen fehlt, können Sie eine Bodenprobe entnehmen und einem Institut für Bodenanalyse zusenden. Bodentest-Sets erhalten Sie im Baumarkt - eine Analyse kostet je nach Labor im Schnitt meist zwischen 10 und 30 Euro.

Nur dann wissen Sie mit Sicherheit, an was es dem Gras mangelt und wie Sie effizient dagegen vorgehen. Zudem sparen Sie es sich unnötige Düngemittel zu kaufen und womöglich noch den Boden oder das Grundwasser zu belasten.

Passend dazu: Ihr Rasen ist gelb verfärbt? So wird er wieder grün.

Frühjahr und Herbst - ab wann sind die besten Zeiten zum Rasendüngen?

Sollte Ihr Rasen nur ein wenig strapaziert sein, reicht es normalerweise ihn zweimal im Jahr zu düngen - und zwar jeweils im Frühjahr und im Herbst. Für das Frühjahr bietet sich der Zeitraum zwischen Mitte März und Mitte April meistens gut an. Allerdings kann diese Zeitspanne sich auch verschieben, je nachdem wie lange oder kurz der Winter angedauert hat. Als Faustregel können Sie sich diese Periode allerdings merken. Im Herbst ist es dann die Phase zwischen Ende August und Mitte September, die Sie im Auge behalten sollten.

Auch interessant: Das ist der beste Zeitpunkt um Rasen zu säen.

Braucht Ihr Rasen jedoch noch mehr Zuwendung, weil er gut genutzt ist - zum Beispiel durch spielende Kinder -, kann eine Düngung auch viermal im Jahr fällig werden.

Rasen düngen: Welche Temperaturen sind nötig?

Seien Sie nicht zu voreilig mit der ersten Düngung: Denn wenn der Boden noch nicht so weit ist, schadet das Mittel eher, als dass es hilft, da der Rasen die Nährstoffe noch überhaupt nicht aufnehmen kann. So bleibt der Dünger womöglich einfach liegen und strapaziert die Wurzeln. Stattdessen warten Sie ab, bis das Thermometer auf Temperaturen von rund 15 Grad steigt. Erst dann lohnt sich das Düngen der Gräser.

Verwenden Sie zur ersten Düngen außerdem ein Mittel mit hohem Stickstoffanteil - dieser regt das Wachstum nach einem langen Winter an.

Wird erst nach dem Mähen gedüngt?

Es ist genau anders herum: Bevor Sie das erste Mal im Jahr Mähen sollte der Rasen schon gedüngt worden sein. Zwar hilft das Mähen dem Gras in der Regel beim Wachstum, allerdings ist dies noch nicht so kurz nach den kalten Temperaturen der Fall - dann braucht der Rasen erst einmal genug Kraft, um Schädlinge und Keime abzuwehren für die er in dieser Zeit extrem anfällig ist.

Lesen Sie hier, wie lange es nach der Aussaat dauert bis die ersten Grashalme zu sehen sind.

Kann der Rasen auch bei Regen gedüngt werden?

Der beste Zeitpunkt zum Düngen ist in den Abendstunden, wo die Gräser in der prallen Sonne nicht von dem Düngemittel verbrannt werden können. Dabei wird das Düngemittel in der Regel auf einem trockenen Rasen verteilt und anschließend bewässert. So kann das Mittel schön langsam einsickern. Direkt auf einen nassen Rasen zu düngen - etwa nach Regenfall - kann hingegen etwas problematisch werden, da der Dünger dann oben an den Grashalmen hängen bleibt.

Zudem ist es besser, etwas weniger auf einmal, aber dafür öfter zu düngen.

Rasen düngen: Ab wann Sie ihn kalken müssen

Oft stellt sich bei Hobbygärtnern auch die Frage, ob der eigene Rasen eventuell Kalk benötigt. Dies finden Sie heraus, indem Sie eine Bodenprobe entnehmen und analysieren lassen. Bei einem niedrigen pH-Wert ist der Boden sauer und muss gekalkt werden. Liegt der Wert über 7 verzichten Sie lieber auf Kalk, da Sie Ihrem Rasen sonst nur schaden - er ist alkalisch. Bevor Sie jedoch Kalk anwenden, sollten Sie den Rasen erst einmal Vertikutieren.

Einen sauren Boden erkennen Sie übrigens auch an einem starken Moosbefall. Ein Hinweis auf einen alkalischen Boden ist hingegen viel Klee.

Erfahren Sie hier, welche Fehler Ihrem Rasen schaden - und Sie deshalb unbedingt vermeiden sollten.

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Der Balkan-Storchschnabel zählt zu den turboschnellen Begrünern im Garten.
Der Balkan-Storchschnabel zählt zu den turboschnellen Begrünern im Garten. © Marion Nickig
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Die Äste des Etagen-Hartriegels wachsen waagrecht und stehen damit in Etagen vom Stamm ab. © Marion Nickig
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Der Blauregen eignet sich zur schnellen Begrünung von Fassaden. © Andrea Warnecke
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