Schutz im Winter

Rosen schneiden im Herbst: Schadet der Rückschnitt wirklich?

Blüte der Beetrose Baronesse.
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Wer Rosen im Garten hat, sollte sich gut mit deren Pflege auseinandersetzen.

Oft fragen sich Hobbygärtner, ob sie ihre Rosen im Herbst nun zurückschneiden sollen oder nicht. Wir erklären Ihnen, ob und wann es sinnvoll ist.

Rosen sind in jedem Garten eine Augenweide, doch bei der Pflege herrscht oft Unsicherheit. So ist es bei den meisten Gartensträuchern üblich, diese nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Herbst etwas zurück zu kürzen, damit sie im kommenden Jahr wieder eine kräftige Blüte bilden. Aber trifft das auch auf Rosen zu?

Rosen im Herbst zurückschneiden? Keine Pflicht mehr

Lange Zeit war es üblich, Rosen auch im Herbst zu schneiden. Das liegt daran, dass die Jahrestriebe der meisten Rosen im Herbst nicht ganz ausreifen und die Triebspitzen daher unverholzt bleiben. Sobald die Temperatur unter null Grad fällt, frieren diese bis in die verholzten Abschnitte zurück. Von diesen Erfrierungen nahm man an, dass sie der Rose schaden würden – weshalb man die unverholzten Triebspitzen im Herbst abschnitt, wie das Portal mein-schöner-garten.de berichtet.

Mittlerweile ist aber bekannt, dass Erfrierungen den Rosentrieben nicht schaden – teilweise helfen sie sogar, weil sie ungeschnitten für mehr Schutz vor kalten Ostwinden sorgen. Somit lautet die Antwort auf die Frage, ob Sie Ihre Rosen im Herbst schneiden müssen: grundsätzlich nein. Dennoch kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, die Rosen etwas zu kürzen.

Auch interessant: Wann und wie werden Strauchrosen geschnitten?

Herbstschnitt der Rosen für guten Winterschutz

Im Herbst benötigen laut der Bayerischen Gartenakademie nur stark wachsende Rosen einen Rückschnitt, um Pflegearbeiten zu erleichtern. Denn je nachdem, ob es sich um einen Hochstamm oder eine Beetrose handelt, benötigen Sie einen Wintervlies am Kronenansatz und an der Veredlungsstelle oder an der Strauchbasis, um die Pflanzen vor den Winterfrösten zu schützen, wie mein-schöner-garten.de berichtet. Damit Sie diesen Schutz auch ordentlich anbringen können, müssen Rosentriebe manchmal etwas eingekürzt werden.

Lesen Sie hier: So schneiden Sie Ihren Schmetterlingsflieder im Herbst zurecht.

Hochstammrosen sind besonders frostempfindlich, da die Triebe Wind und Wetter stark ausgesetzt sind. Um sie ordentlich in ein Vlies einhüllen zu können, sollten Sie sie ein wenig einkürzen. Dasselbe gilt für Beetrosen, die stark verzweigt sind und sich deshalb schwer ein Winterschutz anbringen lässt, wie das Portal erklärt. Schneiden Sie hier die Triebe ab, die quer stehen – aber nicht zu weit. Ansonsten können sie bei starken Frösten zu sehr zurückfrieren und großen Schaden davontragen.

Abgesehen davon sollten laut der Bayerischen Gartenakademie auch pilzbefallene Zweige und Blätter an den Rosen im Herbst entfernt werden. Der eigentliche Schnitt findet dann im Frühjahr statt. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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