Pflege-Tipps

So schneiden Sie Ihren Schmetterlingsflieder im Herbst zurecht

Ein C-Falter ist in einem Garten in Essen (Nordrhein-Westfalen) auf der Blüte eines Sommerflieders gelandet.
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Der Sommerflieder ist mit seiner Blütenpracht sehr beliebt.

Der Sommerflieder, oder auch Schmetterlingsflieder, ist ein Dauergast in deutschen Gärten. Durch regelmäßiges Schneiden bleibt er Jahr für Jahr ein Hingucker.

Der Sommerflieder sorgt mit vielen verschiedenen Farbvariationen für bunte Tupfer im Garten und lockt obendrein schöne Schmetterlinge an, die sich am Nektar der Blüten gütlich tun wollen. Damit der Strauch* schön in Form bleibt und auch in Zukunft ordentlich blüht, sollten Sie ihm regelmäßig einen Schnitt gönnen. Wir zeigen Ihnen, wann welcher Schnitt ansteht.

Sommerflieder schneiden: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Je nachdem, was Sie mit Ihrem Schnitt erreichen wollen, ändert sich der Zeitpunkt, an dem Sie den Sommerflieder bearbeiten sollten. Es gibt unterschiedliche Gründe, einen Strauch zu schneiden: zur Verjüngung, zur Erhaltung oder zur Pflege zum Beispiel.

Folgende Auflistung zeigt Ihnen, wann der jeweilige Schnitt beim Sommerflieder laut Gartenjournal fällig ist:

SchnittartZeitpunkt
Aufbauschnittjeweils im Frühjahr der ersten drei bis vier Standjahre
ErhaltungsschnittMitte Februar bis Anfang März
VerjüngungsschnittSpätwinter bis 1. März
PflegeschnittSpätsommer bis Herbst

Bei der Wahl des richtigen Zeitpunkts sollten Sie auch immer Hinterkopf behalten, dass das Bundesnaturschutzgesetz radikale Rückschnitte zwischen 1. März und 30. September nicht erlaubt sind, um die Tierwelt zu schützen. Darum dürfen in diesem Zeitraum keine Erhaltungs- oder Verjüngungsschnitte stattfinden, Pflegeschnitte sind jedoch erlaubt.

Erfahren Sie hier: So schneiden Sie Rhododendron richtig zurück.

Pflege-Tipps für den Sommerflieder

Im Spätsommer nach der Blüte sollten Sie stets die verwelkten Blütenstände entfernen, bevor sich Samen ausbilden können. Ansonsten breitet sich der Flieder rasant im heimischen Garten aus. Schneiden Sie die Blütenstände einfach bis zur nächsten Blattachsel ab. Die abgeschnittenen Blütenstände landen anschließend auf dem Kompost – falls bereits Samenanlagen vorhanden sind, werfen Sie sie lieber in den Hausmüll.

Aufbauschnitt am Sommerflieder – so funktioniert's

Damit der Sommerflieder in eine optimale Form wächst, lohnt es sich, ihm in den ersten Jahren einen Aufbauschnitt zu gönnen. Dabei wählen Sie im ersten Standjahr drei bis fünf Bodentriebe als Gerüst aus, die Sie auf 30 Zentimeter einkürzen. Alle anderen Triebe schneiden Sie auf Bodenebene ab. Während des zweiten, dritten und vierten Standjahres verlängern Sie die Gerüsttriebe jährlich um rund 20 Zentimeter. Die Seitentriebe auf dem Gerüst kürzen Sie auf Stummel mit ein bis zwei Augenpaaren ein.

Auch interessant: Dieses entscheidende Detail müssen Sie beim Schneiden von Hortensien beachten.

Sommerflieder schneiden: Mit dem Erhaltungsschnitt für tolle Blüte sorgen

Damit der Sommerflieder im nächsten Jahr wieder genauso bunt erstrahlt wie zuvor, sollten Sie die das abgeblühte Holz aus dem Vorjahr entfernen. Darum findet der sogenannte Erhaltungsschnitt ab circa Mitte Februar statt – er gibt der Pflanze ordentlich Kraft, um zum Sommer wieder auszutreiben. Und wie funktioniert‘s? Ganz einfach: Ab dem vierten Standjahr schneiden Sie den ältesten Bodentrieb auf zehn Zentimeter zurück. Dafür wird ein junger Bodentrieb als Ersatz auf 30 Zentimeter eingekürzt. Alle übrigen Bodentriebe, die zum Gerüst gehören, werden auf 100 Zentimeter geschnitten. Die abgeblühten Seitenzweige aus dem Vorjahr kürzen Sie so weit ein, dass zwei bis vier Knospen übrig bleiben.

Verjüngungsschnitt: So erstrahlt Ihr Sommerflieder in altem Glanz

Theoretisch ist ein radikaler Verjüngungsschnitt am Sommerflieder jährlich möglich. Besonders wenn Sie die Jahre zuvor vergessen haben, dem Strauch einen Erhaltungsschnitt zu gönnen, kann es sein, dass er sich recht schnell in ein Gestrüpp verwandelt und dringend kurzgeschoren werden muss. Einen Verjüngungsschnitt sollten Sie aber trotzdem nicht zu oft vornehmen, wenn der Strauch einen homogenen Kronenaufbau haben soll. Am besten sollten Sie bei den Schnittarten variieren.

Der Verjüngungsschnitt erfolgt folgendermaßen: Alle Triebe werden radikal auf 20 bis 30 Zentimeter zurückgeschnitten. Kürzen Sie die Zweige immer oberhalb einer Knospe oder einer Blattachsel ein. Vergreiste Bodentriebe werden auf einen jungen Seitentrieb abgeleitet. Übrige Seitenzweige kürzen Sie so ein, dass noch zwei Augen stehen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Brombeere, Johannisbeere, Himbeere: So schneiden Sie Beerensträucher zurecht.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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