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Vogel des Jahres 2023: Der „Wiesenclown“ bekommt den Titel

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Von: Ines Alms

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Der „Wiesenclown“ sieht sehr putzig aus, ist aber in Deutschland eine sehr gefährdete Art. Da kommt die Wahl zum Vogel des Jahres gerade recht.

Sein weißes Gesichtsband über den Augen ähnelt einer Clownsmaske, daher wird das Braunkehlchen auch „Wiesenclown“ genannt. Aber ganz so lustig sieht es für den Vogel nicht aus, denn der Bestand des Braunkehlchens, das von zahlreichen Tierfreunden zum Vogel des Jahres 2023 gewählt wurde, geht seit Jahrzehnten zurück. Doch jeder Verbraucher kann dem Braunkehlchen helfen.

Vogel des Jahres 2023: Das Braunkehlchen wird auch „Wiesenclown“ genannt

Ein Braunkehlchen sitzt auf einer verblühten Wiesenblume
Das Braunkehlchen ist der Vogel des Jahres 2023. © Mathias Schäf/NA

Alle konnten mit abstimmen und den Vogel des Jahres 2023 wählen, wozu der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) aufgerufen hatte. Jetzt steht fest: Das Braunkehlchen wird den Sieger des Vorjahres, den Wiedehopf, ablösen.

Jedes Jahr im April kommt der nur 12 bis 14 Zentimeter kleine Zugvogel aus seiner Winterheimat südlich der Sahara nach Deutschland zurück und sucht hier blütenreiche Wiesen, Feldränder und Brachen, um in Bodennestern zu brüten. Bis September könnte man das Braunkehlchen dann auf hohen Stauden oder Zaunpfählen sitzend finden – erkennbar unter anderem auch an einem dem Rotkehlchen ähnlichen häufigen „Knicksen“ und Wippen mit dem Schwanz.

Leif Miller vom NABU freut sich über die Aufmerksamkeit für das Tier: „Das Braunkehlchen braucht ungemähte Wiesen und Blühstreifen. Aber diese sind leider durch die intensive Landwirtschaft immer seltener zu finden.“ In Deutschland leben nur noch 19.500 bis 35.000 Brutpaare, Tendenz stark fallend. Um die biologische Vielfalt beizubehalten und zu erhöhen, kann jeder Verbraucher dazu beitragen: „Helfen kann man dem Braunkehlchen, indem man beim Einkauf auf regionale, ökologisch produzierte Lebensmittel zurückgreift“, erklärt Leif Miller.

Der Feldsperling belegt den zweiten Platz

Nichtsdestotrotz sind auch die anderen Abstimmungs-Kandidaten für den Vogel des Jahres ihren Schutz wert. Das waren die Bewertungen für die weiteren Ränge:

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Das Braunkehlchen bevorzugt weniger dicht besiedelte Regionen in Deutschland. Auch wenn es vielleicht nicht in Ihrer Gegend brütet, können Sie zahlreichen anderen Singvögeln helfen oder diese in Ihren Garten locken, beispielsweise indem Sie eine vogel- und insektenfreundliche Hecke anpflanzen.

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