Reisen 2021

Erstes Urlaubsland erlaubt Touristen wohl erst wieder, wenn alle Einheimischen gegen Corona geimpft sind

Hafen von Pauanui und Tairua in Neuseeland.
+
Hafen von Pauanui und Tairua in Neuseeland.

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem. Ein Urlaubsland will sogar erst wieder Touristen erlauben, wenn alle Einheimischen geimpft sind.

Was Lockerungen für Touristen angeht, schlagen viele Länder weltweit unterschiedliche Wege ein. Während zum Beispiel einige Länder in Europa – wie Island, Polen oder Rumänien – die Quarantäne-Maßnahmen für Reisende mit vollständiger Corona-Impfung lockern*, wollen Länder wie Australien Touristen womöglich erst wieder 2022 erlauben. Ein weiteres beliebtes Urlaubsland scheint auch eher drastische Maßnahmen zu bevorzugen, wie sich nun zeigt – und zwar Neuseeland.

Neuseeland: Urlaub wohl erst wieder möglich, wenn alle Einheimischen gegen das Coronavirus geimpft sind

„Neuseeland wird erst dann das Gefühl haben, zur Normalität zurückzukehren, wenn auch im Rest der Welt ein gewisses Maß an Normalität herrscht“, erklärte die Premierministerin Jacinda Ardern laut The Guardian nach einer Kabinettssitzung auf einer Pressekonferenz. Die Grenzen Neuseelands sind bereits seit Mitte März 2020 geschlossen, was zu einer erfolgreichen Eindämmung des Coronavirus geführt hat. Insgesamt zählte der Inselstaat seit Ausbruch der Pandemie nur 2.304 Corona-Fälle und 25 Tote, wie Daten des John Hopkins Resource Center zeigen. Damit es weiterhin so bleibt, sollen die Grenzen nach Ansicht von Ardern erst geöffnet werden, bis die Neuseeländer „geimpft und geschützt“ seien. Allerdings dürfte es mit den Impfungen in Neuseeland für die Allgemeinheit erst ab Mitte des Jahres losgehen.

Zwar möchte man auch, dass in Neuseeland wieder Normalität einkehre, doch aufgrund der Risiken, die in der ganzen Welt vorherrschen, und der Unsicherheit über die weltweite Einführung des Corona-Impfstoffes, wird die Einreise über die Grenzen wohl noch für einen Großteil des Jahres beeinträchtigt sein.

„Damit der Reiseverkehr wieder aufgenommen werden kann, brauchen wir eines von zwei Dingen: Entweder brauchen wir die Gewissheit, dass geimpft zu sein bedeutet, dass man Covid-19 nicht an andere weitergibt – und das wissen wir noch nicht – oder es müssen genug aus unserer Bevölkerung geimpft und geschützt sein, damit die Menschen sicher wieder nach Neuseeland einreisen können. Beide Möglichkeiten werden einige Zeit in Anspruch nehmen“, so Ardern.

Auch interessant: Kommt jetzt der Corona-Impfpass? Das sind die aktuellen Pläne der EU.

Corona 2021: Strenge Einreise-Regeln für Neuseeland

Aktuell ist die internationale Einreise nur neuseeländischen Staatsangehörigen oder Inhabern von Daueraufenthaltserlaubnissen gestattet. Hierfür muss laut Auswärtigen Amt dringend eine sogenannte Border Exception vorliegen. Die Betroffenen müssen sich anschließend in eine 14-tägige Quarantäne in einer dafür vorgesehenen Einrichtung begeben. Schon bei Flugantritt muss über einen Voucher der Nachweis erbracht werden, dass ein bestätigter Platz in einer staatlichen Quarantäneeinrichtung erworben wurde. Zudem muss seit dem 25. Januar verpflichtend ein negativer Corona-Test vorliegen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Davon ausgenommen sind nur Reisende, die aus Australien, der Antarktis oder den Pazifischen Inseln nach Neuseeland einreisen.

„In der Zwischenzeit werden wir weiterhin Reisekorridore mit Australien und dem Pazifikraum verfolgen, aber der Rest der Welt stellt einfach ein zu großes Risiko für unsere Gesundheit und unsere Wirtschaft dar, um das Risiko zu diesem Zeitpunkt einzugehen“, sagte die Premierministerin weiterhin zu den Reisebeschränkungen. Die Wirtschaft habe sich seit dem Beginn der Corona-Pandemie wieder erholt und der Alltag in Neuseeland ganz zu großen Teilen normal bestritten werden – diese Errungenschaften wolle man nicht aufs Spiel setzen. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Urlaubsland reagiert auf verschärfte Einreise-Regeln für Reiserückkehrer – und bietet kostenlose Antigen-Tests an.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare