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Deutschlands nördlichster Skilift weiter außer Betrieb

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Bungsberg
Der rund 250 Meter lange Schlepplift auf dem Bungsberg steht seit 2013 still. © Marcus Brandt/dpa/Archivbild

Der Bungsberg gilt als Deutschlands nördlichstes Skigebiet. Auf einen Lift müssen die Wintersportler aber weiterhin verzichten. Es fehlt nicht nur der Schnee, sondern auch ein geeigneter Betreiber.

Schönwalde - Wer in diesem Jahr am Bungsberg in Schleswig-Holstein Wintersport betreiben möchte, muss die 168 Höhenmeter zu Fuß erklimmen. Der Skilift werde seinen Betrieb in diesem Winter definitiv nicht mehr aufnehmen, sagte der Bürgermeister von Schönwalde, Winfried Saak (CDU).

„Inwiefern wir den Betrieb in den nächsten Jahren wieder aufnehmen können, hängt davon ab, ob wir einen geeigneten Sponsor und Betreiber der Anlage finden werden“, sagte Saak.

Schnee und Betreiber fehlen

Der rund 250 Meter lange Schlepplift steht seit 2013 still. Damals hatte sich einer der Betreiber aus Altersgründen zurückgezogen. Seither war die Anlage nicht mehr in Betrieb, weil der Schnee und auch ein Betreiber fehlten. Im Winter 2021 war der Bungsberg zudem wegen der Corona-Pandemie für Skifahrer und Rodler gesperrt.

Ein weiteres Problem ist der technische Zustand der mehrere Jahrzehnte alten Liftanlage. Sie müsse dringend überholt werden, was die Gemeinde viel Geld kosten werde, sagte Saak bereits 2018. Es habe auch Überlegungen in der Gemeinde gegeben, den Liftbetrieb ganz einzustellen, doch die Mehrheit sei für den Lift gewesen. Schließlich sei der Bungsberg das nördlichste Skigebiet Deutschlands, das verpflichte, sagte Saak damals. dpa

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