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Im Flugzeug: Wasserflasche mitnehmen bald kein Problem mehr?

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Von: Jasmin Farah

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Schnell austrinken, bevor man durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen geht, ist nervig und stressig. Doch gehört das bald der Vergangenheit an?

Maximal 100 Milliliter: Diese magische Zahl kennen Vielflieger auswendig. Schließlich wurden 2006 die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Seitdem gilt, dass Flüssigkeiten von nur noch bis zu 100 Milliliter im Handgepäck auf Flugreisen mitgenommen werden dürfen. Diese müssen zudem in einem transparenten Beutel, der wiederverschließbar ist, verpackt sein. Pro Fluggast gilt ein Tütchen, welches bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Platz im Handgepäck wegnimmt. Doch es könnte sein, dass diese Maßnahme bald wegfällt! Eine neue Computer-Technologie soll es möglich machen.

Im Flugzeug: Wasserflasche mitnehmen bald kein Problem mehr?

Demnach wird sie am Shannon Airport an der Westküste Irlands bereits erprobt. Er ist auch der erste Flughafen in der EU, der die Flüssigkeitsbegrenzung bei der Sicherheitskontrolle abgeschafft hat. Seit Oktober 2021 soll das neue 2,5 Milllionen teure Kontrollsystem, genannt „State-of-the-Art-Computer-Tomografie“ (CT), im Einsatz sein. Die innovative Computer-Technologie meldet dem Personal direkt beim Sicherheitscheck, ob die Flüssigkeiten im Handgepäck gefährlich sind oder nicht.

Wasserflaschen ins Flugzeug mitzunehmen, ist tabu. Doch an einem irischen Flughafen geht das jetzt.
Wasserflaschen ins Flugzeug mitzunehmen, ist tabu. Doch an einem irischen Flughafen geht das jetzt. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Hierzu scannt das Hightech-Sicherheitssystem die Koffer und Rucksäcke und somit die darin befindlichen Dinge. Das ist eine große Erleichterung für Fluggäste. Schließlich fällt damit weg, dass Passagiere und Passagierinnen neben Wasserflaschen oder Kosmetikprodukten wie Sonnencremes, auch Laptops, Smartphones etc. nicht mehr in separaten Behältern verstauen und durch die Sicherheitskontrolle schicken müssen. Stattdessen können Fluggäste sie im eigenen Gepäck aufbewahren.

Was praktisch ist: Zudem müssen Reisende nicht mehr auf die Flüssigkeitsbegrenzung achten und können Gele, Cremes und sogar Medikamente in beliebiger Menge und Größe im Handgepäck verstauen. „Wir sind nicht der erste Flughafen der Welt, der diese Regel aufhebt, aber wir sind der erste in Irland, der das tut“, erklärt Sprecherin Nandi O’Sullivan gegenüber dem Reiseportal Reisereporter.de. Der irische Flughafen Donegal soll das Hightech-Sicherheitssystem ebenfalls schon installiert haben.

Im Flugzeug: Keine langen Schlangen mehr am Sicherheitscheck?

Zudem ist ein weiterer Vorteil, dass lange Schlangen am Sicherheitscheck damit in Zukunft passé sein sollen. „Wir sind sehr stolz auf dieses Projekt, bei dem Spitzentechnologie zum Einsatz kommt und das die Verweildauer in den Sicherheitskontrollbereichen des Flughafens erheblich verkürzen dürfte“, sagt Mary Considine, CEO der Shannon Group.

Demnach gehe die Geschäftsführung des Flughafens davon aus, dass die Sicherheitskontrolle pro Fluggast nur noch halb so lang dauern wird wie bisher. Das bedeutet schließlich auch, dass die Menschen vor dem Abflug mehr Zeit in Restaurants und den Shops des „Duty Free“-Bereichs verbringen können. Mit der Hoffnung, dass sich das abschließend auch in den wirtschaftlichen Zahlen des Shannon Airports niederschlagen wird.

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