Spritpreise

Rekordpreise für Diesel: In diesen Ländern tanken Urlauber derzeit günstig

Der Dieselpreis liegt in Deutschland auf einem Rekordhoch – ausgerechnet jetzt, wo sich viele in den Herbstferien befinden. In manchen Ländern ist der Sprit aber noch günstig.

Schon vor Beginn der Herbstferien in Deutschland hat sich abgezeichnet, dass die Benzinpreise stark steigen. Mittlerweile befindet sich der Dieselpreis auf Rekordniveau* und auch Benzin nähert sich einem Höchststand an. Urlauber, die derzeit mit dem Auto oder Mietwagen in Deutschland unterwegs sind, müssen fürs Tanken tief in die Tasche greifen. Doch was kostet Tanken im europäischen Ausland? Der Preisvergleich der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu zeigt auf, wo Reisende im europäischen Ausland günstig tanken und wo es teuer wird.

Durchschnittliche Spritpreise in Europa

LandDiesel (Liter-Preis in Euro) Super (Liter-Preis in Euro)
Slowakei1,181,29
Polen1,221,28
Tschechische Republik1,231,32
Österreich1,251,33
Spanien1,261,42
Slowenien1,311,27
Ungarn1,321,31
Deutschland1,391,74
Kroatien1,391,45
Frankreich1,471,60
Portugal1,521,74
Italien1,551,70
Belgien1,571,61
Dänemark1,571,80
Schweiz1,581,60
Niederlande1,591,97

Quellen: ADAC, benzinpreis-aktuell.de, globalpetrolprices.com

Wer mit dem Auto oder einem Mietwagen verreist, sollte sich in den Niederlanden, der Schweiz und in Belgien auf satte Dieselpreise einstellen. Niederlande führt die Liste mit einem durchschnittlichen Liter-Preis von 1,59 Euro an. Es folgen die Schweiz (1,60 €) und Belgien (1,57 €) mit verglichen hohen Preisen pro Diesel-Liter. Deutschland befindet sich, was Dieselsprit betrifft, im mittleren Bereich (1,39 €). In den Niederlanden müssen sich auch Benzinfahrer auf horrende Kosten gefasst machen, denn ein Liter Benzin kostet derzeit im Schnitt 1,97 Euro. Auch in anderen EU-Ländern müssen Autofahrer momentan tief in die Tasche greifen – aktuell belaufen sich die Preise auf 1,80 Euro in Dänemark sowie 1,74 Euro im sonnigen Portugal. Auch Deutschland liegt mit 1,74 Euro in der oberen Preisklasse. In einigen Ländern in Europa sind die Spritpreise gegenwärtig noch bezahlbar. Die Slowakei und Polen sind sowohl für Diesel als auch Benzin unter der 1,30 Euro-Marke. Im Mittelfeld bewegen sich Spanien und Kroatien mit Preisen zwischen 1,26 Euro und 1,45 Euro für Treibstoff.

Lesen Sie hier: Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Österreich, Italien, Dänemark & Co.

Tipps fürs Tanken

Billiger-mietwagen.de und die Ferienhaus-Suchmaschine Holidu verraten Tricks, mit denen Urlauber vor und während der Reise Geld beim Tanken sparen. „Schon durch einige Tricks und Kniffs gelingt es zusätzlich leicht, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren“, erklärt Heike Müller von der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu. „Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt, denn Verkehr trägt erheblich zum Treibhauseffekt bei.”

  • Mietwagen mit fairer Tankregelung: Schon beim Mietwagen buchen können Sie sich mit der richtigen Tankregelung gegen Extragebühren absichern. Die Variante gute Tankregelung ist in der Regel am günstigsten. Das Prinzip ist denkbar einfach: Sie übernehmen den Mietwagen mit gefülltem Tank und geben ihn mit dem gleichen Füllstand zurück.
  • Die letzte Fahrt vor der Mietwagen-Rückgabe sollte immer zur Tankstelle führen. Vergessen Sie auf keinen Fall, vor Rückgabe das Fahrzeug so vollzutanken, wie Sie es angenommen haben, da der Vermieter Ihnen sonst nicht nur das fehlende Benzin, sondern auch eine Servicegebühr berechnen kann. Achten Sie deshalb genau darauf, welche Tankregelung Sie gewählt haben und dass diese auch im Vertrag vor Ort dokumentiert ist. Lassen Sie sich außerdem an der Tankstelle zur Dokumentation eine Quittung ausstellen.
  • Kraftstoff-Übersetzungen: Informieren Sie sich im Vorfeld, wie Benzin, Diesel und Co. in der Landessprache heißen. Damit vermeiden Sie nicht nur unnötige Kosten, sondern auch kaputte Tanks.
  • Die richtige Uhrzeit: Die beste Zeit zum Tanken ist abends! Als Faustregel gilt, dass Tanken zwischen 18 und 22 Uhr am wenigsten kostet. Am teuersten tankt man morgens zwischen 5 und 8 Uhr.
  • Reiseroute geschickt planen: Manchmal sind die Preisunterschiede an Tankstellen zweier Nachbarländer geradezu erschreckend. Informieren Sie sich über die Benzinpreise, bevor Sie über Landesgrenzen fahren. Sollten Sie lieber vollgetankt aufbrechen oder vor Ort günstig tanken? Zudem gilt: Am besten nicht an Autobahnen tanken!
  • Nutzen Sie Apps: Es gibt viele praktische Apps, mit denen Sie Benzinpreise im Vorfeld checken können. Entlang Ihrer täglichen Route sehen Sie, welche Tankstelle den günstigsten Sprit anbietet.
  • Zahlmittel: In manchen Ländern macht es tatsächlich einen Unterschied, ob Sie die Karte zücken oder Bares dabei haben. In den USA zum Beispiel ist die Tankfüllung vielerorts günstiger, wenn Sie bar bezahlen.

Mietwagen sind teurer geworden

Billiger-mietwagen.de, Deutschlands größter Mietwagenpreisvergleich, verzeichnet die krasseste Preissteigerung für Spanien, wo ein Mietwagen statt 17,90 Euro (2019) nun 33,50 Euro pro Tag im Schnitt kostet – eine Steigerung von 87 Prozent. Auch in Italien schlägt der Mietwagenpreis mit einem Plus von 83 Prozent deutlich zu Buche. Mietwagen-Fahrende in Deutschland müssen im Schnitt mit 50 Prozent höheren Preisen rechnen. Insgesamt liegt das Preisniveau 40 Prozent über dem Vorjahr. Herbsturlauber aus Bayern oder Baden-Württemberg müssen weniger tief in die Tasche greifen: Ende Oktober rutschen die Preise um 4 Prozent.

Auch interessant: Top-Reiseziele im Herbst: Diese Länder stehen bei Deutschen jetzt hoch im Kurs.

Auch Ferienhauspreise gestiegen

Laut Holidu sind die Preise für eine Unterkunft in Deutschland im Herbst um durchschnittlich 17 Prozent im Vergleich zum coronafreien Jahr 2019 gestiegen. In Gesamt-Spanien beträgt die Teuerungsrate 20 Prozent, auf Mallorca jedoch nur 8 Prozent.

Wer im Herbst Urlaub macht, spart im Vergleich zum Sommer beachtlich. In Deutschland kostet eine Ferienunterkunft im Schnitt 50 Prozent weniger als im August. Auch im Ausland sinken die Preise in der Nachsaison deutlich: In Italien sind Unterkünfte 32 Prozent günstiger, in Spanien 17 Prozent und in den benachbarten Niederlanden 18 Prozent.*tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

Auch interessant:

Kommentare