Shopping, Schnee und Südsee

Winter-Reiseziele in den USA

Strand von Miami
+
Winterflucht in den „Sunshine State“: Urlaubsgäste liegen am Strand von Miami in Florida.

Go west! Das Einreiseverbot in die USA wird im November aufgehoben. Da ist die Sommersaison längst vorbei. Doch das Land lohnt sich auch im Winter. Sechs Vorschläge für Neulinge und Rückkehrer.

Berlin - Das Warten hat bald ein Ende: Ab November sollen vollständig geimpfte Touristen aus der Europäischen Union nach eineinhalb Jahren Einreiseverbot endlich wieder in die USA reisen dürfen. Ein negativer Corona-Test reicht dafür aus. Hier sind sechs Ziele, die Amerika-Kenner für den Winter empfehlen.

Berge, Bisons und Geysire: Natur pur in den Mountain States

Wo die Prärien der Great Plains auf die Rocky Mountains treffen, gibt es Platz - sehr viel Platz. Wyoming und Montana gehören zu den am dünnsten besiedelten Bundesstaaten der USA. Nur im Yellowstone National Park drängen sich im Sommer die Besucher, um vor einer dramatischen Ansammlung von Bergen, Flüssen und Canyons dampfende Quellen und Geysire zu bestaunen.

Doch erst in der kalten Jahreszeit entfaltet die Wildnis ihr volles Potenzial: Wenn die schneebedeckte Landschaft in Ruhe und Einsamkeit versinkt, steigen die Chancen, bei einer Schneeschuhwanderung oder Langlauftour Bisons, Elche und sogar Wölfe zu sehen.

Eine 360-Grad-Aussicht auf das Naturspektakel bietet sich vom Big Sky Resort, einem der vielen Skigebiete der Region. Ebenfalls lohnenswert ist ein Abstecher in den nahen Nationalpark Grand Teton. Auch die Schutzgebiete Bryce Canyon und Zion in Utah oder der Rocky Mountain National Park in Colorado sind ganzjährig geöffnet.

Shopping und Skifahren an der Ostküste: Von New York nach Neuengland

Riesige Schneeflocken leuchten von den Fassaden, ganze Gebäude sind in Schleifen gewickelt: In der Adventszeit glitzert und funkelt New York wie wohl kaum eine andere Stadt - eine großartige Atmosphäre fürs Christmas Shopping. Tausende Lichter bringen den riesigen Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center zum Strahlen.

Wer den Shoppingtrip ausdehnen möchte, kann es den Einheimischen gleichtun und zum Skifahren nach Neuengland aufbrechen. Als Skihauptstadt des Ostens hat sich zum Beispiel das historische Bergdorf Stowe in Vermont einen Namen gemacht.

Sonne, Strand und Meer: Überwintern in Florida

Wenn es in Deutschland nass und kalt wird, beginnt im Südosten der USA die beste Reisezeit. Florida ist als Winterziel ideal. Der Bundesstaat bietet eine Sonnengarantie, doch die schwüle Hitze des Sommers mit ihren Mücken ist vorbei. An den 2000 Küstenkilometern des Sunshine State gibt es Palmen und Strände satt.

Ob Everglades-Nationalpark oder Orlando mit seinen Freizeitparks: Die bekannten Sehenswürdigkeiten lassen sich auf einer Mietwagenrundreise abfahren. Übrigens: Disney World feiert jetzt 18 Monate lang mit neuen Shows und Attraktionen seinen 50. Geburtstag.

Ein Hauch von Südsee: Exotisches Hawaii

Blumenketten, Surfer und Vulkane: Es gibt wohl kein größeres Kontrastprogramm zum deutschen Winter als ein Urlaub auf Hawaii. Die Inselgruppe im Pazifik punktet zum einen mit ihrem Wetter.

Außerdem hebt sie sich dank ihrer polynesischen Kultur deutlich vom Rest des Landes ab. Wasserratten nehmen Surfunterricht am weltberühmten Waikiki Beach. Naturliebhaber wandern durch mondähnliche Lavalandschaften oder paddeln im Kajak vorbei an Regenwäldern und Wasserfällen.

Der Klassiker ist eine Runde Inselhüpfen: Auf Maui, Kauai, Big Island und Oahu warten spektakuläre Küstenstraßen und Klippenlandschaften, der Hawaii Volcanoes Nationalpark und Pearl Harbour.

Jetset und Champagner-Schnee: Skifahren in Aspen

Wer einmal den perfekten Pulverschnee erleben will, muss zwischen Ende November und Mitte April nach Aspen. Dank des trockenen Klimas in den Rocky Mountains ist der Schnee hier in Colorado so fein und leicht, dass er den klangvollen Namen „Champagne Powder“ trägt.

Aspen in Colorado gilt als Skigebiet der Schönen und Reichen - und hat Wintersportlern viel zu bieten.

Vier Berge bis oberhalb von 3000 Metern gehören zum Skigebiet Aspen und Snowmass. Die Größe bemisst sich nicht in Pistenkilometern, sondern in Fläche. Und die kann sich sehen lassen: Wintersportler verteilen sich auf mehr als 22 Quadratkilometer.

Das Skigebiet Aspen ist unter anderem für seinen Tiefschnee bekannt.

Aspen zählt zu einem der legendärsten Skigebiete Nordamerikas. Schon Hollywood-Urgestein Gary Cooper lernte in Aspen Skifahren. Heute logieren Filmstars wie Jack Nicholson oder Cameron Diaz in der Kleinstadt mit ihren viktorianischen Villen, unzähligen Kunstgalerien, Nobelhotels und Luxus-Boutiquen.

45 Tage Weihnachten: Feiern am Strand von Puerto Rico

Wer einen USA-Urlaub plant, denkt nicht zuerst an Puerto Rico. Doch der karibische Inselstaat ist das größte Außengebiet der USA. Und wartet mit einigen Superlativen auf.

So gibt es hier nicht nur die hellste biolumineszierende Bucht der Welt. Deren nächtliches Leuchten kann bei einer entsprechenden Konzentration von Plankton von einem Glasbodenboot aus bestaunt werden. Über die Insel erstreckt sich auch das größte Höhlennetzwerk der westlichen Hemisphäre. Die mehr als 1000 unterirdischen Höhlen sind zum Teil verziert mit präkolumbianischen Felsbildern.

San Juan heißt die Hauptstadt von Puerto Rico - die Insel in der Karibik ist das größte Außengebiet der USA.

Tropischer Urlaub auf Puerto Rico ist das ganze Jahr über möglich. Doch vor allem in den Wintermonaten erwacht der karibische Kulturmix bei zahlreichen Festen und Traditionen zum Leben.

Puerto Rico ist der größte Rumproduzent der Welt. Da liegt es nahe, mit einem Glas Rum auf die Hauptstadt San Juan anzustoßen. Deren koloniale Altstadt zählt zum Unesco-Welterbe und feiert bis Juni 2022 mit Ausstellungen, Konzerten und Festivals ihr 500-jähriges Bestehen. dpa

Ab November dürfen vollständig geimpfte Personen mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als drei Tage sein darf, aus Deutschland wieder in die USA einreisen. Personen, die innerhalb von drei Monaten vor Abreise mit Covid-19 infiziert waren, müssen der Fluggesellschaft entsprechende Nachweise vorlegen. Ein weiterer Corona-Test innerhalb von drei bis fünf Tagen nach Einreise wird empfohlen. Informationen zu den Einreisebestimmungen bietet das Auswärtige Amt.

Das Robert-Koch-Institut stuft die USA aktuell als Hochrisikogebiet ein. Die Pandemie-Maßnahmen liegen in der Verantwortung der einzelnen Bundesstaaten. Nähere Informationen gibt es im Internet.

Informationen: www.visittheusa.de

Auch interessant:

Kommentare