"Es kann gut sein, dass ich nicht mehr lange warten kann"

Berhalter denkt an Abflug in die USA

Gregg Berhalter beim Sprinttraining auf Teneriffa
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Gregg Berhalter beim Sprinttraining auf Teneriffa

Kritiker Lügen strafen – das ist (neben Golfspielen) das größte Hobby von Gregg Berhalter (35).

Was wurde der US-Verteidiger der Löwen nicht schon verspottet ob seiner großen Übersetzung und seiner bisweilen spektakulären Fehler. Am Ende lachte meistens der Ex-Nationalspieler aus Englewood, New Jersey.

Auch im am Freitag zu Ende gegangenen Trainingslager auf Teneriffa war Berhalter stets einer der bestgelaunten Löwen. Kein Wunder nach einer persönlich guten Hinrunde, in der er wesentlichen Anteil am Erfolg der blauen Defensive hatte (nur 17 Gegentore). Und doch dürfte ihn die Kanareninsel in der vergangenen Woche zum letzten Mal im Fußballtrikot gesehen haben. Denn nach Lage der Dinge werden sich die Wege der Löwen und die ihres sichersten Elfmeterschützen nach dessen Vertragsablauf im Sommer trennen.

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„Wenn der Verein, wie Stefan Reuter in Interviews gesagt hat, nicht vor März konkrete Vertragsgespräche führen will, dann muss ich das so akzeptieren“, sagte Berhalter zur tz. „Es kann aber gut sein, dass ich so lange nicht mehr warten kann. Ich habe konkrete Angebote aus Amerika, im Sommer könnte ich in der MLS (Major League Soccer) nahtlos in den Spielbetrieb einsteigen. Dann beginnt dort die Rückrunde.“

Nach tz-Informationen sollen Berhalter Angebote von zwei US-Klubs vorliegen. Von den New York Red Bulls und von Washington D.C. United, dem Team, das einst von Ex-Löwe Peter Nowak trainiert wurde. Gut möglich, dass schon bald Vollzug gemeldet werden kann. Bei 1860 jedenfalls scheint über den Sommer hinaus kein Bedarf mehr an Berhalters Abwehrkraft zu bestehen.

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Wie intern zu hören ist, planen die Löwen in ihrer schicksalsträchtigen Saison 2009/10 in der Abwehrzentrale mit dem Duo Mate Ghvinianidze und Mathieu Beda. Der Franzose war zum Saisonbeginn als Innenverteidiger aus Kaiserslautern verpflichtet worden, musste jedoch nach der Syndesmose-Verletzung von Lars Bender als „Sechser“ vor der Abwehrkette ran. Zudem haben die Löwen in Florian Jungwirth noch den Kapitän der U-19-Europameister-Mannschaft im Kader, auch er ein Innenverteidger.

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Berhalter geht mit der Situation professionell um. Einen Wechsel noch in der laufenden Transferperiode (bis Ende Januar) schließt er aus, er will mit den Löwen noch was bewegen: „Wir haben was gutzumachen nach dieser Vorrunde.“ Ganz besonders freut er sich auf das Pokalmatch beim Hamburger SV am 27. Januar. „Petric und Olic sind genauso stark wie Toni und Klose, aber noch unberechenbarer. Das wird eine große Herausforderung.“ Angst klingt anders.

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Quelle: tz

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