Marco Hiller: „Wir haben gut gefightet“

Löwen nach Aus enttäuscht: „Hätten Elfmeterschießen verdient gehabt“

Der TSV 1860 München ist im Totopokal ausgeschieden.
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Der TSV 1860 München ist im Totopokal ausgeschieden.

Der TSV 1860 München unterliegt im Totopokal Türkgücü München im Derby. Damit müssen sich die Löwen über die 3. Liga für den DFB-Pokal qualifizieren.

München – Michael Köllner kratzte sich den Stachelbart, vor der Türkgücü-Ersatzbank wurden Freudentänze aufgeführt. Durch den 1:0 (1:0)-Sieg gegen den TSV 1860 bewahrte sich das Team von Präsident Hasan Kivran die Chance auf die Teilnahme am DFB-Pokal. Der Totopokal soll notfalls per Sonderverordnung zu Ende gespielt werden. Für die Löwen bleibt nach dem Ausscheiden nur die Qualifikation über die 3. Liga. Der vierte Platz würde reichen. „Wir haben gut gefightet. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir das Elfmeterschießen verdient gehabt“, bilanzierte 1860-Keeper Marco Hiller

„Jeder brennt auf den DFB-Pokal“, strahlte Torschütze Philipp Erhardt. „Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Löwen-Coach Michael Köllner hatte gegenüber demSamstags-Sieg gegen den FC Ingolstadt nur auf einer Position getauscht. Für Steinhart durfte Gresler als Linksverteidiger ran – das Startelfdebüt für den 17-jährigen Deutsch-Kasachen. Etwas überraschend musste auf der Gegenseite Sliskovic auf die Ersatzbank. Röser habe den besseren Eindruck im Training gemacht, erklärte Dayat seine Maßnahme lakonisch.

Marco Hiller verdient 0:2-Pausenrückstand für TSV 1860 München

Eine Abtastphase sparten sich die Kontrahenten, vom Start weg suchten beide Teams den direkten Weg zum Tor. Mölders traf nach einem Freistoß per Kopf nur den Außenpfosten (4. Minute), besser machte es Fischer. Der Rechtsverteidiger schüttelte bei seinem Vorstoß Gresler ab, die Flanke fand Erhardt, der höher sprang als der falsch postierte Lang und zum 0:1 einnickte (15.). Ein früher Dämpfer für die Blauen, von dem sie sich allerdings rasch erholten. Staude vergab die Riesenchance zum 1:1, scheiterte per Drehschuss an Türkgücü-Keeper Vollath (22.), die folgenden Angriffswellen nach energischem Gegenpressing führten mangels Präzision nicht zum Abschluss

Mit der Führung im Rücken zeigte Türkgücü ab Mitte des ersten Durchgangs die schlüssigere Spielanlage, zur Halbzeit konnten sich die Sechziger bei Hiller bedanken, dass es nicht schon 0:2 stand. Entschlossen parierte der Torwart in der 43. Minute zunächst gegen Röser und im Nachschuss gegen Fischer.

Türkgücü München auch in der zweiten Halbzeit offensiv gefährlicher

Auch nach dem Seitenwechsel (mit Jakob für Niemann) blieb zunächst alles beim Alten. Die Löwen viel zu ungenau bei den letzten und vorletzen Pässen, Türkgücü abgeklärter und gefährlicher. Rösers Kopfball nach abgewehrtem Freistoß landete an der Latte (56.), drei Minuten später hatte Tosun nach einem Konter die Entscheidung auf dem Fuß, Hiller hielt die Löwen mit einem Fuß-Reflex im Spiel.

Köllners Antwort: Ein Vierfach-Wechsel! Tallig, Greilinger, Knöferl und Klassen kamen für Staude, Lex, Gresler, und Willsch (64.), Tallig hatte auch gleich die Chance zum Ausgleich: Sein diagonaler Linksschuss aus 17 Metern strich flach am rechten Pfosten vorbei (68.). Vollath parierte in der Nachspielzeit gegen Neudecker, das war’s. Am Samstag (14 Uhr) geht’s für die Löwen beim KFC Uerdingen darum, die Minimalchance auf den Aufstieg zu wahren.

(Ludwig Krammer)

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