Kurz sorgt für Überraschung: Sascha Rösler als Stürmer

Blauer Schnupperkurs

Schussstark: Sascha Rösler.
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Schussstark: Sascha Rösler.

Arona - Das Trainingslager ist Geschichte, am Freitag kehren die Löwen vom 20 Grad warmen Teneriffa zurück ins kalte München.

Eher unterkühlt ist auch die Stimmung bei den mitgereisten Fans, die immerhin zehn Euro Eintritt zahlen mussten und dafür beim 1:0 (0:0)-Sieg gegen Viertligist CD Marino (Torschütze: Manuel Schäffler, 74.) eine dürftige Leistung geboten bekamen. „Das war noch nicht das Gelbe vom Ei“, meinte auch Hotelier und Löwen-Gönner Axel Gassmann, der die Sechziger schon zum vierten Mal in seiner Edelherberge „Villa Cortes“ logieren ließ. Bislang folgte dem Insellager stets der Absturz in der Rückrunde…

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Positiver sieht es Marco Kurz: „Wichtig war, dass wir gewonnen haben. Dass zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung noch nicht alles rund läuft, ist klar. Wir haben gute Ansätze gezeigt und alle Spieler waren engagiert bei der Sache nach diesem enormen Trainingspensum.“ Zu Hause in München werde es nun an den „Feinschliff“ gehen, kündigte der Coach an. Seine erste Elf scheint Kurz bereits gefunden zu haben.

Die tz-Bestandsaufnahme elf Tage vor dem Pokalknaller beim HSV.

Tor: Auch wenn er sich gegen Marino zwei misslungene Abschläge leistete, gibt’s über Philipp Tschauner keine Diskussion. Der lautstarke Franke ist die Nummer 1 im Kasten, Michael Hofmann bleibt mit ungebremstem Ehrgeiz eine treibende Kraft.

Abwehr: Gegen Marino verteidigte die Kette Thorandt (rechts), Beda, Berhalter und Johnson. Mate Ghvinianidze wurde wegen Muskelproblemen geschont. Gut möglich, dass der Georgier seinen Kumpel Beda ersetzen wird, wenn’s um Zählbares geht. Benjamin Schwarz ist nach überstandener Patellasehnen-Verletzung laut Kurz noch „kein Thema“ für den Punktspielstart gegen Freiburg, Torben Hoffmann liegt in Lauerstellung.

Mittelfeld: Die oberbayerische Flügelzange Bierofka und Aigner (Kurz: „Ein belebendes Element“) steht bereit, defensiv setzt der Trainer auf die Zwillings-Sechs Lars und Sven Bender. Vizekapitän Danny Schwarz wird es schwer haben, sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen.

Sturm: Aggressiv-Leader Sascha Rösler spielte gegen Marino als zweite Spitze neben Benny Lauth. Nach starkem Beginn baute er bis zur Auswechslung in der Halbzeit merklich ab. „Mir steckten die vielen Trainingseinheiten in den Knochen“, gab er zu, „aber es war schön für mich, mal wieder zu spielen, schließlich war es das erste Mal seit Oktober.“ Rösler als hängende Spitze zusammen mit Lauth, das könnte passen. „Die Jungs müssen mich noch mehr kennenlernen auf dem Platz, man muss sich beschnuppern“, sagt die neue Nummer 10. Möglich ist freilich auch eine Formation mit Rösler als Spitze einer Mittelfeldraute. „Das ist eine Option“, bestätigt Kurz. Dann würde Lars Bender als alleiniger Sechser agieren, und vorne neben Lauth wäre ein Sturmplatz frei. Eigengewächs Manuel Schäffler oder Marvin Pourie hießen die Alternativen. Eine ganz enge Kiste. „Schäffler wird das Tor gegen Marino Selbstvertrauen geben“, weiß Kurz, „Marvin ist immer in Bewegung, aber zum Teil noch zu ballverliebt.“

Noch elf Tage sind’s bis zum Ernstfall. Für die Mannschaft. Und für ihren Trainer.

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Quelle: tz

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