Stürmer verspricht: „Reiße mir den A… auf“

Darf Pourie endlich ran?

Marvin Pourie (r.) würde gerne seine Löwen-Ersatzbank-Decke gegen ein Löwen-Trikot tauschen.
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Marvin Pourie (r.) würde gerne seine Löwen-Ersatzbank-Decke gegen ein Löwen-Trikot tauschen.

Ob Marvin Pourie (18) Leo Tolstoi (180) kennt? „Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann“, hat Sportdirektor Miki Stevic neulich im Literaten…, pardon: Löwenstüberl den großen russischen Dichter zitiert.

Ein Aphorismus, der auch auf Pourie passen könnte. Denn nach Lage der Dinge wird der blonde Jungstürmer am Sonntag in Duisburg seinen Einstand in der 1860-Startelf feiern – nach Wochen des Wartens.

„Marvin ist ein Spieler, den du reinschmeißen kannst“, sagt Trainer Marco Kurz, der den in Liverpool ausgebildeten und vom FC Schalke ausgeliehenen Angreifer (Vorbild: Fernando Torres) am Freitag im orangenen Stammspieler-Leiberl trainieren ließ. „Ich bin mit Marvins Entwicklung zufrieden. Er ist sehr engagiert und fleißig im Training.“ Manuel Schäffler (20), der beim 2:1-Sieg gegen Ahlen eine ziemlich unglückliche Figur abgab, würde für Pourie auf die Bank rücken.

TSV 1860 - Ahlen: Die Löwen in der Einzelkritik

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Punktspiel-Debüt beim MSV? „Ich würde mich tierisch freuen und mir den Arsch aufreißen“, sagt Pourie in herzhaftem Ruhrpott-Deutsch. Dass sich seine Löwen-Bilanz bislang auf einen 15-Minuten-Einsatz beim 1:3-Pokal-Aus in Hamburg beschränkt – geschenkt. Es sei halt auch „blöd gelaufen“ zuletzt gegen Mainz und Ahlen mit den frühen Verletzungen von Sven Bender, Mathieu Beda, Danny Schwarz und Daniel Bierofka, „da musste der Trainer taktisch reagieren“.

Zu Lasten des Angreifers. „Die letzten Spiele liefen aufgrund der frühen Verletzungen so, dass wir im vorderen Bereich keine Spieler einwechseln konnten“, bestätigt Kurz. Was Pouries guter Laune keinen Abbruch tut. „Ich find’s super hier bei Sechzig“, sagt der Offensivmann, „ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so schnell einlebe im Verein und in der Mannschaft.“

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Auch außerhalb des Klubgeländes begegnet Marvin neuerdings zwei bekannten Gesichtern: seinen Eltern. Rüdiger und Regina Pourie zogen am Dienstag aus Werne/Westfalen nach München-Giesing. Gemeinsam mit Sohnemann Marvin wohnen sie in einer 100-Quadratmeter-Wohnung in der Schönstraße – als Nachmieter der Bender-Brüder. Lars und Sven war die Bleibe nach dem Auszug von WG-Kumpel Timo Gebhart zu groß geworden, sie haben mittlerweile eine neue gemeinsame Wohnung bezogen.

Informationen über Informationen für den geneigten Löwen-Fan. Böse Zungen werden sich dafür bei Miroslav Stevic bedanken. Der Sportdirektor (Motto: „Wer sich die eigene Haut verbrennt, wird erwachsen“) soll für die neue Offenheit bei 1860 verantwortlich sein. Doch Marco Kurz widerspricht energisch: „Bevor hier jetzt irgendwelche falschen Geschichten entstehen: Es gab und gibt hier kein Sprechverbot! Wir werden aber weiter steuern, wann wer was sagen darf. Wir wollen die Jungs nicht verbrennen, wir wollen sie langsam an die Münchner Medienlandschaft heranführen.“ Alles klar!?

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Quelle: tz

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