„Erspart den Zeugen erneute Belastung“

„Fiktives Geständnis“: Erdmann darf wieder spielen - Ex-Löwe auf Bewährung

Dennis Erdmann kann ab sofort wieder in das Spielgeschehen eingreifen.
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Dennis Erdmann kann ab sofort wieder in das Spielgeschehen eingreifen.

Die Sperre gegen Ex-Löwe Dennis Erdmann ist vom DFB-Bundesgericht verkürzt worden. Ursprünglich war der „Earthman“ für acht Wochen gesperrt worden.

Frankfurt/Main - Gute Nachrichten für Dennis Erdmann. Die Sperre gegen den Ex-Löwen wurde vom DFB-Bundesgericht auf Bewährung gesetzt. Der Spieler des 1. FC Saarbrücken war ursprünglich für acht Wochen vom DFB aus dem Verkehr gezogen worden.

Doch in der Berufungsverhandlung heute wurde die Sperre, die am 25. Oktober abgelaufen wäre und noch zwei Spiele angedauert hätte, bis zum Ende der Saison auf Bewährung ausgesetzt. Erdmann hat bereits fünf Spiele aussetzten müssen. Des Weiteren wurde die Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro gestrichen.

„Fiktives Geständnis“ von Erdmann verkürzt Sperre

Dem selbsternannten „Earthman“ wird vorgeworfen, während der Partie des 1. FC gegen den 1. FC Magdeburg mehrere Gegenspieler rassistisch beleidigt zu haben. Die Magdeburger Spieler hatten die Vorwürfe nach der Partie hervorgebracht und vor Gericht bestätigt. Erdmann selbst wies die Anschuldigungen mehrfach entschieden zurück.

Der Anwalt des Abwehrspielers Horst Kletke erklärte in der Verhandlung, dass die eingelegte Berufung auf das Strafmaß beschränkt sei. Erdmann betone zwar weiterhin die ihm unterstellten Äußerungen nicht getätigt zu haben, aber wenn es zu Missverständnissen gekommen sei, täte dem 30-Jährigen dies leid. „Strafmildernd hat das Bundesgericht trotz der schwerwiegenden Vorfälle berücksichtigt, dass den 13 Zeugen durch dieses fiktive Geständnis die erneute Vernehmung und Belastung erspart blieb“, erklärte der Vorsitzende Richter Achim Späth.

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