Stevic verhandelt mit Ex-Dortmunder

Doll zu 1860?

Beim HSV und beim BVB als Cheftrainer gescheitert, bei 1860 ein Hoffnungsträger: der bekennende Buddhist und gebürtige Mecklenburger Thomas Doll.
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Beim HSV und beim BVB als Cheftrainer gescheitert, bei 1860 ein Hoffnungsträger: der bekennende Buddhist und gebürtige Mecklenburger Thomas Doll.

München - Am vergangenen Freitag saßen Löwen-Sportdirektor Miroslav Stevic (39) und Thomas Doll (42) beim Derby des FC Schalke gegen Borussia Dortmund (1:1) nebeneinander auf der Tribüne der Veltins Arena.

Nun verdichten sich die Anzeichen, dass der gebürtige Mecklenburger neuer Cheftrainer bei 1860 werden könnte. Wie die tz aus sicherer Quelle erfuhr, stehen Stevic und Doll in konkreten Verhandlungen. „Ich kann auch bei einem Zweitligisten einsteigen, wenn die Richtung stimmt“, hatte Doll vor Kurzem im kicker angedeutet.

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Doll ein Löwe? Fraglich, ob der Ex-Nationalspieler bei der blauen Fangemeinde mit offenen Armen empfangen werden würde. Seine Vita als Trainer liest sich wenig berauschend. In Hamburg scheiterte Doll ebenso wie in Dortmund, wo er am 19. Mai 2008, zwei Tage nach dem verlorenen Pokalfinale gegen den FC Bayern (1:2 n.V.), zurücktrat.

Interims-Cheftrainer Uwe Wolf muss mit den Debatten um seinen möglichen Nachfolger leben. Und er setzt munter Zeichen. Am Donnerstag, drei Tage vor dem brisanten Spiel gegen den FC St.Pauli, gab der Pfälzer tiefe Einblicke in seine Planungen für die Startelf. Die größe Überraschung: Philipp Tschauner fliegt aus der Kiste! Für den 23-Jährigen, den Ex-Trainer Marco Kurz im Sommer zur Nummer 1 machte, kehrt Routinier Michael Hofmann (36) zurück zwischen die Pfosten. Wolfs Erklärung: „Tschauner hat seine Sache in der Hinrunde sehr ordentlich gemacht, aber in solchen Situationen muss man auch mal was ändern. Michel hat das Sieger-Gen in sich. Ich hoffe, dass er die Mannschaft damit infiziert. Es ist an der Zeit, mal wieder zu Null zu spielen.“

Zurück in die Zukunft? Hofmann und Tschauner wollten sich am Donnerstag nicht zur Rotation äußern. Beim Training in der B-Elf war Tschauner jedoch auffallend still…

Ganz im Gegensatz zu Torben Hoffmann. Der Abwehr-Oldie (34) wird am Sonntag als Innenverteidiger neben Markus Thorandt das Kommando führen. Mate Ghvinianidze fehlt knöchelverletzt, Mathieu Beda rückt auf die zweite Sechser-Position neben Lars Bender. „Torben musste zuletzt auf Positionen spielen, die er nicht so mochte“, sagt Wolf, „ich werde ihn bei der Ehre packen.“ Hoffmann gibt sich kämpferisch: „Es freut mich, dass ich wieder Innenverteidiger spielen kann. Im Training sei bereits eine neue Lebhaftigkeit zu spüren. „Jetzt hoffe ich“, sagt Hoffmann, „dass das kein Strohfeuer ist, keine Eintagsfliege.“

Keine Eintagsfliege soll auch Michael Schick (20) bleiben. Der U 23-Linksverteidiger (Spezialität: Freistoßflanken) ist Wolfs nächste Überraschung. „Hinten links ist durch die Ausfälle von Gulan und Benny Schwarz keiner mehr da“, sagt Wolf, „Und Johnson sehe ich vorne stärker.“ Schick (15 Saisoneinsätze in der U 23, zwei Tore) habe sich seine Chance verdient. Und nicht nur, weil er am Sonntag seinen 21. Geburtstag feiere.

Hofmann im Tor, Rukavina, Hoffmann, Thorandt, Schick in der Kette, Aigner, Beda, Lars Bender und Johnson (Bierofka) im Mittelfeld – bleibt die Frage nach dem Sturm. „Benny Lauth ist gesetzt“, sagt Wolf, ob Pourie oder Schäffler neben ihm beginnen, ist noch offen.“

P.S.: Lauth wurde beim HSV einst von Doll aussortiert…

Ludwig Krammer

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Quelle: tz

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