Rukavina will gestärkt zum BVB

Einspielen für die Bundesliga

Sonderanfertigung: Rukavinas Fußballschuh mit Goldaufdruck „Toni“
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Sonderanfertigung: Rukavinas Fußballschuh mit Goldaufdruck „Toni“

Es geht um den Mitarbeiter der Woche beim TSV 1860. Manfred Stoffers, sagen Sie?

Klarer Fall! Oder doch Miki Stevic? Marco Kurz? Christian Ude?? Tjaaa… Bleiben wir auf dem Platz. Das macht die Sache erstens leichter und die Fans zweitens glücklicher. Oder waren Sie nicht gerührt, als er da am Sonntag Küsschen verteilend am Kurvengitter der Arena jubelte, der Rukavina Toni?

Nur Schiri Markus Wingenbach funkte dazwischen. Gelb für exzessiven Torjubel. „Ich verstehe diese Regel nicht“, wunderte sich Rukavina gestern nach dem Training – auf Englisch. „Daniel Bierofka ist doch auch zu den Fans gelaufen nach seinem 1:0 – und er hat nichts bekommen vom Schiri.“ Ungerechte Fußballwelt.

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Schmälern kann das Rukavinas Freude über sein erstes Profitor in Deutschland nicht.

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„Ich bin happy, dass es gleich im ersten Heimspiel geklappt hat“, sagt der 25-jährige Rechtsverteidiger, der sich bei den Löwen „super aufgenommen“ fühlt. Leistung als bester Integrationsbeschleuniger.

„Toni ist ein Arbeiter, er passt zu 1860“, sagt Sportdirektor Miki Stevic. „Rukavina hat eine Qualität, die uns sicher weiterbringt“, sagt Trainer Marco Kurz und lobt „die Vorstöße“ des Serben (15 A-Länderspiele), der bei Borussia Dortmund nicht an Patrick Owomoyela vorbei kam. Vorerst. Denn Rukavina, vor einem Jahr als Serbiens Fußballer des Jahres für drei Millionen Euro von Partizan Belgrad zum BVB gewechselt, macht keinen Hehl daraus, dass die 2. Liga für ihn ein Intermezzo bleiben soll: „Ich werde mental gestärkt nach Dortmund zurückkehren.“ BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigt: „Rukavina kommt im Sommer zurück. Wir planen mit ihm.“

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Video: Rukavina: "Ich will spielen!"

Einspielen für die Bundesliga quasi – in Anlehnung an das vielzitierte Motto der Löwen. Mit dem Unterschied, dass Rukavina anders als 1860 tatsächlich einen Vertrag fürs Oberhaus besitzt.

Womit wir bei Investor Nicolai Schwarzer wären. Aus dessen Vorschuss speisen sich die (anteiligen) 1860-Gehälter der beiden Leihgaben Rukavina und Nikola Gulan – sagen die Löwen und Schwarzer. Nur: Was passiert, wenn aus dem Investorendeal auch im zweiten Anlauf nichts wird? „Bis auf weiteres erfolgt keine Rückforderung des Geldes. Ich fühle mich 1860 so weit verbunden, dass ich jetzt nicht noch für weitere Unruhe sorgen will“, sagte Schwarzer gestern zur tz. „Aber wenn kein Vertrag zustande kommt, dann wollen wir das Geld (300 000 Euro, d. Red.) natürlich zurück.“

Video: tz-Fanreporter: Endlich wieder zufrieden mit den Löwen

Die Chancen auf den Deal? Schwarzer: „1860 muss seine Hausaufgaben machen – mit der DFL und intern. Alle Klubgremien müssen an einem Strang ziehen, dann bin ich zu Gesprächen bereit.“

Ludwig Krammer

Quelle: tz

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