Endlich Durchblick?

Haben die Löwen jetzt den Durchblick?

Sie brauchen noch einen Beleg dafür, dass bei 1860 zuletzt keiner mehr wusste, wer morgen noch da ist?

Dann sichern Sie sich das neue Stadionheft, die Löwen News! Wo sonst Präsidenten oder Geschäftsführer Ihr (Vor-)Wort an die blaue Fangemeinde richten, ruft dieses Mal Mannschaftskapitän Daniel Bierofka dazu auf, zusammenzuhalten, "um uns wieder positive Schlagzeilen zu erarbeiten".

Löblich – und nachvollziehbar. Zur Drucklegung stand schließlich noch nicht fest, ob das Präsidium und/oder die Geschäftsführung die Chaoswoche bei 1860 heil überstehen werden…

Diese Talente verließen die Löwen in jungen Jahren

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Ganz abgesehen davon, dass er noch nicht da war: PR-Profi Manfred Stoffers, der neue Sprecher der Geschäftsführung. Dem passionierten Metaphern-Jongleur mit der markanten Designerbrille (alle Daten im Kasten rechts) wird es künftig obliegen, die Kernbotschaften ins Volk zu feuern. „Chili-Fußball“, „Pfeffer in der Hose“ – leidenschaftlich wie beim 2:2 in Mainz sollen sich die Sechziger bitteschön regelmäßig präsentieren. Haben die Löwen mit Stoffers endlich den Durchblick?

„Mir gefällt der Begriff Chili-Fußball“, sagt Sportdirektor Miki Stevic. „Die Assoziation passt gut: Jeder Fan will sehen, dass die Mannschaft aggressiven, leidenschaftlichen Fußball spielt. Die Aufgabe am Sonntag gegen Ahlen ist, das Spiel so zu absolvieren, dass unsere Fans zufrieden nach Hause gehen können.“

Zufriedenheit – das war am Freitag auch das Stichwort für Marco Kurz. Im negativen Sinne, versteht sich. Beim allzu lässig angegangenen Trainingsspiel stauchte der Coach seine Schutzbefohlenen derart herzhaft zusammen, dass beim Kiebitzvolk wohlige Erinnerungen an Werner Lorant wach wurden. „Ich habe die Spieler deutlich darauf hingewiesen, dass es wegen eines Punktes in Mainz keine Zufriedenheit geben kann. Mir haben einige Dinge nicht gepasst“, erklärte Kurz hinterher im Pressecontainer. Die Unruhe der vergangenen Woche dürfe „kein Alibi“ für die Mannschaft sein. „Wir sind in der Pflicht, am Sonntag gegen Ahlen einen Sieg zu holen.“

Wir – da ist auch Kurz eingeschlossen. „Wenn die Mannschaft wieder so spielt wie in Mainz, gibt es keinen Grund, am Trainer zu zweifeln“, hatte Stevic schon am Donnerstag in einem kicker-Interview angemerkt. „Er hat mein vollstes Vertrauen, ich kenne ihn schon lange. Aber in die Zukunft kann ich nicht schauen.“

Den Blick in die Vergangenheit warf gestern die Pressestelle des TSV 1860. Und die hervorgeholte Statistik dient nicht dazu, den Druck zu mindern. „Ahlen verlor seine letzten 3 Auswärtsspiel – jeweils mit mindestens 3 Toren Differenz“, steht auf dem Infoblatt zu lesen. 1:4 in Koblenz, 0:3 in Fürth, 0:4 beim FSV Frankfurt. Und am Sonntag? „Jeder Gegner ist nur so gut, wie wir es zulassen“, sagt Stevic. „Und am Sonntag werden wir alles dafür tun, dass Ahlen schlecht aussieht.“ Und nicht der eigene Trainer…

lk

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Quelle: tz

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