Der tz-Trainer-Gipfel

Funkel, Stöger und Runjaic im Aufstiegsgespräch

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Friedhelm Funkel (28 Punkte), Peter Stöger (Köln, 39 Punkte) und Kosta Runjaic (FCK, 31) im Lauterer Teamhotel Titanic Deluxe in Belek.

Belek - Die tz nutzte die Gelegenheit in Belek und traf die Trainer Peter Stöger (Köln), Kosta Runjaic (FCK) und Friedhelm Funkel (1860) zum Aufstiegs-Gipfel.

Köln, Kaiserslautern, 1860 – drei Traditionsklubs, drei gefühlte Erstligisten, drei Trainer, die ihre Teams in Belek auf den Kampf um die Aufstiegsplätze vorbereiten. Die tz nutzte die Gelegenheit und traf Peter Stöger (Köln, 39 Punkte), Kosta Runjaic (FCK, 31) und Friedhelm Funkel (28) im feudalen Lauterer Teamhotel Titanic ­Deluxe zum Aufstiegs-Gipfel.

Meine Herren, zunächst mal vielen Dank, dass es geklappt hat mit dieser Runde. Wie läuft’s bislang in Belek?

Stöger: Passt alles. Die Plätze sind gut, das Wetter auch. Mit dem Test gegen Legia Warschau (2:2) war ich zufrieden. Du hast in so einem Trainingslager die Möglichkeit, mit den Spielern mal auf andere Weise ins Gespräch zu kommen.

Runjaic: Darum geht’s. Sich auf engem Raum auszutauschen, mal einen Kaffee zu trinken und ohne große Ablenkungen arbeiten zu können. Ich bin ja anders als der Peter erst mitten in der Saison eingestiegen, von daher geht’s für mich auch darum, meine Mannschaft noch besser kennenzulernen.

Funkel: "Wenn wir den Kurs der Vernunft beibehalten, ist der direkte Aufstieg ein Ziel"

Funkel: Genau wie bei mir. Bei uns gilt es dazu noch zwei neue Spieler zu integrieren, dafür ist so ein Trainingslager ideal. Jetzt hoffe ich nur, dass am Montag, wenn wir wieder nach München fliegen, nicht der ganz große Wintereinbruch kommt.

Der Aufstieg ist das große Ziel bei allen drei Klubs. Wie beurteilen Sie die Ausgangslage?

Funkel: Zum FC Köln brauchen wir ein Fernglas, das ist für uns kein Thema, die anzugreifen. Zu Kosta schaue ich schon hin. Drei Punkte sind in 15 Spielen aufzuholen.

Runjaic: Wir haben es mit drei Niederlagen in Serie leider geschafft, uns von der Tabellenführung am 15. Spieltag in eine weniger gute Position zu bringen. Unser Ziel bleibt der direkte Aufstieg. Für uns sind’s 15 Endspiele.

Stöger: Und wir sind eh dazu verdammt, aufzusteigen. Die Spieler sind sich bewusst, dass das ihr Auftrag ist. Trotzdem ist das Ganze viel enger, als es auf den ersten Blick ausschaut. Die Gefahr lauert jede Woche. Lautern muss uns eine Warnung sein. Und Paderborn zum Auftakt daheim vor 50 000 Zuschauern, naja, das wird gleich eine richtige Scheißaufgabe.

Ex-Löwe besucht das 1860-Training - Bilder

Nach einer morgendlichen Laufeinheit für das gesamte Team ging es für die Löwen auf den Trainingsplatz. Der österreichische Ex-Sechziger Markus Weissenberger schaute auch vorbei. © sampics
Nach einer morgendlichen Laufeinheit für das gesamte Team ging es für die Löwen auf den Trainingsplatz. Der österreichische Ex-Sechziger Markus Weissenberger schaute auch vorbei. © sampics
Nach einer morgendlichen Laufeinheit für das gesamte Team ging es für die Löwen auf den Trainingsplatz. Der österreichische Ex-Sechziger Markus Weissenberger schaute auch vorbei. © sampics
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Sie haben Köln gegen Warschau gesehen, Herr Funkel, die Torvorlage von Daniel Halfar. Wie groß ist der Schmerz, dass dieser Spieler nicht mehr bei 1860 ist?

Funkel: Die Entscheidung ist so gefallen, Köln war klug und hat sich den Spieler geschnappt. Von mir gibt es da keine Schuldzuweisungen. Nachtrauern hilft nichts.

Stöger: Bei uns passt der Daniel mit seinem Auge und seiner Passqualität als Assistgeber sehr gut rein. Aber der Torgefährlichste ist er nicht. Er hat als einziger Stammspieler in der Offensive noch nicht getroffen. Gut, bei uns fällt das nicht so ins Gewicht, weil die anderen viele Tore geschossen haben. Aber in einer Mannschaft, die weniger trifft, würde es schnell heißen: Was ist da los, warum schießt der kein Tor? Man muss die Dinge schon genau betrachten, bevor man sein Urteil fällt.

Sie, Herr Runjaic, haben mit Yannick Stark bei Darmstadt 98 ein großes Talent gefördert. Können Sie erklären, warum er bei 1860 bislang noch nicht so zur Geltung kommt?

Runjaic: Ich bin zu weit weg, um mir da wirklich ein Urteil anzumaßen. Ich kann nur sagen, dass Yannick ein guter Junge ist, der sein Talent schon bewiesen hat. Mit 1860 hat er jetzt einen großen Verein mit entsprechender Erwartungshaltung. Man muss da auch mal etwas geduldiger sein.

Aufsteigen, Tee trinken.

Funkel: So ist es. Die Erwartungshaltung in München ist sehr, sehr groß, der Verein ist zehn Jahre in der Zweiten Liga! Man hat es hier nie geschafft, eine Einheit zu sein, Kontinuität reinzubringen, das war ein Kommen und Gehen auf allen Ebenen. Jetzt ist der Klub auf einem guten Weg mit dem neuen Präsidium und dem neuen Geschäftsführer. Für Sechziger-Verhältnisse war es in den letzten Monaten erstaunlich ruhig. Wenn wir diesen Kurs der Vernunft beibehalten, dann ist der direkte Aufstieg in den nächsten anderthalb Jahren ein realistisches Ziel.

Und diese Saison?

Funkel: Wir versuchen natürlich alles, dass es diese Saison schon klappt, aber wenn es am Ende nicht reichen sollte für Platz drei, wenn wir Vierter, Fünfter oder Sechster werden, dann gilt es, eine Mannschaft aufzubauen, die im nächsten Jahr voll angreifen kann – ähnlich wie Köln in dieser Saison.

Stöger: Entscheidend ist, dass du es schaffst, eine hungrige Mannschaft aufs Feld zu bringen. Der wird dann auch was verziehen von den Fans. Es gibt nichts Schlimmeres als eine namhaft besetzte Mannschaft, die unter ihren vermeintlichen Möglichkeiten bleibt.

Herr Stöger, Herr Runjaic, Sie haben beide einen Vertrag bis 2015 bei Ihren Klubs. Kollege Funkel ist bei 1860 nur bis Saisonende gebunden...

Runjaic: Er muss ja auch nicht mehr arbeiten! (alle lachen).

Funkel: Schon klar... Nee, die Klubverantwortlichen und ich, wir wissen schon, was wir aneinander haben. Alles andere ist jetzt nicht wichtig. Was zählt ist, dass wir die Mannschaft nach vorne bringen. Über alles andere mach ich mir derzeit keine Gedanken.

Stöger: Ich bin ja auch schon ein paar Jahre im Geschäft. Es gibt nichts Schnelllebigeres als den Sport. Wenn du gesund bleiben willst in diesem Beruf, ist es ganz wichtig, dass du die Fähigkeit entwickelst, den Moment genießen zu können.

Runjaic: Genießen können ist ganz wichtig. Wir haben uns den Job alle freiwillig ausgesucht, da sollte man nicht groß rumjammern.

Funkel: So sieht‘s aus. Besser kann man es nicht sagen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Interview: Ludwig Krammer

Quelle: tz

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