Jährliche Mitgliederversammlung

Heißer Wahlkampf beim TSV 1860: Zwei Gruppen wollen in den Verwaltungsrat

Am 22. Juli wird im Zenith gewählt. Besonders interessant wird die Zusammensetzung des Verwaltungsrates.
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Am 22. Juli wird im Zenith gewählt. Besonders interessant wird die Zusammensetzung des Verwaltungsrates.

Sportlich scheint der TSV 1860 auf einem guten Weg: Die beiden Trainingslager sind vorbei, in den Testspielen gab es bislang keine Niederlage. Ruhig ist es deswegen trotzdem nicht bei den Löwen. Der Grund: die bevorstehende Polit-Großveranstaltung.

München - Sportlich scheint der TSV 1860 auf einem guten Weg: Die beiden Trainingslager in Bodenmais und Kössen sind vorbei, in den Testspielen gab es bislang keine Niederlage. Ruhig ist es deswegen trotzdem nicht bei den Löwen. Der Grund: die bevorstehende Polit-Großveranstaltung.

Am 22. Juli findet im Freimanner „Zenith“ die jährliche Mitgliederversammlung statt. Um 10 Uhr geht es los, Einlass ist ab 8.30 Uhr. Der wohl wichtigste Tagesordnungspunkt wird die Wahl des Verwaltungsrates sein. Dort droht eine Blockwahl. Die Fanvereinigung Pro1860 gegen das Team Profifußball um Unternehmer Klaus Ruhdorfer und Ex-Löwen-Torjäger Bernhard Winkler.

Bereits am Donnerstag vor zwei Wochen fand die Kandidatenvorstellung von Pro1860 statt. Dort wurde angekündigt, dass es eine Wahlempfehlung geben wird. „Wir werden sie am Donnerstag rausgeben“, bestätigte Pro1860-Sprecher Hans Vonavka der tz. Als sicher gilt, dass die bisherigen Verwaltungräte Robert von Bennigsen, Verena Dietl, Dr. Markus Drees, Sascha Königsberg, Sebastian Seeböck und Nicolai Walch auf der Liste stehen werden. „Glücklich sind wir darüber nicht“, sagt Vonavka. „Wir sehen uns aber dazu genötigt, weil das Team Profifußball die Autonomie des Vereins untergraben möchte. Sie sind dem Investor zugeneigt und wollen 50+1 kippen. Der aktuelle Weg ist der richtige – wie zum Beispiel mit den Genussscheinen.“

Geschuldet ist die Empfehlung dem Wahlsystem der Löwen. Jedes Mitglied hat neun Stimmen zu verteilen – so droht laut Pro1860, dass die Stimmen auf zu viele verschiedene Kandidaten aus ihrem Lager verteilt würden. Staatsanwalt Matthias Braumandl kündigte bereits bei der Pro1860-Veranstaltung an, seine Kandidatur im Falle einer Nichtnominierung zurückziehen zu wollen.

Am Dienstagabend lud das Team Profifußball zum Abschluss der Wahlkampftour in die Isarpost am Stachus ein. 250 Gäste hatten sich im Vorfeld bereits angemeldet. Unter anderem waren Thomas Miller, Peter Grosser, Michael Hofmann und Thomas Riedl zugegen. Auch das Präsidium und große Teile des Verwaltungsrats tauschten sich bei Hamburgern und Gulasch aus. Pro1860-Mann Vonavka wurde nicht gesichtet. Er kritisiert das Team Profifußball scharf: „Der Aufstieg ist nicht hoch genug zu bewerten. Ich verstehe nicht, dass man die, die das mit ermöglicht haben, jetzt zum Teufel jagen möchte und durch Leute ersetzen will, die von 1860 keine Ahnung haben.“ Der Wahlsonntag verspricht Brisanz.

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