Hofmanns Rückkehr: „Nur zum Genießen“

Michael Hofmann steht bei den Sechzigern wieder im Tor.
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Michael Hofmann steht bei den Sechzigern wieder im Tor.

München - Wie das Schicksal so spielt. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr, am 27. Februar 2008, verlor Michael Hofmann seinen Stammplatz im Löwen-Tor – jetzt hat er ihn wieder.

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Damals musste er im denkwürdigen Pokal-Derby gegen den FC Bayern (0:1 in der letzten Minute der Verlängerung) nach einer halben Stunde verletzt vom Platz und war von da an nur noch zweite Wahl hinter Philipp Tschauner. Der Trainerwechsel beim TSV 1860 hat den 36-Jährigen nun wieder zwischen die Pfosten gehievt. Uwe Wolf setzt auf Hofmann, „weil er die Tugenden, die ich fordere, vorlebt“. Nämlich: Leidenschaft, bedingungsloser Einsatz und Emotionen.

Da ist er beim Michel zweifelsohne am Richtigen. Hofmann selbst hat am Donnerstagnachmittag von Wolf erfahren, dass er gegen den FC St. Pauli wieder erste Wahl im Löwen-Tor ist – klar, wer einen Tag später als Letzter vom Training in die Kabine ging: Hofmann, der noch eine Extraschicht eingelegt hatte. „Obwohl ich immer für den Fall des Falles bereit war“, sagte er und wischte alle Bedenken weg, dass ihm nach der einjährigen Pause (nur beim bedeutungslosen Punktspiel vor neun Monaten in Aue durfte er nochmal ran) möglicherweise die Spielpraxis fehlen könnte.

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Vor dem Spiel gegen St. Pauli hat Uwe Wolf die Mannschaft gehörig umgekrempelt - und auch in der Pressekonferenz hebt er sich durch markige Sprüche deutlich von Marco Kurz ab.

Unter zu viel Druck setzen, wie in früheren Zeiten manchmal, will sich Hofmann im reifen Torhüter-Alter ohnehin nicht mehr: „Für mich gibt’s nur noch eins: Jedes Spiel genießen.“

Aber nicht nur der Mann im Tor ist neu, auch drei der vier Herrschaften vor ihm in der Abwehrkette: Nämlich Thorandt, Hoffmann und Schick. Ein Risiko, das Wolf da eingeht? Hofmann: „Glaube ich nicht. Die Ergebnisse der letzten Wochen waren halt einfach nicht so, dass man fordern könnte, es muss immer die gleiche Mannschaft spielen.“

Für den 13 Jahre jüngeren Philipp Tschauner war die Entscheidung von Wolf natürlich ein Schlag ins Gesicht. Hofmanns Mitleid hält sich aber in Grenzen: „So ist das nun mal. Trainerentscheidungen hat jeder zu akzeptieren.“ Er musste es selbst oft genug tun.

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Quelle: tz

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