In Giesing zurückgetreten

Daniel Bierofka zum Karlsruher SC? „Da ist definitiv nichts dran“

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Einst für den TSV 1860: Bernhard Trares (li.) und Daniel Bierofka.

Daniel Bierofka ist nach seinem Rücktritt beim TSV 1860 München derzeit ohne Job. Jetzt soll ein schwer kriselnder Zweitligist über den EX-Löwen nachdenken.

  • Der Karlsruher SC ist in der 2. Bundesliga gewaltig in der Krise.
  • Trainer Alois Schwartz wird beimKSC entlassen - Daniel Bierofka soll ein Kandidat sein.
  • Doch Necat Aygün, Ex-Löwe und technischer Leiter beim Karlsruher SC, dementiert das Gerücht.

Update vom 4. Februar, 17.19 Uhr: Zieht‘s Daniel Bierofka nach Karlsruhe? Der frühere Trainer des TSV 1860 München reagierte am Montag nicht auf tz-Nachfrage, sein Umfeld berichtete von grundsätzlicher Gesprächsbereitschaft. Doch auf Nachfrage der tz sagt Necat Aygün: „Ich weiß nicht, woher dieses Gerücht stammt. Aber da ist definitiv nichts dran.“

Der Ex-Löwe ist seit Beginn des Jahres technischer Leiter beim Karlsruher SC. Er stand beim TSV 1860 gemeinsam mit Daniel Bierofka auf dem Platz.

Markant: Bierofkas ehemaliger Weggefährte in Giesing, Sportchef Oliver Kreuzer, installierte erst kürzlich einen Ex-Löwen beim KSC: Der Münchner Necat Aygün trat zum 1. Februar den Posten des Technischen Leiters beim Zweitligisten an.

Ex-Löwen-Trainer: Daniel Bierofka.

Trainer beim Karlsruher SC: Auch Daniel Bierofka ist ein Kandidat

Update vom 4. Februar, 10.15 Uhr: „Christian genießt unser volles Vertrauen.“ Das erklärte KSC-Sportchef Oliver Kreuzer am fortgeschrittenen Montag zur Trainer-Personalie beim angeschlagenen Zweitligisten Karlsruher SC - und meinte damit den bisherigen Assistenten und neuen Interimscoach Christian Eichner.

Wie die Badischen Neuesten Nachrichten berichten, soll der 37-Jährige vorerst das Vertrauen bekommen. Am Mittwochabend (20.45 Uhr) steht für den notorisch klammen Ex-Bundesligisten das wichtigen DFB-Pokal-Achtelfinale bei Regionalliga-Tabellenführer 1. FC Saarbrücken an, am Wochenende geht es zum Aufstiegsfavoriten Hamburger SV.

Danach, so mutmaßen andere Medien, könnte wieder Bewegung in die Angelegenheit kommen. Auch der Name von Ex-Löwen-Coach Daniel Bierofka fiel am Montag. Ob der 40-jährige Münchner die Karlsruher übernimmt?

Daniel Bierofka zum KSC? Christian Eichner übernimmt in Karlsruhe

Update vom 03. Februar, 16.30 Uhr: Der frühere Assistent Christian Eichner wird den KSC womöglich nur im DFB-Pokal-Spiel am Mittwochabend beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken (20.30 Uhr) coachen.

In diesem Spiel geht es für die Karlsruher um 1,3 Millionen Euro, die mit dem Erreichen des Viertelfinales eingespielt werden. Eine ordentliche Summe für einen Zweitligisten, der gerade sein Stadion neu baut.

Daniel Bierofka im November 2018 auf der Baustelle Wildparkstadion in Karlsruhe.

Und dann? Bisher gab es vom Traditionsklub aus Baden noch kein Dementi zum Namen Daniel Bierofka. DerEx-Löwen-Trainer ist seit seinem Rücktritt beim TSV 1860 München im November ohne Job.  

Alois Schwartz nicht mehr KSC-Trainer - kommt Ex-Löwe Daniel Bierofka?

Update vom 03. Februar, 13.45 Uhr: Jetzt ist es offiziell: Der Karlsruher SC hat sich von Trainer Alois Schwartz getrennt.

Wie die Badener am Montagnachmittag mitteilen, übernimmt „bis auf Weiteres“ der bisherige Co-Trainer Christian Eichner.

Ist jetzt der Weg frei für eine Verpflichtung von Ex-Löwen-Coach Daniel Bierofka? Am Samstagnachmittag, während der KSC sein Heimspiel gegen Kiel (0:2) verlor, schaute sich der einstige Bundesliga-Profi das Heimspiel der SpVgg Unterhaching gegen den KFC Uerdingen (1:0) in der Dritten Liga an.

„Wir sind in der Geschäftsführung nach intensiver Analyse zu dem Schluss gekommen, in der aktuellen sportlichen Situation einen neuen Impuls setzen zu müssen, um unser großes Ziel, den Klassenerhalt, erreichen zu können“, erklärte Geschäftsführer Sport Oliver Kreuzer, der einst als Sportdirektor desTSV 1860 München in Giesing mit Bierofka zusammengearbeitet hatte.

Kommt dieser Impuls jetzt von Bierofka?

KSC trennt sich offenbar von Schwartz - Ex-Löwen-Trainer Bierofka im Gespräch

München/Karlsruhe - Wie schnelllebig das Profifußball-Geschäft ist, muss aktuell Alois Schwartz beim Karlsruher SC erleben. Noch am Samstag stärkte ihn KSC-Sportchef Oliver Kreuzer nach dem 0:2 gegen Holstein Kiel, kurz darauf ließ der Präsident der Badener mit einer zweideutigen Aussage aufhorchen.

„Müssen wir jetzt den Trainer wechseln? Mit Sicherheit nicht“, hatte Kreuzer nach der vierten Niederlage in Folge gesagt: „Ich habe die Erfahrung gemacht: Du musst Ruhe bewahren.“ KSC-Boss Ingo Wellenreuther meinte dagegen: „Wir können nicht zuschauen, wie auch die nächsten vier Spiele verloren gehen.“

Karlsruher SC: Trainer Alois Schwartz hat wohl fertig

Anders formuliert: Schwartz‘ Trainerjob beim 17. der zweiten Liga wackelt nach nur einem Sieg aus den letzten 14 Spielen bedenklich. Wird er jetzt durch Ex-Löwen-Coach Daniel Bierofka ersetzt?

An diesem Montag kommt der Beirat der Karlsruher zusammen, um sich zu beratschlagen. Bierofka, der im November nach internen Querelen beim TSV 1860 München zurückgetreten war, gilt den Badischen Neuesten Nachrichten zufolge als möglicher Nachfolge-Kandidat.

TSV 1860: Folgt Daniel Bierofka auf Alois Schwartz beim KSC?

Das ist wenig verwunderlich, kennen sich doch Kreuzer und Bierofka aus ihrer gemeinsamen Zeit in Giesing bestens. 

Der heute 54-jährige Kreuzer hatte den langjährigen Spieler der Löwen im Frühjahr 2016 als Sportdirektor mitten im Abstiegskampf zum Interimstrainer gemacht - eine Maßnahme, die sich auszahlte. Unter Bierofka hielt der TSV 1860 damals die Klasse, der Münchner weiß folglich, wie Abstiegskampf geht.

Einst gemeinsam für den TSV 1860: Oliver Kreuzer (li.) und Daniel Bierofka.

Kreuzer ist ein Fan des Ex-Sechzig-Trainers, dessen frühere Mannschaft seit seinem Rücktritt indes einen Lauf hat - die Löwen sind seit nunmehr neun Spielen in der Dritten Liga ungeschlagen und spielten am Wochenende 2:2 beim FSV Zwickau.

KSC: Oliver Kreuzer ist ein Fan von Ex-Löwen-Trainer Daniel Bierofka

„Diese Bierofkas sterben heutzutage auch aus“, hatte Kreuzer einst im Blickpunkt Sport im BR gesagt: „Es ist selten, dass ein Spieler über einen längeren Zeitraum bei einem Verein spielt. Deswegen ist es auch schwierig von Identifikation zu reden.“

Kreuzer, der einen Monat nach dem Klassenerhalt im Mai 2016 beim TSV 1860 gehen musste, hat als ehemaliger Spieler der Karlsruher eine große Identifikation mit dem KSC. Holt er jetzt den alten Weggefährten Bierofka nach?

Während Ex-Löwen-Trainer Daniel Bierofka womöglich bald einen neuen Job hat, beschäftigt den TSV 1860 München die Stadionfrage weiter.

pm

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