Király rügt: „Aigner muss cleverer sein“

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Stefan Aigner erhält von Schiri Willenborg die Rote Karte.

München - Auf dem Platz war’s eine Veranstaltung der Kategorie grausamst, dafür wurde es hinterher im Medientrakt umso unterhaltsamer. Die Protagonisten: Paderborns Torwart Daniel Masuch und Sechzig-Verteidiger Torben Hoffmann.

Das Thema: Der Platzverweis für Stefan Aigner wegen seines Remplers gegen besagten SC-Keeper. Die amüsierten Zeugen: Münchens versammelte Medienlandschaft. Los geht’s.

Auftritt Masuch: „Wenn einer so angerannt kommt wie der Aigner, dann braucht er sich hinterher nicht zu beschweren!“

Hoffmann: „Ach, und da muss man dann so umfallen, oder was? ’n Kerl wie ein Baum und fällt um wie ’ne Muschi!“

Masuch: „Du kommst aber auch bei jedem Scheiß angerannt!“

 An dieser Stelle endete der Dialog, auf Gewalthandlungen wurde verzichtet. Auf Entschuldigungen freilich auch. Die gab’s nicht einmal für den grottigen Auftritt der Löwen. Hoffmann: „Wir haben die Bälle vorne nicht gehalten, hatten keine Möglichkeit, aufzurücken, und ein ungenaues Passspiel.“ Die Folge: totaler Krampf. Ob’s am Kräfteverlust aus den 120 Pokalminuten gegen Hertha lag? „Nein“, sagte Hoffmann. „Das lass ich nicht gelten. Wenn wir eine englische Woche nicht verkraften, dann sind wir hier fehl am Platz!“

Bilder des Spiels

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Woran aber kann es liegen, dass bei den Löwen in dieser Saison bisher das Ganze, also die Mannschaft, schlechter ist als die Summe der Teile, sprich: der Spieler? Liegt’s am Trainer, am Manager, am zu schönen Spätsommerwetter? Darauf hat keiner eine Antwort. Zu hören sind nur die bekannten Erklärungsversuche. Gabor Király: „Wir haben Qualität, aber wir müssen sie auch auf dem Platz abrufen. Es reicht nicht, wenn das nur einige tun. Wir haben eine gute Mannschaft, aber das müssen wir auch zeigen.“ Und zwar möglichst schnell.

Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf Relegationsplatz drei nach dem ersten Saisonfünftel. „Die Saison ist lang, aber auch nicht soo lang“, gab Király zu bedenken. Hoffmann ergänzte: „Fakt ist, dass sich vorne Mannschaften abgesetzt haben, die über die nötige Kontinuität verfügen.“

Und nicht die Nerven verlieren wie Aigners Stefan. Király: „Wir dürfen nicht den Kopf verlieren, wir müssen ruhig bleiben, auch wenn der Gegner auf Zeit spielt. Der Torwart hatte mit seiner Provokation Erfolg. Unser Spieler muss da cleverer sein.“ Aigner hat’s vernommen…

Ludwig Krammer

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