Der 1860-Trainer nach dem Trainingslager über die Zukunft

Kurz: "Ich spüre keinen Druck"

Marco Kurz wirkt nachdenklich - doch er hat klare Vorstellungen für die Zukunft
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Marco Kurz wirkt nachdenklich - doch er hat klare Vorstellungen für die Zukunft

Adiós Teneriffa, Servus München! Nach einer Woche Schwitzen unter kanarischer Sonne landeten die Löwen Freitag Nachmittag um 15.30 Uhr wieder in der Heimat.

Bereits vor dem Flug zog Trainer Marco Kurz ein Fazit des Trainingslagers und blickte voraus auf die anstehende Rückrunde, die Präsident Rainer Beeck bekanntlich unter das Motto „Einspielen für den Aufstieg“ gestellt hat.

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Kurz über…

…die Ziele mit den Löwen: „Wir wollen im Pokal beim HSV die Sensation schaffen und gut in die Punkterunde starten. Es gab in der Vergangenheit nicht viele Spiele, die wir verdient verloren haben. Wir müssen einfach mehr aus unseren Großchancen machen und vor allem zu Hause so spielen, dass die Zuschauer mit Freude in die Arena kommen. Das Ziel Aufstieg für diese Saison halte ich nicht für seriös. Für nächstes Jahr sind wir uns alle einig, dass die Mannschaft punktuell verstärkt wird und den Weg in die Bundesliga gehen soll.“

…die drei Neuverpflichtungen: „Ich bin sehr dankbar über die neue Qualität, aber man darf auch nicht vergessen, dass Sascha Rösler und Stefan Aigner in den letzten Monaten keinen Spielrhythmus hatten und deshalb noch Zeit brauchen. Und bei Marvin Pourie sprechen wir von einem 18-jährigen Talent, das zum ersten Mal im Profibereich spielt. Trotzdem: Insgesamt haben wir jetzt mit den zurückgekehrten Verletzten eine bessere Qualität als in der Hinrunde. Mir ist nicht bange vor der Zukunft.

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…den Druck im Falle von Misserfolgen: „Ich spüre keinen Druck, ich weiß, dass dieser Beruf nicht nur positive Seiten hat. Aber ich lasse mich natürlich an den Erfolgen messen, an der Qualität des Kaders. Das ist kein Widerspruch, weil Druck und Stress für mich nicht die Hauptthemen bei dem Job sind, sonst würde er mir keinen Spaß machen.“

…Kritik an seiner Arbeit: „Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, dann muss ich mich der Kritk stellen. Ich bin immer aufgeschlossen für sachliche Kritik, aber wenn es in andere Bereiche geht, die alle schon da waren, dann perlt das an mir ab, weil das nichts mehr mit Sport zu tun hat.“

…sein Image als Spaßbremse: „Mir ist wichtig, was innerhalb der vier Wände passiert. Ich bin kein Lautsprecher für die Öffentlichkeit. Ich muss keine Dinge inszenieren, um manche Leute zufriedenzustellen. Bei Niederlagen werde ich mich immer vor die Mannschaft stellen, dann ist es auch okay, wenn ich die Kritik abbekomme. Ich bin niemand, der sich aus der Verantwortung nimmt.“

…seine Beziehung zu 1860: „Sechzig liegt mir am Herzen, ich identifiziere mich durch und durch mit diesem Verein und werde immer alles dafür geben, hier erfolgreich zu sein. Ich will sehr lange hier arbeiten.“

…schwer zu haltende Talente wie die Bender-Zwillinge: „Wir wollen dahin kommen, dass wir uns den Luxus leisten können, solche Spieler langfristig an den Verein zu binden, aber dazu brauchen wir Erfolg, sprich: die Bundesliga. Wir alle wissen, dass der Weg der Benders nach oben gehen wird. Unsere Aufgabe ist es, diesen Weg gemeinsam zu gehen.“

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…die Arena-Diskussion: „Ich hätte mir als Spieler die Hacken wundgelaufen, um in so einem wunderbaren Stadion spielen zu dürfen. Für die Diskussion vergeude ich keine Kraft, es gibt zum jetzigen Zeitpunkt für 1860 keine Alternative zur Arena.“

…die elf auslaufenden Spielerverträge und den Sonderfall Mustafa Kucukovic: „Jeder Spieler hat die Möglichkeit, sich durch Leistung für frühzeitige Verhandlungen zu empfehlen. Es ist noch keiner raus. Bei Mucki ist es so, dass jetzt die Entscheidung fallen wird, ob er nach Grenoble geht oder nicht. Er wollte zum Probetraining, das ist eine Aussage für mich. Er hat sich diesbezüglich klar positioniert.“

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Quelle: tz

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