Lienens Löwen: Alles Gewinner

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Lienens Löwen im Trainingslager – die Bilanz fiel durchweg positiv aus.

St. Johann - Am letzten Abend im Trainingslager erhielten die Löwen-Spieler grünes Licht. Grünes Licht, ein Bier zu bestellen. Ein Zeichen höchster Anerkennung seitens eines Trainers wie Ewald Lienen .

Der war aber sicherlich erfreut darüber, dass etwa nur die Hälfte der Spieler auf das unerwartete Angebot zurückgriff, den Durst mal anders zu löschen als mit Wasser oder Multivitaminsaft. Wobei: Zwei Spielern hätte der Trainer möglicherweise als Dank sogar einen Vollrausch verziehen. Den beiden großen Gewinnern der zehn Tage im österreichischen St. Johann: José Holebas und Sandro Kaiser.

Lienen über Holebas: „Wir haben José vom Offensivspieler zum linken Verteidiger umfunktioniert, und ich muss sagen: Besser, als er es macht, kann man diese Rolle nicht interpretieren. Auf ihn baue ich auf dieser Position. Er hat das Vertrauen mehr als gerechtfertigt und ist ein Spieler, wie ich ihn mir wünsche. Mit so vielen Qualitäten, die er als Defensivmann viel besser zur Geltung bringen kann. Und es war gar nicht so einfach, José zum Bleiben zu überreden. Er wollte eigentlich weg, weil es für ihn ja lange nicht so gut gelaufen ist bei 1860 und er woanders sogar mehr Geld hätte verdienen können als bei uns. Aber: Ich will Holebas jetzt gar nicht als den großen Gewinner herausstellen. Wenn es einen Gewinner auf Grund seiner Leistung gibt, dann ist das der TSV 1860.“

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Lienen über Sandro Kaiser: „Wenn das Wort Gewinner wieder gebraucht werden soll – er gehört dazu. Wie Holebas spielt auch Sandro, der ja eigentlich ein Offensivmann ist, auf einer anderen Position, und beim 2:0-Sieg gegen Saloniki war er als rechter Verteidiger überragend. Sandro ist ja noch keine 20, aber sollte bei uns Rukavina mal ausfallen, kann ich Kaiser blind bringen. Er ist jetzt schon einer, der an der Stammelf ganz nah dran ist. Es kommen ja auch noch andere Positionen für ihn infrage. Es ist einfach schön zu sehen, dass sich die jungen Spieler wie Kaiser oder auch Camdal und Mlapa hier im Trainingslager immer weiter verbessert haben.“

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Was Lienen sonst noch Freude bereitete: „Dass wir mit Alexander Ludwig jetzt einen Spieler haben, der hervorragende Standards schießen kann. So einer fehlte uns letzte Saison.“ Der 25-jährige Mittelfeldmann, dessen Ecken fast jedes Mal brandgefährlich vors Tor kommen, erzielte gegen Saloniki ein herrliches Freistoßtor. „Dass wir für das defensive Mittelfeld jetzt mit Florin Lovin , Lars Bender und Aleksandar Ignjovski drei Leute haben, die in diesem Bereich herausragende Leistungen bringen können.“ „Dass sich Spieler nicht hängenlassen, obwohl sie merken, dass auf ihrer Position derzeit ein anderer die Nase ein bisschen weiter vorn hat. Als Beispiel will ich da nur Torben Hoffmann nennen, der sich in den Tagen hier immer überragend präsentiert hat, obwohl Felhi und Ghvinianidze in der Innenverteidigung im Moment vor ihm sind.“ „Dass die ganze Truppe einen sehr guten Zusammenhalt zeigt. Die neuen Spieler waren bei den anderen sehr schnell willkommen. Wobei wir bei den Verpflichtungen schon auch darauf geachtet haben, dass das offene und intelligente Leute sind und nicht irgendwelche Unsympathen. Natürlich weiß ich, dass all das allein nicht ausreicht, um in der kommenden Saison erfolgreich zu sein. Aber es ist auf alle Fälle eine Voraussetzung dafür.“

Claudius Mayer

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