Geisterspiele in Bayern

3. Liga startet in 2022: Türkgücü vor Rekordkulisse - 1860 geht leer aus

1860 München startet ohne Fanunterstützung ins neue Jahr, Türkgücü kann sich hingegen über eine Rekordkulisse freuen.
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1860 München startet ohne Fanunterstützung ins neue Jahr, Türkgücü kann sich hingegen über eine Rekordkulisse freuen.

Nach vier Wochen Pause startet die 3. Liga in das Jahr 2022. Während der TSV 1860 vor leeren Tribünen spielen muss, darf sich Türkgücü über eine Rekordkulisse freuen.

Update vom 14. Januar, 13.12 Uhr: Die Partie von Türkgücü München beim Hallescher FC wurde aufgrund von mehreren Corona-Fällen beim Münchner Drittligisten abgesagt.

München - Sowohl der TSV 1860 München als auch Türkgücü München haben ihr Trainingslager für die Rückrunde in Belek absolviert und fühlen sich bestens vorbereitet für den Drittligastart am 15. Januar. Doch das war es dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten der beiden Lokarivalen.

Türkgücü München startet mit Neu-Coach Andreas Heraf mal wieder einen Neustart. Die Verträge von Sebastian Hertner und Marco Kehl-Gómez wurden aufgelöst. Weitere personelle Anpassungen am Kader sollen laut Geschäftsführer Kothny folgen. Beim TSV 1860 hingegen steht weiterhin Michael Köllner an der Seitenlinie und der Kader ist immer noch derselbe wie vor der Winterpause. Das Thema Sascha Mölders ist endgültig abgehakt und die Löwen legen den vollen Fokus auf die Aufholjagd in der Liga.

TSV 1860: Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden ohne Zuschauer

Und auch bei den Zuschauerkulissen beim Jahresauftakt gibt es große Unterschiede bei den beiden Münchner Drittligisten. Die Omikron-Welle macht sich über Deutschland breit. Volle Stadien in näherer Zukunft bleiben wohl Wunschdenken der Vereine und Fans.

Die bayerische Landesregierung hat dementsprechend die derzeit gültigen Corona-Maßnahmen verlängert. Heißt im Klartext für alle bayerischen Profimannschaften: Bis zum 9. Februar sind bei großen überregionalen Sportveranstaltungen keine Zuschauer zugelassen. Türkgücü und 1860 müssen sich daher in der nächsten Zeit auf die ungeliebten Geisterspiele einstellen. Und da die Löwen am 15. Januar zu Hause gegen Wiesbaden ins Jahr starten, muss die Mannschaft von Michael Köllner mal wieder ohne Fanunterstützung auskommen.

Türkgücü München vor Rekordkulisse gegen Hallescher FC

Doch was für Bayern gilt, gilt natürlich nicht für ganz Deutschland. Lokalrivale Türkgücü spielt am Samstag beim Hallescher FC nämlich vor 7.500 Fans. Zuschauerrekord in Deutschlands Profiligen am kommenden Wochenende. In Sachsen-Anhalt dürfen nach Corona-Verordnung die Stadien bis zu 50 Prozent ausgelastet werden. Und nachdem Magdeburg am Wochenende auswärts spielt und es sonst keinen Profi-Fußballverein in Sachsen-Anhalt gibt, ist Türkgücü in Sachen Fans - an diesem Wochenende zumindest - Spitzenreiter.

Daran gewöhnen sollten sich die Spieler von Präsident Hasan Kivran allerdings nicht. Nächste Woche beim Derby im Grünwalder Stadion gegen die Münchner Löwen müssen beide Mannschaften wieder ohne Zuschauer auskommen. Die Sechzger wissen dann zumindest schon, was auf sie wieder zukommt. (kk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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