Trost- und torlos

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Kenny Cooper (r.) stand gegen den SC Paderborn im Löwen-Sturm auf verlorenem Posten.

München - Was für ein trauriger Nachmittag! Die Löwen schaffen gegen den SC Paderborn nur eine schwache Nullnummer in einem gänzlich grausamen Spiel.

Bei allem Gruseligen, was den 20 000 Zuschauern eineinhalb Stunden lang zugemutet wurde – in der 90. Minute wären sie versöhnt gewesen. Wenn Peniel Mlapa mit seinem wunderbaren Seitfallzieher den Ball nicht an die Latte gehämmert hätte…

Bilder des Spiels und Einzelkritik

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Hätte, wäre, wenn. Was hilfts? So steht unter dem Strich ein kümmerliches 0:0 gegen den Aufsteiger aus Paderborn – mit acht Punkten aus sieben Spielen ist der TSV 1860 ganz ganz weit von seinen Ansprüchen entfernt. Das gab auch Torben Hoffmann zu. „Wenn der Lattenschuss der einzige Höhepunkt im ganzen Spiel ist, dann ist das zu wenig“, sagte der Innenverteidiger und fügte hinzu: „Wir waren spielerisch nicht gut und hatten auch keine Ruhe am Ball.“

Vor allem die ersten 45 Minuten waren unter aller Kanone. Eine Halbchance in Co-Produktion von Lauth und Cooper kurz vor der Pause – das war’s dann schon. Wobei sie noch den Nachteil besaßen, dass Schiedsrichter Willenborg und sein Assistent an der Haupttribünenseite bei ihren Entscheidungen eine Aversion gegen die Löwen an den Tag legten.

Ein kleiner Trost für alle Löwen-Fans: Nackte Tatsachen im Stadion

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Höhepunkt war die Rote Karte in der 76. Minute gegen Stefan Aigner, nachdem dieser Torhüter Masuch leicht gerempelt hatte. Lienen: „Klar war die Rote Karte überzogen, aber es war auch eine übermotivierte Aktion von Aigner.“

Immerhin: Auch mit nur zehn Mann machten die Sechziger noch mal Dampf. Lienen: „So, wie wir mit zehn Leuten gespielt haben, so hätte ich es mir bereits in der ersten Hälfte mit elf Mann gewünscht. Aber da waren wir schlecht, wir haben überhaupt keinen Fußball gespielt. Nach der Pause war es dann etwas besser, aber natürlich immer noch nicht so, wie ich es mir vorstelle.“

Löwen intern

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Neun Punkte beträgt jetzt der Rückstand auf das Duo aus Kaiserslautern und Berlin, der Relegationsplatz, den Bielefeld belegt, ist auch schon sieben Punkte entfernt. Man kann nicht gerade behaupten, dass die Lage gut aussieht.

Claudius Mayer

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