Stevic: Keine Neuverpflichtungen vor Winterpause

Thema Vogel erledigt - Skela bietet sich an

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Ervin Skela zeigt Interesse an einem Engagement bei den Löwen.

München - Der TSV 1860 wird vor der Winterpause nicht mehr auf dem Transfermarkt aktiv - es sei denn, ein weiterer Spieler verletzt sich. Das hat Sportdirektor Miki Stevic nun noch einmal klargestellt. Indes bekundet Ervin Skela sein Interesse an einem Engagement bei den Löwen.

Die Löwen besiegten Hertha BSC am Mittwoch nach Verlängerung in Elfmeterschießen. Ein packendes Spiel über mehr als 120 Minuten - das sich einer entgehen ließ: Spielerberater Angelo Semeraro. 1860-Sportdirektor Miki Stevic hatte ihn eigentlich in die Allianz Arena eingeladen, um nebenbei auch Gespräche über eine Verpflichtung von Semeraros Klienten Johann Vogel zu führen.

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Doch der Termin ist geplatzt, der Berater hatte keine Zeit. Gegenüber tz-online klagte er jetzt: "Ich sehe zu wenig Bemühung von 1860. Und ich sage ganz ehrlich: 1860 hat keine Priorität bei uns. Der Aufstieg in die 1. Liga ist in weiter Ferne, und Geld hat der Verein auch keines." Statt nach München zieht es Vogel offenbar eher nach Südeuropa. "In Italien hat er einen guten Ruf", sagt sein Berater.

Die zurückhaltenden Bemühungen seitens der Löwen haben einen Grund: Die Verantwortlichen sehen keinen Bedarf für Not-Verpflichtungen. Auch wenn der Pokal-Triumph neues Geld in die Kassen gespült hat, bekräftigte Miki Stevic am Donnerstag gegenüber der tz: "Es ist ausgeschlossen, dass wir bis zur Winterpause was machen. Der einzige Grund wäre eine weitere schwere Verletzung wie bei Florin Lovin."

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Im Falle einer Verletzung oder bei einer Einkaufstour in der Winterpause könnte Ervin Skela in den Fokus rücken. Wie tz-online erfuhr, wurde er den Löwen schon vor der Saison angeboten und nun noch einmal vor zwei Wochen. Ein klares Nein von Stevic gab es nicht. Gegenüber tz-online bezeichnet Skela den TSV 1860 als "sehr reizvoll". Der 32-Jährige kann nicht nur lenken, sondern auch grätschen, spielte im defensiven Mittelfeld schon bei Energie Cottbus und der albanischen Nationalmannschaft. Er würde sich eine Rolle im defensiven Mittelfeld zutrauen, bekräfigte er gegenüber tz-online. Außerdem wäre er eine Alternative für die Abteilung Attacke.

Skela könnte die Junglöwen (im Pokal spielten mit Camdal, Kaiser und Ignjovski drei 18- bis 20-Jährige im Mittelfeld) führen und eine Chefrolle im Mittelfeld übernehmen. Weiteres Plus für den Standard-Spezialisten: Falls doch Interesse an einer Verpflichtung vor der Winterpause bestünde, wäre der Ex-Cottbusser bereit, in einem Probetraining an der Grünwalder Straße seine Fitness unter Beweis zu stellen. Und das, obwohl der Routinier seine Qualitäten hinlänglich unter Beweis gestellt hat. In der vergangenen Saison kam Skela bei Energie Cottbus auf 31 Einsätze, insgesamt stehen 59 Länderspiele und 168 Bundesliga-Einsätze (21 Tore) in seiner Vita.

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Der vereinslose Skela hält sich bei der zweiten Mannschaft von Bayer Leverkusen fit. Zuletzt trat er für die albanische Nationalelf gegen Dänemark gegen den Ball. "Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt", grinst er. Im Spiel davor gegen Zypern (6:1) im August hat er sogar zwei Tore erzielt und zwei vorbereitet. "Bei mir fehlt nicht so viel. Was die Fitness angeht, habe ich keine Probleme. Wenn man neue Aufgaben bekommt, ist man heiß auf Fußball." Ein leistungsbezogener Vertrag wäre kein Problem, sagt sein Berater Oliver Westerbeek. "Wenn 1860 ruft, dann setzt er sich aufs Rad und fährt nach München."

Tatsächlich würde Skela einem Lockruf nach München gerne folgen, bekräftigte er gegenüber tz-online. "1860 hat eine lange Tradition, tolle Fans und Ambitionen, nach oben zu kommen. Ich würde sehr gerne dazu beitragen, eine tolle Saison zu spielen. Ich würde mich freuen, wenn 1860 München sich meldet." Vielleicht klingelt Skelas Telefon ja zur Winterpause. Oder schon vorher ...

al.

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