„Das ist eine absolute Frechheit“

Mölders will verlängern und kritisiert Abbruch-Befürworter

Noch länger ein Löwe? Sascha Mölders beim Training. 
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Noch länger ein Löwe? Sascha Mölders beim Training. 

Die Löwen-Fans dürfen auf eine Vertragsverängerung von Sascha Mölders hoffen. In der Diskussion um den Re-Start kritisiert der Sturm-Tank des TSV 1860 die Konkurrenten der 3. Liga.

  • Sascha Mölders möchte noch eine Saision beim TSV 1860 dranhängen. 
  • Der Stürmer spricht sich klar gegen einen Saisonabbruch in der 3. Liga aus und kritisiert die Befürworter scharf.
  • DFB-Vize-Präsident Rainer Koch stellt den Abbruch-Befürwortern die Grundsatzfrage.
  • Mehr News rund um den TSV 1860 und viele weitere spannende Geschichten gibt es in unserer App.  

München – Seinen Rücktritt vom Rücktritt hatte Sascha Mölders schon im Januar angedeutet. „Letztendlich geht es darum: Wie fühle ich mich? Gut. Habe ich noch Bock? Ja! Aber jetzt schauen wir mal“, sagte der 34-jährige Torjäger der Löwen damals nach seinem Doppelpack beim 4:1 gegen Braunschweig. Substanzielles war in Sachen Vertragsverlängerung seitdem nicht mehr zu hören. Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel berichtete wiederholt von „guten Gesprächen“, Mölders ließ Gesprächsanfragen ins Leere laufen. Er habe nichts zu sagen, hieß es aus der Pressestelle. Bis zum Mittwoch.

TSV 1860 München: Sascha Mölders will Vertrag bis 2021 verlängern

Am frühen Nachmittag verschickten die Löwen per Whatsapp Zitate ihres Mittelstürmers, die sich als Handreichung für einen neuen, letzten Vertrag interpretieren lassen. „(...) ich bin am Ende meiner Laufbahn und möchte mich sicherlich nicht so verabschieden. Ich will noch ein Jahr spielen und wenn jetzt abgebrochen wird, sehe ich die Gefahr, dies nicht mehr tun zu können.“

Ist ein finanzieller Nenner gefunden? Gorenzel wird am Donnerstag in einer Videorunde Stellung dazu nehmen. Kernthema bleibt, ob die Saison überhaupt fortgesetzt werden kann. Es sei es an der Zeit, „im Sinne der Gleichberechtigung auch für die Frauenbundesliga und Dritte Liga für das Grundrecht auf dieBerufsausübung bundespolitisch für Klarheit zu sorgen“, erklärte Gorenzel am am Mittwoch. 

Re-Start in der 3. Liga: Die Fronten sind verhärtet 

Ein frommer Wunsch? Die Fronten sind verhärteter denn je. Am Dienstag hatte sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff in die Debatte eingeschaltet, der CDU-Mann erhob schwere Vorwürfe gegen den DFB, der „unerträglichen Druck auf Politik und Vereine“ ausübe und sogar mit Lizenzentzug gedroht habe, sollte ein Club den Spielbetrieb nicht wieder aufnehmen wollen. Der DFB wies die Vorwürfe umgehend zurück. Fakt bleibt: Trainings- und Spielbetrieb in Sachsen-Anhalt sind bis zum 27. Mai untersagt. Damit dürfen sich die Klubs aus Magdeburg und Halle aktuell nur in Kleingruppen vorbereiten. Der Tabellenletzte Carl-Zeiss Jena aus Thüringen darf bis zum 5. Juni kein Teamtraining absolvieren.

3. Liga: DFB-Vize-Präsident Rainer Koch stellt Grundsatzfrage

DFB-Vizepräsident Rainer Koch stellte den Abbruch-Befürwortern am Dienstag via Facebook die Grundsatzfrage: „Wollen diese Clubs dann womöglich bis nächstes Jahr mit der 3. Liga aussetzen? Gehen die Klubs davon aus, dass sie dann noch wirtschaftlich existent sein werden?“

Deutlich wurde auch Mölders: „Wenn ich höre, dass andere Spieler fordern, die Saison abzubrechen und nicht weiterspielen zu wollen, kann ich nur sagen: Das ist eine absolute Frechheit. Wer so etwas von sich gibt, der hat den Sport nie geliebt. Es gibt im Sinne des Fußballs nur eine Lösung: Die Saison muss mit Auf- und Absteigern und nicht am grünen Tisch entschieden werden, so wie es seltsamerweise ausgerechnet die Vereine fordern, die aktuell oben oder unten stehen. 

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